Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 11 (1870)
- Issue
- Heft 43 (26.10.1870)
- Date
- 1870-10-26
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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804 ner Hirsch, pr. Band 4 fl. 30 kr., in empfehlende Erinnerung. (Forts, folgt.) Frankfurt a. M. 'I. Kaufmann. (Auch wir erlauben uns an dieses vorzügliche Werk, dessen reicher Jdeeninhalt und dessen geistvolle Interpretationsweise unendlich viel Gutes und Schönes enthält, auf's Angelegentlichste aufmerksam zu machen. Red, des Isr.)_ Ln Verlage der Schletter’schen Buchhandlung (EL Skutsch) in Breslau erschien soeben und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Hebräisch - deutsches Wörterbuch nebst Paradigmen der Substantiva und Verba von Dr. David Cassel. Lexicon- Octav, IV u. 377 Seiten. Geheftet. Preis: 1 Thlr. 10 Sgr. Der Preis dieses "WÖrterbuches ist mit Rücksicht auf dessen Umfang und zweckmässige Ausstattung so billig gestellt, dass die Anschaffung desselben nicht nur einzelnen Fachmännern, sondern auch allen israelitischen Schulen und höheren Gymnasialklassen wesentlich erleichtert wird. Der Name des, durch seine bisherigen Leistungen im Gebiete der hebräischen und jüdischen Literatur rühmlichst bekannten Verfassers bürgt übrigens für gediegene und dem Zwecke entsprechende Ausführung. Den Herren Rabbinern , Schul - Directoren, Lehrern u. s. w., welche die Anschaffung und Einführung des Wörterbuches fördern wollen, sind wir gern bereit ein Exemplar zur näheren Einsicht und Beurtheilung portofrei zu liefern und bitten in solchen Fällen sich direkt mit uns in Correspondenz zu setzen. — Auf je 10 auf einmal bestellte Exemplare liefern wir 1 Frei- Exemplar. Ausführliche Prospecte mit Probe-Columne werden in beliebiger Anzahl auf Verlangen versandt. Der Heilige Krieg 1870. Eiue vollständige Geschichte dieses Krieges im Berlage von A. H. P a y n e in Leipzig. Die deutschen Heere stehen vor Paris. Der gewaltige Kampf, welcher vor kaum zwei Monaten seinen Anfang nahm, ist menschlicher Voraussicht nach seinem Abschluß nahe und damit die Zeit der geschichtlichen Darstellung gekommen. Nie ist dem Geschichtschreiber eine schönere und dankbarere Aufgabe geworden; denn es ist in Wahrheit ein heiliger Krieg, den das deutsche Volk in Waffen führt. Gegen die brutale Liederlichkeit der Herausforderung, gegen Eroberungsgier und Größesucht, die sein Theuerstes: seine Freiheit, seine Familie und seine Sittlichkeit bedrohten, gegen französischen Lug und Trug setzte eS die Gerechtigkeit seiner Sache, die bietere Wahrhaftigkeit seines Charakters und die eiserne Kraft seines Armes. Jeder Deutsche hatte das Bewußtsein: „Gott ist mit uns!" Jeder fühlte sich gehoben durch den Einen großen Gedanken: für des Vaterlandes Glück und Ehre einzutreten. Keiner blieb zurück, alle Zwietracht, alles Grollen war vergessen. Die Welt sah das nie gewesene Schauspiel der völligsten, begeistertsten Einheit des deutschen Volks in Süd und Nord. Darum wurde das große Wort, welches Napoleon sich anmaßte: „Ein großes Volk, welches eine gerechte Sache vertheidigt, ist unbesiegbar," für uns prophetisch: alle Kämpfe, welche entbrannten, wurden für uns zu einer Kette glänzender Siege. Die majestätische Größe dieser Erhebung erfordert auch eine großartige Darstellung. Wir dürfen die Erwartung aussprechen, daß diese uns vorliegende Geschichte des heiligen Krieges dieser Forderung angemessen befunden wird. Schon aus den jetzt vorliegenden beiden ersten Heften, welche die Ursachen des Kriegs. den nichtigen Borwand zur Kriegserklärung, die Haltung Frankreichs und Deutschlands und Wehr und Waffen zu Gegenständen ihrer Schilderung machen, ist klar ersichtlich, daß das Lieferungswerk: „Der heilige Krieg 1870" kein aus Zeitungen zusammengelesenes Stück- und Flickwerk ist, sondern eine vollständige Geschichte des Kriegs in eimm Gusse. Planmäßig , wie der ganze Krieg nach den genialen Ideen des großen Moltke geführt worden, ist auch diese Geschichte angelegt und die Durchführung, bei gediegenster, kraftvollster Schreibweise, entspricht der Anlage. Nicht nur die großen, entscheidenden Epochen des Kampfes, sondern auch die kleinen, für das Ganze wesentlichen und in der Darstellung pittoresken Züge finden ihre Berücksichtigung. Das Werk: „Der heilge Krieg" soll für die genialen und tapferen Führer, für das genaue Zusammenwirken der Massen, die Tapferkeit der Hunderttausende , welche sich als ebenso viele Helden bewährt habm, ein würdiges Denkmal und für das ganze deutsche Volk ein Buch der Ehren sein. Auf der Höhe dieser Bestimmung sind denn auch, wie Heft I. und II. erkennen lassen, die reichen Illustrationen gehalten, welche das Werk zieren werden. Alle 14 Tage erscheint ein ferneres Heft, deren circa 20 das Werk vollständig machen werden. Zu beziehen ist eS durch alle Buchhandlungen, durch alle Colporteure und viele Privathändler. Vorausbezahlungen sollen nicht stattsinden. Jedes Heft ist bei Ablieferung mit 5 Sgr. zu bezahlen, oder 16 Kreuzer Südd. Währg. In Oesterreich mit 25 Kreuzer Silber. Verantwortlicher Redacteur: Dr. Lehmann. — Verlag der Le Roux'scheu Hofbuchhandlung. — Dampf-Schnellpreffendruck von I. Gottsleben in Mainz.