Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 18 (1877)
- Issue
- Heft 12 (21.3.1877)
- Date
- 1877-03-21
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2446951-2447695-2447708--13541-2469412- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
292 Für Zeitungsleser. Die beste Empfehlung für eine Zeitung ist unzweifelhaft die Höhe der Abonnentcnzahl und die fortgesetzte Steigerung derselben. Nachfolgende Statistik bietet den sichersten Maaßstab für die Anerkennung, welche sich das „Berliner Tageblatt" nebst seinen Beilagen „Berliner Sonntagsblatt" und dem illustrirten Witzblatt „Ulk" bei dem Zeitung lesenden Publikum in Deutschland erworben hat und liefert den Beweis, daß der reichhaltige Inhalt dieser Zeitung selbst die weitgehendsten Ansprüche befriedigt. Auch hat wohl der billige Abonnementspreis (5 Mark 25 Pf. für alle 3 Blätter) die ungewöhnlich große Verbreitung gefördert, welche das nachstehende Document bezeugt: „Auf Grund der von mir eingesehenen kaufmännisch geführten Handlungsbücher der Expedition des „Berliner Tageblatt" (Rudolf Mosse) hier bescheinige ich hiermit, daß die Abonnenten-Zahl des „Berliner Tagblatt" Ende März 1876 über 37,500, „ Juni „ „ 38,800, „ September „ „ 41,400, „ Oktober „ „ 45,300, „ November „ „ 47,100, „ Dezember „ „ 48,000, „ Januar 1877 „ 49,300 betragen hat. Mit dem 1. Februar 1877 ist die Zahl der Abonnenten auf mehr als 3v,vvv, in Worten sünszigtausend, gestiegen und hat sich eine weitere Steigerung bis heute fortgesetzt. Berlin, 20. Februar 1877. F. Henninger, gerichtlicher Bücher-Revisor." Die vorstehende eigenhändige Namens-Unterschrift des persönlich bekannten und in Berlin wohnhaften gerichtlichen Bücher-Revisors Herrn Friedrich Henninger wird hiermit beglaubigt. Berlin, den 20. Februar 1877. Fretzdorff, Justizrath und Notar. Die oben angedeutete Steigerung der Abonnentenzabl hat sich bis auf den heutigen Tag fortgesetzt, so daß das „Berliner Tageblatt" gegenwärtig in einer Auflage von 51,100 Exemplaren erscheint. ' [817 ie isr. Gemeinde zu Bollweiler in Ober-Elsaß wünscht einen geprüften Lehrer, um der Jugend tüchtigen Religionsunterricht zu ertheilen. Derselbe muß auch die Fähigkeit besitzen, den Gottesdienst als pn gewissenhaft, pünktlich und gehörig zu versehen. Jährlicher Gehalt 1800 Frs. Die Stelle ift am 1. Mai l. I. anzilreten. Meldungen unter Beifügung der Zeugnisse über Fähigkeit und Religiosität nimmt der Unterzeichnete entgegen. Bollweiler, 19. März 1877. Der Commissär: 837) Leopold Grumbach. in junger Mann, welcher mehrere Jahre in einem Frucht- und Mehlgeschäfte thätig war, sucht pr. 1. Mai anderweitig Engagement, am liebsten eine ähnliche Stelle. Offerten besorgt die Exped. d. Bl. sud Nr. 834. /Lin junger Mann, 23 Jahre alt, seit 7 Jahren in der Mannsaetnr - Branche thätig, sucht in einem Engros - Geschäft gleicher oder ähnlicher Branche einen Reiseposten. Derselbe bereiste seit 3 Jahren mit Erfolg die deutsche nnd französische Schweiz. Offerten unter <*. Nr. 863 besorgt die Expedition d. Bi. in ziemlich neues, gut erhaltenes mm -isd ist preiswürdig zu verkaufen. Näheres unter Nr. 7032 bei der Expedition der „Jüd. Presse," Berlin, Große Hamburger Straße 4. ' [865 Mine petfecte Israel. Köchin suche gegen hohen Lohn. Eintritt baldig erwünscht. L. Fechenbach, Restaurateur, 843] Badeplatz, Mergentheim. Briefkasten der Redaction. Herrn S. Behrendt in Nauen: Auf Ihre Anfrage, ob man an einem vsi in der Synagoge Im oorlescn darf, wenn von den zehn anwesenden Personen nur zwei fasten, geben wir Ihnen, Ihrem wiederholten Verlangen entsprechend, hiermit öffentlich Antwort: In dem von Ihnen beregten Falle ist es durchaus nicht erlaubt in») vorzulesen. Nach einigen Decisoren ist es nur gestattet in’> nnpii >3E3 ww ->wt> wenn zehn fastende, erwachsene männliche Personen in der Synagoge zugegen sind; nach andern ist dieses jedoch an jenen Fasttagen, welche schon in der heiligen Schrift erwähnt sind, gestattet, wenn nur sieben Personen fasten und drei durch Unwohlsein am Fasten verhindert sind. Vergleiche Schulchan Aruch, Orach Chajim c. 566 § 3, Magen Abraham § 5, Schaare Teschubah § 3. Verantwortliche Redaction: Di. Lehmann. — Verlag der Le Roux'schen Hofbuchhandlung. I. GottSleben'S Buchdruckerei (Mainzer Anzeiger.)