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Der Israelit · 1875-12-08 · Heft 49 (8.12.1875) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
16 (1875)
Issue
Heft 49 (8.12.1875)
Date
1875-12-08
Page
– (sequence 15)
Language
German
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1099 Gesucht. Von der Unterzeichneten Gemeinde wird sofort ein Religionslehrer, Vorsänger und Schlächter gesucht. Es wird demselben ein Fixum von 500 Gulden nebst freier Wohnung, sowie anständige Nebenverdienste zugesichert. Meldungen nimmt entgegen Leopold Selling, Cultusvorstand in Colmberg bei Ansbach, 2891s Mittelfranken (Bayern). in verheiratheter Privatgelehrter in Berlin, der sich auf die achtbarsten Häuser Berlins beziehen kann, ist geneigt, jüdische Knaben und Jünglinge, welche hiesige vortreffliche Schulen, namentlich Gymnasien und Realschulen besuchen oder auf Comptoirs die Handlung erlernen sollen, in häusliche Pflege und Aufsicht zu nehmen und ihnen die ersprießlichste Unterweisung und Nachhilfe angedeihen zu lassen. Adresse und Bedingungen ertheilt Oberrabbiner Dr. I. Lipschütz, Berlin, Neue FriedrichSstraße 29. [2814 Stelle-Gesuch Ein junger Mann von 10 Jahren, der die Königl. Handelsschule 3 Jahre besucht und die Berechtigung zum einjährigen freiwilligen Militärdienst hat, Kenntniß der französ. und engl. Sprache sowie der einfachen und doppelten Buchhaltung besitzt , sucht ein passendes Unterkommen in einem guten Hause, wo Samstags und isr. Feiertage geschlossen ist. Franco-Offertcn unter X. 62:*28 wollen an die Anrwncen-Expedition von HoasensteiN HfBoglepin Frankfurt a.M. gesendet werden. [2871 Stelle-Gesuch. Ein junger Mann, der nach Absolvirung der Handelsschule seine zweijährige Lehre bestand und ein Jahr in einem größeren Manufactur-, Modewaaren- und DamenconfeetionZ--Geschäfte servirt, sowie mit Branchenkenntniß und Comptoirarbeiten vertraut, sucht, gestützt auf gute Zeugnisse, per 1. Januar 1876 Stelle in einem ähn'ichen. am Sabbat und an isr. Feiertagen geschlossenen Geschäfte. Offerten besorgt die Expedition d Bl. unter Chiffre A. X. Z. Nr. 2864. in tüchtiger Hauslehrer, der im Stande ist, vier Knaben', von denen der älteste 12 Jahre alt ist, bis zur Tertia vorzubereiten, wird gesucht. Salair bei freier Station 750 Mark. Offerten nimmt die Exped. d. Bl. unter Nr. 2887 zur Weiterbeförderung entgegen. ür mein Tuch- und Modewaaren-Geschäft suche per sofort eine tüchtige Verkäuferin, welche in dieser Branche schon länger thätig war und eine« Lehrling per 1. Januar c. [2867 Heiligenstadt, Reg.-Bez. Erfurt. M. Oppenheims Ww. Bei I. Kauffmann in Frankfurt a. M. ist soeben erschienen und von demselben direct sowie durch jede Buchhandlung zu beziehen: Aus Vergüllgeutleit trair Gegmmurt. Jüdische Erzählungen von J9r. Mjehwnann, Rabb. der israel. Religionsgesellschast zu Mainz. Zweiter Theil. Zu Bar-Mizwah-, Chanukah-, Purim- und anderen Geschenken besonders geeignet. Dieser von Vielen schon lange mit Sehnsucht erwartete zweite Theil enthält drei historische Erzählungen. Die erste, „Bostanai," führt den Leser an die Ströme Babyloniens, wo Heidenthum, Christenthum und Muhamedanismus mit wechselndem Erfolge und in erbitterten Kämpfen um die Weltherrschaft ringen, in nur einem Punkte einig, in dem Bestreben nämlich, das Licht Israels zu verlöschen; aber das kleine Volk der Juden überdauert die Vernichtungskämpfe und geht stets neugekräftigt aus allen Verfolgungen hervor. — Die zweite Erzählung, „Süß Oppenheimer," führt dem Leser eines mächtigen jüdischen Ministers Erfolge vor und zeigt, wie ein verirrtes, jüdisches Gemüth, durch Unglück geläutert, den rechten Weg wiederfindet und den Namen Gottes heiligt. Es wäre zu wünschen, daß recht viele Nichtjuden diese Erzählung läsen, damit sie von ungerechten Vorurtheilen geheilt würden. — Die dritte Erzählung, „Der Fürst von Couci," hat einen jüdischen Gelehrten zum Helden, welcher die wunderbarsten Schicksale erlebt und dessen unerschütterliches Gottvertrauen ihn in den schrecklichsten Lagen stets aufrecht erhält. — Es ist ein Kranz echtjüdischer Erzählungen , die eine ebenso anregende wir Geist und Gemüth kräftigende Lectüre bieten. — Preis 2 Mark 50 Pfennige. I. Kanffrnann's Buchhandlung in Frankfurt a. M. NB. Auch der erste Theil, Preis 2 Mark, ist in der genannten Buchhandlung stets vorräihi^.

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