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Der Israelit · 1872-05-08 · Heft 19 (8.5.1872) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 19 (8.5.1872)
Date
1872-05-08
Page
– (sequence 19)
Language
German
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423 Inserat. Nachdem wir uns in unserer Gemeinde eines neunjährigen Friedens zu erfreuen hatten, dessen Erhaltung wir den unausgesetzten Bemühungen unseres Herrn Rabbiners Willner — wie es selbst die Behörde anerkennt — zu verdanken ist, brach vor einiger Zeit wiederum ein Sturm los, der diesen Frieden in böser Weise zu gefährden drohte. Herr Rabbiner Willner hat vom früheren Vorstande einen Contract, der bis Mai 1875 lautet und von der Königl. Regierung zu Marienwerder bestätigt ist. Diesen Contract wollte der jetzige Vorstand ausgehändigt haben. Als selbstverständlich ein. so unbilliges Verlangen zurückgewiesen wurde, erklärte der Vorstand den Contract kurzweg für ungiltig, weil derselbe vom vorigen Vorstand für sie nicht bindend sei und entzieht Herrn R. Willner seit drei Monaten den Gehalt, obgleich derselbe nach wie vor seine Function ausübt. Der erste Versuch, Herrn Rabbiner Willner zu reizen und herauszufordern, wurde mit Kürzung seines Gehaltes gemacht, was um des Friedens willen Herr R. Willner sich stillschweigend gefallen ließ. Da die Kürzungen in seinen ^Rechten aber kein Ende nahmen und schließlich unerträglich wurden, war Herr R. Willner genöthigt, sich an die Königl. Regierung zu wenden, welche die Sache in die Hand genommen, um den Vorstand zur Rechenschaft zu ziehen und es unterliegt keinem Zweifel, daß das Recht mit des Allmächtigen Hilfe siegen wird. Bis dahin ist es aber gerathen, daß alle auf die vom hiesigen Vorstande ausgeschriebene Vacanz Reflectirende die Entscheidung der Königl. Regierung abwartcn, die wir in diesem geschätzten Blatte zu veröffentlichen gedenken. Es läßt sich wohl nicht annchmen, daß Männer von Charakter und Bildung den jetzigen Vorstand in seinem Vorhaben unterstützen werden, unfern hochgeschätzten Herrn Rabbiner vom Amte zu bringen, wie es ähnlichen Manövern vor 18 Jahren gelang, den ehrwürdigen Herrn Rabbiner Or. Poper (jetzt zu Czarnikau, Prob. Posen) die Stelle hier zu verleiden. Hoffentlich wird die zu erwarten stehende Reorganisation des Judengesetzes vom 23. Juli 1847 auch derartige Uebelstände einfür allemal beseitigen. Strasburg (Westpr.), im Nissan 5632. Unug pro maltlg. Nachtrag. Die im Jnierate der vorigen Nummer benannte Tiiz).-, '-r'ip ocjn sind nur neun, während bei den O'ba->2 zehn my heißen. Daß diese 9 Namen billiger sind als die spccielle Aufführung der Namen der meisten Gemeindemitglieder, ist selbstverständlich. Unserem Herrn Rabbiner aber rufen wir die Worte des Propheten zu: inK oipn ppt> bai ,nss» rrb •py ,ijm »Va .'n dnj ,'hko cnp-im ,'n nay nt>ru nrn /y»enn Strasburg, Westpr. Idem. In Nr. 14 d. Bl. befindet sich eine Annonce, wonach Wein aus *a"am p"ny in Amsterdam angekommen und von dort aus zum Verkaufe angeboten wird. Die gute Absicht des Unternehmers unterliegt keinem Zweifel, allein wir müssen dennoch folgende Anfrage zu stellen uns erlauben und um Belehrung hierüber bitten. Es wird nämlich ausdrücklich in toro Naa gelehrt: v'^ai pxo peosno 'iai nirv?Di no” paa "li pa Dieses wird von yVi oa"^ ,^"n als na1*.! pds aufgeführt: ein Unterschied zwischen rn"-ra ^reie" an# Tara oder nicht, findet sich hierbei nicht vor, man vergleiche vielmehr zur Stelle. Wenn nun gleichwohl der Genuß des Weines, welcher bereits aus '"r< versandt und angelangt ist, ohne Weiteres gestattet ist. so dürfte obige Anfrage ihre Berechtigung für künftighin finden. Gin Laie. eine kleine Familie von zwei Personen in Cöln O wird ein iscael. Mädchen gesucht. Hauptbedingungen: sie muß religiös sein, ebenso proper und muß Kochen und alle Hausarbeit verstehen und gute Zeugnisse von ordentlichen religiösen Familien aufweisen können. Desfallsige Anmeldungen unter Nr. 1012 nimmt die Exped. d. Bl. entgegen. in gebildetes Mädchen aus achtbarer Familie, welches im Weißnähen, sowie im Kleidermachen erfahren ist. wünscht Stelle in einem Laden oder bei größeren Kindern. Näheres bei der Erped. d. Bl. unter Nr. 1015 zu erfahren. Berichtigung. In Nr. 13 und 14 des „Israelit", dieBe'etzung der Cultusbeamtenstelle in Bonist betreffend, ist irrtbümlichcr Weise Thlr. 4M. anstatt Thlr. 200. angegeben, was hiermit berichtigt wird. Der Corporations-Borstand. Brief?'st-m brr R dae icn Herrn I. Lew in L : Sie müssen, w nn Sie 'tz deziehen, s.l^st auf'8 Steueramt geben und die O ff"" na und Untersuchung derart vornebm n lassen, daß nicht? R liiionSwidriqeS dabei grsch'ebt Können Sie doö nicht seiest b sorgen oder durch einen zuverlässigen Mann besorgen lassen, so müssen Sie den Wein in Flaschen beziehen.

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