Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 18 (1877)
- Issue
- Heft 36 (5.9.1877)
- Date
- 1877-09-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 35, S. 847 — 854 folgen erst hinter Nr. 36, S. 882 XVIII. Jahrgang. Jjä, ^G. Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthnm. Herausgegeben von vr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 5. September 5637 (1877). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum.— Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband vro Jahrgang Ist Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Der Tag des Gerichts. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Mainz. Mainz. Mellrichstadt. Werneck. Hamburg — Oesterr. - Ungar. Monarchie. — Rumänien: Galatz. — Frankreich: Paris. — Palästina: Jerusalem. — Feuilleton: Der Königliche Resident. InHatt der ersten Aeikage: Leitender Artikel: Wie ein Rabbiner den Talmud vertheidigt und die Talmudisten schmäht. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Frankreich: Paris. Feuilleton: David Leb Magdeburger. Inhalt der zweiten Beilage r Anzeigen. Inhalt der Grtra-Beilage. Spenden-Berzeichnisse. Leitender Artikel. Der Tag des Gericht». Mainz, 30. August. Unter den vielen unergründlichen Dingen, welche das Menschenherz beschäftigen und die zu erkennen und zu durchdringen, der Menschengeist vielfach vergebliche Anstrengungen macht, nimmt der Tag des Gerichts eine hervorragende Stellung ein. Gott, der Allmächtige, der Allwissende, der Alles schaut und dem nichts verborgen bleibt, vor dessen Throne keine Vergessenheit stattfindet, bedarf Er eines besonder« Tages, an dem Er zu Gericht sitze, oder noch mehr, ist es den erhabenen Begriffen, die wir von der Gottheit haben sollen, angemessen, einen solchen besonder« Gerichtstag uns vorzustellen? Wahrlich, es gehört diese Vorstellung zu den D’pin, zu den Satzungen, deren Sinn wir nicht verstehen und begreifen, und so heißt es auch ausdrücklich in der heiligen Schrift: «in pin '3 u'jri oi'y nddu idie? ehii-d lj/pn 3pj?’ BSIPD „Blaset an jenem Neumondstage in die Posaune, an jenem unsrem Festtage, an welchem der Mond verhüllt ist; denn ein pin, eine für Israel unerforschliche Satzung ist's, daß der Gott Jakobs an diesem Tage Gericht hält." Das aber wissen und erkennen wir klar, daß es für uns eine unermeßliche Wohlthat ist, daß Gott einen solchen Tag bestimmt hat. auf daß wir Einkehr halten bei uns, unsre Fehler erkennen und sie ablegen, damit wir Gnade finden am Throne des strengen Richters. “pjs ionp’ doni iDm "js<D3 jod oerai pns „Gerechtigkeit und Recht sind die Grundpfeiler Deines Thrones, Gnade und Wahrheit kommen vor Dein Antlitz " Wir haben in diesem Ausspruche der heiligen Schrift zwei Synonyme, die schwer von einander zu unterscheiden sind, vsov, pna. Gerechtigkeit und Recht; dann zwei andere Begriffe, die jenen zuvorkommen, noxi non Gnade (oder Liebe) und Wahrheit; die zwei ersten werden als die Grundlagen des göttlichen Thrones bezeichnet; unser«