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Der Israelit · 1869-11-17 · Heft 46 (17.11.1869) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 46 (17.11.1869)
Date
1869-11-17
Page
– (sequence 15)
Language
German
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••1 Medkrtzslt M MitnMlK «» Vorsicht! WküNtzkeich in Nr. 44 diese» geschätzten Blattevvn Cobtenz aus, von der hiervorgefullenm Proselytmmacherei mttgetheilt wurde, so finden wir unS dennoch veranlaßt, diese zu wiederholen zur Warnung und Vorsicht für Eltern, welche ihren Töchtern bei Lehrerinnen oder Nonnen Unterricht ertheilen kaffen, da die meisten dieser Individuen ihr Augenmerk darauf richten, um diese zur Abtrünnigkeit zu verleiten. Thatsache traf leider unsere Töchter, wovon die «ine 9 Jahre und die andere 8 Jahre alt ist. Diese Müder erhielten von einer kath. Lehrerin dm Elementarunterricht; denn in unserem Orte wohnen zu wenig ö^nrr, um einen concessionirten Lehrer besoldm zu Wüm. Außer diesen Elementarfächern erhieltm diese Müder noch von der Lehrerin Privatstunden in Handarbeiten. Bei dieser Gelegenheit lehrte die Lehrerin die Kinder kath. Gebete, CatechismuS und besonders die damit verbundenen Formeln. Sie schickte nun die Kinder mit Gemüse zum hiesigen Pfarrviear und befahl denselben, die gebräuchliche kathol.^Segnung auSzusprechen; auch wenn sie ihm auf der Straße begegneten, dasselbe zu thun, jedoch immer nur, wenn er allein wäre. Als sie dies überbracht hatten, wurden sie zum Vicar Hereingelaffen. Dieser ließ sie einige Gebete auffagen, und prüfte sie aus dem CatechismuS. Auch sagte er, er würde nach Trier schreiben, um anzufragen, ob die Taüfe jetzt geschehen könne, oder ob die Kinder erst 14 Jahre alt sein müßten. V'n Er befahl d0y Mildern, alles dies zu verheimlichen und beschenkte sie mit HMiSeü-Bildern und zwar „ein Bild von Tobias", indem er sagte, dies wäre aus dem alten Testainente. Von der Lehrerin wurde ihnen ebenfalls nütet Drohungen anbefohlen, es nur im Geheimen gti halten. Sogar sagte sie den Kindern, wenn sie kram würden, so sollten sie nach dem Vicar verlangen. Sie äußerte sich den Kindern gegenüber, sie würde bald in's Kloster gehen; auch könnten die Kinder noch in's Kloster kommen; 'n Mid oonnn D’ori wsj by -ay m. Dies alles blieb circa 3 Monate verschwiegen, bis die Kinder es endlich einer Gespielin offenbarten, welche es uns erzählte. Als wir die Kinder nun frugen, entdeckten sie uns alles mit lautem Weinen, denn sic waren in Angst. Wir haben nun unsere Kinder der betteffenden Schule entzogen, und die Sache der wohll. Regierung eingereicht. Hoffentlich werden wir bald die Entscheidung in diesem gesch. Blatte mittheilen können. Nachträglich müssen wir bemerken, daß der l. Leser sich nicht vorstellen möge, daß es dm Kindern an Religionskenntnissen mangele; nein, im Gegentherl, sie würden manche ältere in dieser Beziehung übertreffen. Die Schuld liegt allein daran, daß die Kinder durch Schmeicheleien nipVpta »ner 'wy, welche diese Personen vetstche», angdkockt würden. Die Rabbinm sagtm ja schon rnvp jnjn D'Brj rnnänr6 um so eher solche mitjp nnyj. a’Jinj wrvu» uo vm^erwr« pp 'm d"x -nitf rra'jaa apy jpnl?i mx qy> Deruau bei Ahrweiler, im Monat 5630. H. Bär, IE. Bär. Bauer's elektrischer Balsa« ist ein Heilmittel, welches sich, als Einreibung gebraucht, bei einer so großen Menge der am meisten verbreiteten Leiden unserer Generatton von fast unüberttefflicher Wirkung erwiesen hat, daß es eine Pflicht gegen die leidende Menschheit ist, daffelbe nicht nur nicht länger dem öffentlichen Verkehre zu entziehen, sondern auch das Publikum in dm weitesten Kreisen darauf aufmerksam zu machm, wo und wie eS seine vorzüglichste Anwendung findet. Ueberrafchmd schnelle und günstige Wirkung zeigte deffen energische Anwendung hauptsächlich bä allm rheumatischen Schmerzen und Anschwellungen der Muskeln, Gelenke und Knochen, bei allm Nervenschmerzen, besonders bei dem so schrecklichen Gesichts- und Kreuzschwerz (Hexenschuß genannt), bei rheumatischem Kopsschmerz, bei Knochenaustreibungen und Ausschwitzungm in Folge von Brüchen und Verrenkungen, bei Frostballen und alten Frostschäden, bei Verwundungen aller Art, besonders bei offenen Schnitt- und Quetschwunden, und bei erkältetem, verdorbenem Magen und Unterleib. Der Gebrauchsanweisung liegen Zmgniffe gediegener Aerzte sowie von Privatleuten bei. Preis pro Flasche l1/« st. Depot für Mainz bei Herrn Gutma««, Margareth engasse S. Lehrling-Gesuch. In einem Manufacturwaarmgeschäst in Mainz, findet ein junger Mann aus anständiger Familie als Lehrling Placemmt. An Samstag und jüdischen Feiertagen ist streng geschloffen. Eintritt kann sofort geschehen. Näheres in der Expedition d. Bl. «ub. Nr. 1323.

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