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Der Israelit · 1875-02-17 · Heft 7 (17.2.1875) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
16 (1875)
Issue
Heft 7 (17.2.1875)
Date
1875-02-17
Page
– (sequence 19)
Language
German
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.Höhere 328] [H. 5537. Pensionat imd Erziehungs - Institut. »Die Anstatt ist zur Ausstellung gittiger Zeugnisie für den einjährigfreiwilligen Militärdienst berechtigt."' Das Sommer-Semester beginnt am 1. April c. Ausführlichen Prospect durch den Director vr. Wahl. Aufruf! Ein evangelischer Lehrer richtet an alle wohlgesinnten und mildthätigen Juden eine Bitte: Die Familie des Juden Nathan Strauß dahier ist total arm, hat weder Gut noch Obdach. Dieselbe besteht aus 7 Personen: Mann und Frau und 5 Kinder, von denen das älteste, ein Sohn von 15 Jahren ist, mit Krämpfen behaftet und kann Nichts verdienen; die 2 andern Kinder sind schulpflichtig; das 4. Kind ist 3 Jahre alt und kann noch nicht gehen; das kleinste ist 1h Jahr alt; die Frau ist schwach. Diese Familie soll der Mann durch Handel mit Kälber, welche er mit einem geborgten Pferde nach Schwalbach schafft, ernähren, — unmöglich. — Die arme Familie würde schon im Elende verkommen sein, wenn nicht die hiesigen Einwohner und in der Nähe wohnenden Juden, an die ich mich gewendet, dieselbe mit Geld und Naturalien unterstützt hätten. Es fehlen aber nicht btos die Güter und Lebensmitteln, es fehlte auch das schützende Dach, die Wohnung, und sie konnten keine Unterkunft mehr finden. -- Ein anderer Jude dahier (es sind hier 3 Judenfamilicn) hat sich ein größeres Haus gekauft und erbot sich auf meine Bermittlung dem Nathan Strauß sein bisheriges Haus für den geringen Preis aä 400 fl. zu überlassen. Ich habe den Kauf für die arme Familie abgeschlossen, aber wovon bezahlen? — Ich habe hin und wieder gesammelt und soviel zusammengebracht, daß jetzt noch 100 fl. zu bezahlen sind. Ich bitte allewohlthätigen Juden, welche sich an diesem Liebeswerk noch nicht betheiligt haben, um eine Beisteuer zur Bezahlung der l00 fl. und ich hoffe. Jeder, dem diese Zeilen zu Gesicht kommen, wird gern feine Gaben darreichen. Wohl zu thun und mitzutheilen vergesset nicht, denn solche Opfer gefallen Gott wohl. Verehrliche Redaction bitte ich diesen Aufruf in Ihr geschätztes Blatt aufzunehmen, Gaben in Empfang zu nehmen und an mich gefälligst zu übersenden! Zorn, Amts Langenschwalbach, Kreis Untertaunus, Reg.-Bez. Wiesbaden, am II.Febr. 1875. 338] Späth, Lehrer. /gesucht per 1. April c. für unsere Gemeinde einen Neligionslehrer (der aus nur vier Kindern bestehenden Schule), der zugleich Cantor nebst Schächterdienst versehen kann. Fixer Gehalt Rm. 700, Nebeneinkommen incl. Logis mindestens Rm. 300. Zum Ausfüllen seiner Freizeit stehen richtig bezahlte Privatstunden zu Gebote. Qualificirte Bewerber wollen sich unter Anschluß ihrer Zeugnisse, franco an uns wenden. Auerbach a. d. Bergstraße. Der Vorstand 347] der israelitischen Gemeinde. /Lin junges Mädchen, Jsr., von guter Familie, vL welche in der Küche, wie im Haushalt gründlich erfahren, wünscht zum 1. April ihre jetzige Stelle als Stütze der Hausfrau oder selbftst. Leitung einen kleinen Hausstand gewissenhaft zu übernehmen. Auf gef. Anfragen ertheilt nähere Auskunft Fr. Ang. Reichert, Schöne Aussicht 17, Frankfurt a. M. s359. ine perfecte Köchin, die einer Wirthschaft selbstständig vorstehen kann, dabei streng religiös ist, wird auf Ostern gesucht. Franco-Offerten sod Nr. 356 besorgt die Expedition d. Bl. in junger Mann, Jsr., der engl. Sprache kundig, mit allen Comptoir-Arbeiten vertraut, sucht Pr. Mai Stellung als Commis. Offerten sud 4. 363 bef. die Exped. d. Bl.

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