Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 52 (27.12.1876)
- Date
- 1876-12-27
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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XYII. Jahrgang. Zweite Geilage zu Nr. 52 -es Israelit. AE" Wegen der chr. Feiertage konnte diese Nummer erst heute, Donnerstag, 28. Dee.. fertig gestellt werden. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Nürnberg, 21. December. In Verfolg der in Nr. 49 Ihres geschätzten Blattes gebrachten Mittheilung über den plötzlichen Tod des Herrn W e i n s ch e n k von hier erlaube ich mir noch Weiteres nachzutragen. Die Beerdigung dieses allgemein beliebten Mannes fand am i'tdd n""> in Fürth unter großartiger Betheiligung von dort sowohl als von hier und Schwabach, seinem früheren Wohnsitze, statt. Leichenreden wurden wegen des n"-> nicht gehalten, andernfalls hätte man Stunden mit der Erzählung der Tugenden ausfüllen können, die den treuen Kämpfer für p"n"n"i hjid« zierten! Herr Rabbinatscandidat Ansbacher weihte demselben nach den D'2' r;yatr einen >ron, welcher von Bielen, auch Nichtmitgliedern der m;;, die der Unvergeßliche gründen half, besucht war. Es würde zu weit führen, die etwa 3/-* Stunden dauernde und auf alle Anwesende tiefen Eindruck machende Rede hier auch nur im Auszuge wiederzugeben, doch mag, als auch nach außen e'rwähnenswerth, die Stelle angeführt werden, wo der Redner, auf den Verlust aufmerksam macht, den das gesummte Judenthum durch das Abgehen thatkräftiger Männer, namentlich in unserer Zeit, erleidet — nsnwn, n»\ w no »), jeder, der wirklich dem Hause .^snp» noch angehört, wird schmerzlich berührt, wenn die Reihe der Getreuen wieder um einen gelichtet ist. Als Ermuthigung stellte Redner die auf, welche, nachdem der tapfere Bruder gefallen , sich nicht abschrecken ließen von der Ausführung des nun einmal aufgenommenen Kampfes, den sie auch dann unter dem Beistände des Allmächtigen zu glücklichem Ende führten. Nchwiaboch, im Dee. Eine erfreuliche Mittheilung können wir von hier berichten, daß es nämlich den Gründern dev Tälmudr-Schule dahier mi't G. Hilfe gelungen ist, einen ebenso begabten öfä echtfvommen' imfr für die heil. Sache begeisterten Mann als' Lbhrcr gefunden zu haben, der von großer Liebe und Hingabe Zu seiner hohen Aufgabe erfüllt ist. Es wird von demselben der Unterricht in den profanen Gegenständen in gründlicher Weise ertbeilt und desgleichen auch der hebräische Unterricht in der Unterklasse weshalb von nun an auch Zöglinge mit geringeren Vorkenntnissen, als bisher verlangt werden mußte, Aufnahmeifinden. -ei- » C u i I l e t 0 tt. Die Himmelsleiter. Noch heute steht die Himmelsleiter Und Engel zieh'n hinauf, hinab: So steige nur die Stufen weiter HinaufDu siehst die Gottesstrahlen, Hinab — Du hast der Erde Qualen, Der Leiden Nacht, der Ruhe Grab. Der gute Engel ruft — will ziehen Dich stets hinauf zur höchsten Stuf; Der Böse räth — er will sich mühen, Hinab, hinab Dich zu geleiten. Den Abgrund schnell Dir zn bereiten —: O hör' ihn nicht — folg' jenem Ruf! Und hüt' Dich var dem ersten Tritte, Der abwärts von der Leiter führt— Gewiß, ihm folgen tausend Schritte, Die stets die Pein und Reue mehren; Drum mußt dem bösen Engel wehren. Eh' er — voll Liebreiz — Dich verführt! Die Thora, ist die Himmelsleiter, Die führt zur Höh', zur Seelenluft; Ihr Weg — erst eng — wird immer breiter, Führt Dich Dein guter Engel immer Und folgest Du dem Bösen nimmer — Die Engel finb in D einer Brust. 'ä M.