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Der Israelit · 1877-08-22 · Heft 34 (22.8.1877) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 34 (22.8.1877)
Date
1877-08-22
Page
– (sequence 17)
Language
German
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XYI1I. Jahrgang. Zweite Beilage;u 41t. 34 des Israelit. AeitungSnac-ric-leu & Gvrrefpond enzen. Deutschland. Würzburg. Schon oft hatte ich Gelegenheit, in diesen geschätzten Blättern von der Humanität und Loyalität unserer h. Militärbehörde und wie dieselbe stets bereit, der Gewissensfreiheit der Israeliten in herrlichster Weise Rechnung zu tragen, zu berichten. In jüngster Zeit legte dieselbe wieder einen neuen Beweis hiervon ab, wofür derselben unser innigster Dank und unsere vollste Anerkennung hiemit ausgesprochen wird, und zwar: die in diesem Jahre stattfindenden Manöver fallen mit ru»n »tn und hbd du zusammen. Da nun, wie bekannt, viele jüdische Soldaten hiebei betheiligt, hat sich unser hochwürdiger, für die Wahrung aller Interessen des orthodoxen JudenthumS unermüdet thätige, Herr Distrikts- Rabbiner S. B. Bamberger dahier an das h. General-Commando mit einer Eingabe gewendet, dasselbe möge hochgeneigtest verfügen, daß bei den bezeichneten Manövern den iSr. Soldaten gestattet werde, sich während genannter d"t in solche Gemeinden begeben zu dürfen, in welchen Synagogen sich befinden, sowie daß die Beurlaubung schon Abends vorher einzutreten habe. Hierauf wurde folgende Entschließung erlassen, die ich Ihnen wörtlich in Abschrift mitzutheilen mich beehre: Abschrift. Würz bürg, den 13. August 1877. Nr. 8848. K. B. II. Armee-Corps. General- Circular. Commando. Betreff: Sabbatu. Feftfeier der jüdischen Soldaten. Unter Bezugnahme auf das Kriegs-Ministerial- Rescript vom 11. April 1863 Nr. 4748 wird zur weitern gefälligen Verfügung eröffnet, daß die Soldaten israelitischer Confession — in so ferne sie darum bitten — zu der am 6., 9. und 17. September stattfindenden, jeweils am Vorabend beginnenden Frier ihres Neujahrsfestes und Versöhnungstages in jüdische, mit Synagogen versehenen Gemeinden beurlaubt werden dürfen. Das General-Commando. In Vertretung. (gez.) Freiherr von Horn. Generallieutenant und Divistons-Commandeur. I Ad Nr. 8848. Würzburg, den 13. August 1877. Br. m. An das DistrictS -Rabbinat Würz-! bürg zu gefälliger Kenntnißnahme unter Hinweis! auf jenseitige verehrliche Zuschrift vom 12. l. M.! Nr. 2816. Das General-Commando. In Vertretung. (gez) v. Horn. Generallieutenant und DivisionS-Commandeur. An die nnterstellten Abtheilungen ergangen. Möge eS unserem hochverehrten und hochverdienten Herrn DistrictS-Rabbiner Bamberger vergönnt sein, ruiowni rwvn mirn onrfr wie eS sein aufrichtiger Wunsch und sein eifriges Bestreben ist, in bisherige Weise nx'3 ny zu wirken. Frerrdettthal (Württemberg). Die hiesige Gemeinde zählt zu denjenigen, welche im Besitze aller erforderlichen religiösen Institutionen, es an der Pflege derselben nicht fehlen lassen. Sowie sie bei Sammlungen für mildthätige und edle Zwecke, selten anders als in den vordersten Reihe» zu treffen ist, ebenso tritt eine anerkennungswerthe Opferfähigkeit in ihrer Mitte hervor, überall wo es die Erhaltung der religiösen Institute in gutem Zustande, insbesondere auch die Förderung der vielen hier bestehenden nnan, als für «"in 'nto ro«n n*n, n":, rc. gilt. Es wird so reichlich, in diese nützlichen und wohlthätige Vereine, insbesondere an den heiligen Festen gespendet, daß dieselbe» ihre Zwecke stets ungeschmälert erfüllen können. Es läßt sich nicht leugnen, daß auch die jüngere Generation sich von den religiösen Pflichten nicht lossagt, die ihre Eltern in so vollem Maße erfüllen. Das ist wohl in unseren Tagen nicht so häufig, daß es der Erwähnung in Ihrem geschätzten Blatte nicht werth wäre. Wenn ich auch nicht liebe, da wo es sich um Zustände handelt, von Persönlichkeiten zu reden, so ist es mir doch nicht möglich, diesen Bericht zu schließen, ohne eines ehrwürdigen 74 Jahre alt gewordenen Greises zu erwähnen, dem am vergangener Sonntag alle Gemeindeangehörige, Jung und Alt. das Geleite zu seiner letzten Ruhestätte gaben. Er gehörte nicht zu den reichsten, aber gewiß zu den wohlthätiqsten der Gemeinde -tarn 1«dSik 7-r'nip' Kusiel Uhlmann, dies der Name des Verewigten war, wie vom Rabbiner in der Trauerrede an dessen Grabe mit Recht betont wurde, ein

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