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Der Israelit · 1878-03-20 · Heft 12 (20.3.1878) · page 25

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 12 (20.3.1878)
Date
1878-03-20
Page
– (sequence 25)
Language
German
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XIX. Jahrgang. Dritte Keilage;» tlr. 12 des Israelit. Leitender Artikel. Literarischer Bericht. vr. EManuel Hecht's Uebersetzungslehrer. Ein methodisches Hilfsmittel zum Üebersetzen des Pentateuchs, der Pesachhagadah, der Bücher Esther, Ruth, Echa, nebst einem hebr. Lehr- und Uebungsbuch für Schulen, von Lehrer A. Cahn. Kreuznach 1877. R. Voigtländer. Wir begrüßen die vorliegende neue Auflage des Hechl'schen Uebersetzungslehrers, mit großer Befriedigung. Dieselbe hat durch das beigefügte Lehr- und Uebungsbuch eine sehr schätzenswerthe Bereicherung erfahren. — Das Buch selbst empfiehlt sich durch die Zahl seiner Auflagen. Es verbindet in sehr glücklicher Weise, die alte mechanische Methode mit der modernen grammatischen, die Klippen beider vermeidend, das Gute beider benutzend. In der Hand eines erfahrenen Lehrers, wird sich das Buch zum Unterricht für Anfänger als sehr nützlich Gewähren. Ur.motivirt erscheint uns bei der Wahl des behandelten Stoffes, die Aufnahme von Esther, Ruth und Echah, da wir an deren Stelle, lieber eine Auswahl aus den Psalmen oder Mischleh gesehen hätten. Der neu hinzugefügte grammatische Anhang zeichnet sich durch Präcision und übersichtliche Anordnung des Lehrstoffs, vortheilhaft vor vielen ähnlichen Schriften aus. — Neu dürften die grammatischen Reimregeln erscheinen, denen wir, einmal acceptirt, eine noch weiter gehendere Anwendung* gewünscht hätten, als sie gefunden. — Auffallend ist die Ueberschrift des '§ 38 „Die D"j:Dn am Zeitworte" statt q»ud, was durch den Umstand , daß die Buchstaben o,\i,J,:>,n zufällig die Suffixe ausmachen, jedenfalls nicht motivirt werden kann.* Möge das Büchelchen recht viel zur Verbreitung der«Thora beitragen, nicht deshalb, weil, wie der Verf. in der Vorrede sagt, die Leipziger Synode es ausgesprochen hat. daß Hebräisch gelernt werden muß, sondern weil es schon etwas früher der bbmo m, der Alles zum Kreisen bringende Meister ausgesprochen hat, in dessen Dienste, füglich selbst Synoden und Reformrabbinerversammlungen, kurz alle D’^dd nolens volens stehen. _ Zeitungsnachrichten & Correfpondenzeu. - Deutschland. Berlin, 28. Febr. Am vergangenen Scm^lA^ Abends, hielt der Hierselbst seit 6 Jahren bestTbende^ „Israel. Mieth - Hilfs - Verein" seine dieSiaMiükst Generalversammlung im Hotel Cassel ab. Wie wir dem vom Vorsitzenden des Vereins vorgelegten Bericht entnehmen, hat der Verein auch im verflossenen Jabre trotz der ungünstigen Zeitverhältniffe einen Zuwachs an Mitgliedern erhalten. Außerdem sind ihm bedeutende Schenkungen zugegangen, so daß an Unterstützungen und Darlehen weit mehr als im Vorjahre bewilligt werden konnten. Der Verein ist bei der jetzt wirthschaftlichen Nothlage doppelt zu empfehlen, oa er unbemittelten Leuten zu der oft schwer zu erschwingenden Wohnungsmiethe periodisch beisteuert. Möge die segensreiche Wirksamkeit des so edlen Hvecken dienenden Vereins durch den BeitriK^MlM-Wiitglieder'.'HM auf immer weitere Kreise ausAehnen können. England. London, 9. März. Die Großloge der Freimaurer adoptirte in ihrer gestrigen unter dem Vorsitz des Earls von Carnarvon abgehaltenen Vierteljahrssitzung folgende Resolutionen; 1) Die Großloge betrachtet mit tiefem Bedauern die Schritte, welche der große Orient von Frankreich gethan, indem er aus seinen Satzungen das Princip des Glaubens an den großen Baumeister des Weltalls entfernte — ein Schritt, der den Ueberlieferungen, dem Brauch und dem Gefühl jeder wahren und echten Freimaurerei von der frühesten Zeit bis zur jetzigen zuwider war. 2) Während die Großloge den lebhaftesten Wunsch hegt, nach wie vor die Mitglieder irgend einer ausländischen Großloge, deren Prozedur nach den strikten Bestimmungen des Ordens, unter denen der Glaube an de"n großen Baumeister die wichtigste ist, geleitet wird, als Brüder zu empfangen, anerkennt sie nicht als ' wahre und echte Brüder irgend welche Personen, die in Logen eingeweihk'wurden, wo dieser Glaube abgeleugnet oder ignorirt wird. — Weitere Beschlüsse weisen die Meister aller Mchterlogen an, keinen ausländischen Bruder als Gast aufzunehmen, der nicht Nachweisen kann, daß er einer Loge angehört, welche den Glauben an Gott hochhält.

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