Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 16 (19.4.1871)
- Date
- 1871-04-19
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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321 der zu vereinigen und zu einem einheitlichen Wirken zu veranlassen. Vielleicht bewirken diese Zeilen, daß der sehr geehrte Vorstand die Initiative ergreift, und wenn eS ihm gelingt, den Frieden herzustellen — woran nicht zu zweifeln ist —, so wird er sich dadurch neuerdings um die Gemeinde verdient gemacht habe»/ und jedes Gemeindeglied wird ihm Dank und Aaerkennung dafür zollen. ANZE 1 Nekrolog. | (Unlieb verspätet.) Am tot nans row, den 4. März, entschlief dahier zu einem besseren Jenseits der Jüngling Joseph Plaut aus Schenklengsfeld in seinem 26. Lebensjahre und wurde am nox rv:yn, den 6. März, mio zur Ruhe bestattet. Im elterlichen Hause zur fron und Frömmigkeit angehalten, kam er schon in seinem 10. Jahre nach Zell bei Würzburg, woselbst er sich ca. «Jahre fleißig rwnpn iZNTiro beschäftigte. Nachdem lernte er einige Jahre bei Herrn Rabbiner vr. Lehmann in Mainz, später widmete er sich dem Handelsstande und war seit 1870 hier im Geschäft seines Bruders thätig. In dieser Stellung versäumte er nicht, täglich einige Stunden zu lernen, um sich immer mehr rwnpn wmina zu vervollkommnen, sowie auch sein stetes Bestreben min und moy war und r»non d”pD zu sein. Er war ein echter »-rav und großer r»rp tya und bewies die allgemeine Theilnahme bei seiner ri'iv, welch frommen Lebenswandel derselbe geführt. Möge er droben seinen Lohn finden für sein edles, gottgefälliges Bestreben und mögen besonders seine Eltern und Geschwister sich mit dem Gedanken trösten, daß der Verewigte bei all Denen, die ihn gekannt, einen die dp hinterlassen und seine hdpj nun im py p aufbewahrt ist. Sein Andenken gereiche uns zum Segen. Frankfurt a. M., im März 1871. 8. K. (Auch wir weinen dem Dahingeschiedenen, der uns einst ein theurer Schüler gewesen, eine Thräne der innigsten Wehmuth nach. Red.) Nekrolog.] Jchenhausen. Ende Februar wurde die Mutter unseres verehrten Herrn Rabbinen vr. Löb zu Grabe getragen, deren Tugenden nicht nur hier, sondern auch in der weiten Ferne so bekannt waren, daß wir nicht umhin können, unserem tiefgefühlten Schmerz I G E N. über ihren so unerwarteten Hintritt öffentlich Ausdruck zu geben. Die Verklärte war eine biedere, edle Frau, welche stets bemüht war, Gutes auszuüben, Arme zu unterstützen, Friede herzustellen, und mit Hintansetzung eigenen Interesses das Wohl ihrer Nächsten fördern zu helfen. Ihr einziger Sohn, Herr Rabbiner vr. Löb, hielt mit gepreßtem Herzen am Grabe der Verklärten die Trauerrede, welche von dem größten Theile der Gemeinde mit lautloser Stille unter Strömen von Thränen vernommen wurde. Dabei verdient erwähnt zu werden, daß nicht nur der praktische Arzt, Herr vr. Rapp, sondern auch der katholische Ortsgeistliche, Herr Pfarrer Meier, dem Leichenzuge sich anschlossen und Letzterer sogar der Trauerrede anwohnte, ein Zeichen sowohl der allgemeinen verdienten Hochachtung, deren sich die Verblichene zu erfreuen hatte, als auch namentlich ein Beweis der rühmenswerthen Humanität des ehrwürdigen Herrn Geistlichen und der erfreulichen Eintracht der hiesigen Einwohnerschaft. Möge diese auch in andern paritätischen Orten statthaben, und das humane Vorgehen unserS Herrn Pfarrers überall Nachahmung finden._jP. E. Commis-Gesuch. Eine renommirte Spirituosen - Fabrik sucht einen jungen Mann von gesetztem Alter, der mit Comptoirarbeiten vertraut, auch wo möglich kleine Reisetouren besorgen kann, gegen hohes Salair. Wo? sagt die Exped. d. Bl. sub Nr. 461._ in angehender Commis mit schöner Handschrift und guten Zeugnissen findet sofort in einer rheinischen Weinhandlung Placement. Sonnabend und Feiertage« geschlossen. Franco - Offerten v. 526 besorgt die Erped. d. Bl. in junger Mann aus achtbarer Familie kann bei mir als Lehrling eintreten. Samstags und Feiertage geschloffen. Je». Oppenheimer, __Würzburg. in Lehrling, mit guten Dorkenntniffen versehen, wird zum sofortigen Eintritt in ein Weingeschäst, welches Sonnabend und Festtage geschlossen, gesucht. Näheres bei der Epped. d. Bl. sub Nr. 464.