Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 16 (1875)
- Issue
- Heft 15-16 (14.4.1875)
- Date
- 1875-04-14
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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340 geb. Furtado, zur Erinnerung an ihre Familie; 40,000 Frs. zum Bau eines Tempels für den portugiesischen Ritus gegeben. (Un. Jsr.) In Berdun wurde neulich eine neue Synagoge eingeweiht, welche auf der Stelle, wo die bei der Belagerung im 70er Kriege zerstörte Synagoge gestanden, erbaut worden ist. (Un. Jsr.) England. London, 25. März. Gestern Abend fand in der London Tavern ein Banquett für das jüdische Hospital statt, bei welchem Sir George Jessel, j Master of the Rolls, zugegen war. Diese Stelle! ist die höchste richterliche in England nach dem! Lordkanzler, und der jetzige Inhaber derselben gej hört der jüdischen Religion an. Im Verlaufe seiner Antwort auf den Toast „die Richter Englands" deutete Sir George Jessel auf die ganz gewaltigen Unterschiede zwischen heute und vor zwanzig Jahren in der gesetzlichen und socialen Stellung der Juden hin; damals, so behauptete der Redner, konnte eigentlich ein Jude nach strengem Rechte nicht einmal ein Advokat in England werden, und nur durch die Duldung der verschiedenen Inns wurden sie zur Praxis zugelassen, aus welcher sie jedoch durch irgend eine Motion verjagt werden konnten. Man möge daher nicht übersehen, welche Vorurtheile Gladstone zu besiegen hatte, als er nach Hinwegraumung aller gesetzlichen Hin.dernisse ihn, den Redner zur zweithöchsten judiciellen Stellung in England erhoben hatte. Es war dies durchaus ein freiwilliger spontaner Act des früheren Premiers, da keine bestimmte Regeln für diese Ernennung vorgeschrieben sind, und er (Redner) auch nicht etwa an der Reihe war, da es für diese Stelle gar keine Reihenfolge gäbe. Um so mehr Lob verdiene die Anerkennung'des Prinzipes der Gleichheit aller Religionsangehörigen zu allen, auch den höchsten Staatsämtern, da sehr bedeutender Einfluß sich gegen seine Ernennung damals geltend gemacht hätte, welcher aber von Gladstone gänzlich unbeachtet gelassen wurde. R u m ä n i e n. Bukarest. Den „Arch. Jsr." wird geschrieben: In neuerer Zeit ist es vorgekommen, daß wenn bei einem jüdischen Leichenbegängnisse Rumänen an der Leiche Vorbeigehen, sie Schneeballen auf dieselbe Wersen und dabei rufen: „Heute einen, morgen zehn." Das ereignet sich aber nicht blos bei den untern Stünden; neulich ging ein jüdischer Leichenzug an der Akademie vorbei und auch die Studenten verübten das obengenannte Ma-> noeuvre. ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. vr. Reckendors'sche Lehr- und Erziehungs-Anstalt für israel. Töchter. Heidelberg , Plöckstraße 52. Gediegene Lehrkräfte. Beste körperliche und geistige Pflege. Nähere Auskunft ertheilt die Vorsteherin, Frau vr. Reckendorf. (603. Die zum ersten April neueintretenden Abonnenten erhalten die Nummern, in denen sich die Anfänge der Erzäblung „Vereinsamt" befinden, gratis und franco, sobald sie dieselben bei uns bestellen. Die Expedition des „Israelit". (Tiür meinen 18jährigen Sohn, der in einer Ma- O nufacturwaaren- und Leder-Handlung thätig war, englisch und französisch spricht, suche ich eine Stelle als Commis. (843. B. Adler in Höringhausen. Briefkasten derWedaclion. Wr. Ms. El;as in A.: 3 Mk. 25 Pf. erhallen.