Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 16 (1875)
- Issue
- Heft 41-42 (13.10.1875)
- Date
- 1875-10-13
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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931 Bitte an edle Menschenfteunde! Bereits im Frühjahr 1870 erlaubte ich mir, den verehrl. Lesern dieser Blätter die traurige Lage der Familie des erblindeten, im besten Mannesalter stehenden Alexander Sender auS Walldürn zu schildern und die öffentliche Mildthätigkeit zur Linderung der traurigen Lage anzurufen. Seit April 1870, also feit 5 7* Jahren lebt diese Familie, da weder der erblindete Mann, noch dessen blödsinnige Frau etwas erwerben können, von den seiner Zeit gesammelten milden Gaben. Ueber die Verwendung der sich ergebenen Summe habe ich unterm 7. Januar d. I. notariell beglaubigte Rechnung abgelegt und spreche hiermit Namens der Nothleidenden für jene Liebesgaben den edlen Gebern den besten Dank aus. Die Lage dieser Unglücklichen hat sich seitdem nicht gebessert, aber die Mittel sind in diesem langen Zeiträume aufgebraucht. Die Noth hat jetzt ihren Gipfelpunkt erreicht. Entblößt von allen Mitteln, ohne jeglichen Erwerb, hungernd und ohne Bekleidung, jede Hoffung auf Besserung dieser schrecklichen Lage aufgebend, sieht diese schwer heimgesuchte Familie in die Zukunft. Der Anblick dieser Jammergestalten ermuthigt mich, heute wieder die mildthätigen Herzen edler Menschen, zur Linderung dieses Elendes anzurufen und innigst zu bitten, Scherflein beizutragen, umThränen zu trocken und Hunger zu stillen. Je rascher die Noth dieser Dürftigen gelindert wird, desto gottgefälliger und seliger ist die Handlung. Daß die Unterstützung keinen Unwürdigen zugewendet wird, dafür bürge ich und wollen gefälligst etwaige Spenden an den Unterzeichneten eingesendet werden. Leopold Oppe«heimer, Bezirksältester. Buchen, im September 1875. Vorstehende Angaben, bezüglich der Verhältnisse der Alexander Sender's Eheleute hier, werlden als vollkommen wahr mit dem Bemerken betätigt, daß genannte Familie der Unterstützung Isehr bedürftig ist. I Walldürn, den 29. September 1875. IK. 8.) Bürgermeisteramt: pd7] H. Kiefer. [Äin tüchtiger Schochet mit guten Zeugnissen ver- T sehen wird unter vortheilhaften Bedingungen und jum sofortigen Antritte gesucht. Näheres bei K. Grüttberg in Schrimm, Nlitärlieferant. [2600. ür die hiesige Kreis-Synagogen-Gemeinde wird ein Religionslehrer, der auch gottesdienstliche deutsche Borträge halten kann, für gleich gesucht. Gehalt 900 Mark und Nebeneinkommen. Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse wenden an den Vorsteher 2609s M. Davidsohn. Lötzen, 7. Oktober 1675. Bei der hiesigen israelitischen Gemeinde ist die Bei der hiesigen israelitischen Gemeinde ist die Stelle eines Lehrers, Borbeters und Schächters alsbald zu besetzen. Seminaristisch gebildete Lehrer erhalten den Vorzug. Jährliches Einkommen circa 1200 Mark ohne Nebenverdienste. Bewerbungen sind nebst Zeugnissen baldmöglichst einzureichen. Michelstadt, den 8. Oktober 1875. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde: 2615s Lyon. in 20jähriges Mädchen aus achtbaren Familie mit allen Handarbeiten, sowie in der Küche ziemlich vertraut, sucht Stelle in einem religiösen Hause als Stütze der Hausfrau, oder auch in einem Ladengeschäfte. Dasselbe war seither im elterlichen Geschäfte thätig. Prima Referenzen stehen zu Diensten. Offerten sud. D. 2610 befördert die Expedition dss. Bl. ls BerkLuferiu im Manufaetur- und Modewaaren-Gefchöft sucht eine junge israel. Dame» die 8 Jahre einen ersten Platz bekleidete, bei freier Station Stellung. Beste Referenzen stehen zur Seite. Eintritt kann sofort erfolgen. Adressen sud T. 2042 an Rudolf Mosse, in Hamburg erbeten' [2603. in israelitisches Ehepaar, in der Prov. Hannover, 3 Stunden von Hamburg, sucht zu sofort ein etw 16—17 Jahre altes jüdisches Mädchen, welches religiös erzogen, zur Unterstützung der Hausfrau. Dasselbe würde den Hausstand daselbst gründlich erlernen. Auf Vergütung wird kein Anspruch gemacht. Adr. snd. A. 9 erbittet die Annonncen-Expedition von Jacob Trükheim, Hamburg. [2605. Ein znverläfstgcr junger Mann, Israelit, welcher selbstständig auf dem Comptoir und Lager zu arbeiten versteht, findet in einer Cigarrenfabrik angenehme Stellung. Offerten unter C. Nr. 2900 befördert die Annoncen-Expedition von MtudoMf JUiosme in Mannheim. [2602