Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 11 (1870)
- Issue
- Heft 11 (16.3.1870)
- Date
- 1870-03-16
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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m ra, Ließ Hnon Heimlich sag«, sie Misst sich schlvi- »igst davon machen, es könnte ihnen sonst sehr Wimm Pthep, ohne daß er im Stßstde jsein w-zhe, die ihnen -drohende Gefahr abzuweyden. Unsere zwei Sch^anßpfe nahmen eiv purgirestdes Getränk eist, stellten sich krank und ließen dem Könige sagen, er solle ihnen erst Pferde schicken, Hamit sie fortreiten können, was dieser jedoch mit dem Bemerken verneinte, haß dieses «ach den LandeSgesetzen nicht thrwlich sei. Hierauf Ließen sie dem Könige sagen, dann solle er .-ihnen -Loule schicken, die sieans Bahren forttrogen könnten, .wofür sie jedem per Tag einen Silberschekel (was man hier n ein r Woche niA verdient) geben würden. 'Für diesen ansehnlichen Lohn erklärten sich sechszehn Jsmaeliten bereit, ja es.waren sogar einige unter ihnen -Nachkommen des Propheten (ßßM), die als-Abzeichen nhrer adeligen Herkunft grüne Mützen tragen. Diese trMgen nun abwechse'nd je vier eine Py'techaise unh ,kanikn nach fünf Tagen nach Chodeida, wo der tür- Kische Pascha restdirt. Unsere Schlauköpfe bezahlten den Trägern ihren versprochenen Lohn, gaben noch rfitt Geschenk (Bakschisch) obendrein und schicktm dem Könige Sannah'S folgendes Schreiben: „Ihr erlauhitet uns nicht, auf Pferden zu reften, wir ritten deßhatb auf Jömaeliten und dazu noch aus ,/Sgidim," heiligen Männern." Auch wohnten hier, so erzählte mir mein Freund weiter, zwei Bonianee, welche Brüder und aus Bombay waren. Dieselben waren Juweliere. Der König ließ sie jedoch lobten, um sich -ibres Vermögens bemächtigen zu k nnen. And Tu, Chachom! wagtest es, unter diese Barbaren zu gehen! Morgen kannst Du AM für Dein glückliches Entkommen Dank sagen. Am Sederabend, den -ich gerade hier verbrachte, erzählten sie mir (auch hörte-ich dieses von Anderen) wie gerade vor vierzig Jahren diese Nacht des Festes namenloses Elend über unsere Glaubensgenossen ,tn nSannah braä te. indem sie ihrer iämmtlichen Hobe sheraubt wurden. Damals empörte sich gerade der Tribvs der Kedargner, *) welche fünfzehn Tagereisen von hier östl chm der Wüste wohnen, gegen den König Al Mihti -von Armen und zogen in Hellen Haufen gegen die Stadt. Al Miöti wagte jedoch keine offene Feldfä'lacht gegen diese Söhne der .Wüste, jondern schloß -»sich hinter 'den hohen Mauern seiner festen Residenz'ein. Sanuah hat zwei Ringmauern, von denen bie alte ur dfestere nur die MoSlemstadt umgibt, «ährend die äußere Mauer, die nicht so fest ist und sechs Stunden im Umfange hat, auch die Judenstadt *) Jesajas kennt dieselben schon als gute Bogenschützen- .Hieronimus nennt sie die Bewohner einer r^xio soiiluäiU» -zu-ÄeremLets 2, 10; an einer anderen Stelle Ies 42. 11 bezeichnet er ihr Land als rexio inhabitabims. Nach der letzteren Stelle ist es die Wüste zwischen dem peträischen Ara- .bisn,uyd Babylonien. Bgl. Mn. 5, -12. eiuschließt. Dir Belagerer schtugep ihre Zefte nicht weit von'der.Äußerest Mauer Mststd bh)ckirienhft Stastt. In der Pkß/ichuacht, ha sie wußsen, dH.die Men hoi her Feier des Order jhye OchHe gn Goch und Sithcr, ihre besten Kleider Md Gerüche hervo.rMyest, htgrn damals warm sie noch reich, hestachen sie die Tborwöchter, welche die Thoxe, die M Judestftaht Mren, bewachten, \p daß diese ihnen Eist'aß gestLtzrteu. Auf diese Meise überraschtest sie die Juden, die keine Gefahr ahnend ruhig und stybesoigt am Oed er saßen und jetzt plötzlich ihres ganzen ReichthumS beraubt wurden. -Die Kadargner Wehen über die ganze Dauer des PeßachsesteS in den Häusern her Jnh^n und ließen sich^s wohl sein. Vicht allein alles Bewegliche, was sie in den Däusern her Juden fandest, nahmen sie mit, sondern auch dje Bücher und Thor.c.- rollen, die in den Synagogen waren, schienen ihren Beifall gewonnen zu haben, denn sie anne,clirten Alles. Al Mihti wagte noch immer keinem Ausfall, Ms Furcht, dje frechen Burschen möchten auch fn dze Mhslemstadt dringen. Alles kann uns wieder ersetzt werden, meinten die Jehudim, denn wirklich wurden .sie nach wenigen Jahren so reich .als zuvor, aber für hie Thorarollkn und Bücher aus Yen ältesten Zeiten gehe eS keinen Ersatz. Rur wenige dieser Ochätze sollten sie wieder erhalten. Nachdem sich die Plünderer' ausgeruht und alles Bewegliche geraubt hatten, traten sie den Rückzug an. Später erfuhren dje hüsigen Juden, daß unter den belagernden Peduinen sich eine beträchtliche Anzahl Juden befanden, weil sie auf dem Rückwege viele der Bücher und Thoraroflen jn anderen Städten an Juden, die nicht aus geplündert wurden, verkauften, welche dabei wchrnghm n, daß die Krieger Juden seien, da sie.unter ihr§n Kunhesgenossen, mit denen sie in den Krieg zogen, gerade ihr Augenmerk auf Thoraryllen und Bücher dichteten. MS die Jehudim in Sannah dieses erfuhren, schickten sie Boten und Bittschriften aber auch Bannflüche an dieselben, damit sie ihre Bücher wieder bekämen. Wirklich schickten einige dieser jüdischen Beduinen das Geraubte wieder zurück, andere aber erklärten es ftzr gute Prjse, indem sie Vorgaben, sie seien auch Jebudim.und brauchten auch Püchrr, stzn darin M lesen Und daraus zu lernen, ugd.hätten übtzrdjes die Pücher nicht geraubt, sondern yur aus .den Häpden her Araber gerettet und sich so in deren Besitz gesetzt. (Fortsetzung folgt.) Briefkasten der Expedition. L. B. Wtb. in W. Wir haben die Offopte Ihres Sohnes M. weiter befördert. -Antwort -bis jetzt noch nicht erfolgt. Herr H. F. bei Herrn H.)in W. JnsertionSgebühren 58 kr. Herrn W. R. M. Jnftratgebühren 2 fl. 36 kr.