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Der Israelit · 1869-10-06 · Heft 40 (6.10.1869) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 40 (6.10.1869)
Date
1869-10-06
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Erwiderung. Tuchel, 12. Tischri 5630. rn"pn wm no»* In einem Referate aus Tuchel in Nr. 35 d. Z. wird über unfern ehrwürdigen Rabbiner ein Bericht erstattet, der nicht der Wahrheit gemäß ist. Vor Allem ist es eine grenzenlose Unwahrheit, daß hier zwei Parteien existiren; in unserer über 200 Familien zählenden Gemeinde befinden sich nur zwei Friedenstörer, die im Bunde mit ihren verschwägerten Familien, die aus circa 20 Personen bestehen, von jeher Zank und Streit ohne Grund erregten. Diese Personen haben sich mit Verläumdungen an die im Referate benannten Rabbinen, wie auch an andere Rabbinen gewendet, und alle Hebel angesetzt, um diese zu bewegen, daß sie die dem Dr. G. überreichten rabbinischen Zeugnisse widerrufen möchten. Da aber dieselben ihre Hand nicht zu Streitigkeiten bieten wollten, haben sie in zweideutiger Weise der Grundlosigkeit der Verleumder Gehör gegeben. Unsere ganze Gemeinde ist mit treuer Anhänglichkeit unserem Rabbiner zugethan. Der Referent behauptet, der Vorstand hätte bei dem seligen Rosenstein angefragt, „in wie weit dem Atteste desselben Wichtigkeit beizulegen sei," das erklären wir als eine Unwahrheit; bei derAcquisttion des Dr. G. haben wir gar kein Gewicht auf die gedachten Atteste gelegt, weil unser Rabbiner rm Besitze rabbinischer Zeugnisse von ty-u ist. Ferner erklären wir als Unwahrheit, daß wir Dr. G. vordem pin Di' zu einer nochmaligen Rabbinatsprüfung veranlaßten. Welche Veranlassung sollten wir dazu haben, da vr. G. schon 3 Jahre hier segensreich wirkt, und sich der allgemeinen Liebe der Gemeinde erfreut? Dr. G. ging vielmehr aus eigenem Antriebe ohne unsere Aufforderung und ohne unser Wissen zum H. Salinger nach Inowraclaw, der ihm untenstehendes wortgetreues Schreiben einhändigte, welches er sich von demselben erbat, um dasselbe bei Bewerbung um eine Stelle in dortiger Gegend als Empfehlung zu gebrauchen. Wir haben das Schreiben gesehen und erklären, daß wir keine Veränderung an dem Schriftstücke wahrgenommen. Es lautet: ia"« 'pai *pnn 3in n",i pm«1? y^p'« Din p D'yaui D’iaia i’t’is'pBa 'Dy ’nytrym dyaiv p"pi v? 31 vtbt ’tPBJ nanNP n« tinhdi n'V« '«um ’JDD V'j"n 3-1.1 rvp'3V )yi ,i"3"d 'ikii id«3 D'j'jy3 nraui 'pd m ty 3iro> odd 'nyjo p V"3"iri 3« DJ3JD V' '4 NI^Dy^ .10* D'2r>3l no«31"3".1 P"d*^. J. Salinger. Unsere Gemeinde ist streng religiös, und auch wir gehören zu den D'DP '«t, denen das Wohl unserer Gemeinde zu wahren am Herzen liegt, und würden wir irgend einen Fehler in fraglicher Beziehung an unserm Rabbiner gesunden haben, wir hätten gewiß unserer Pflicht gemäß gehandelt; denn dibn r'V Dipoa 3i!? H33 s'p-n p« obm. Wir können aber vor dem nmb pi3 aussprechen, daß in3p 'i'? ea inua -pno. Unser ehrwürdiger Rabbiner fand im October 1866 bei seinem Antritte Schule und Synagoge vernachlässigt vor. Fünfzehnjährige Knaben h ttten kaum die nothwendigsten Kenntnisse der jüdischen Rligion Dr. G. rief eine Talmud-Thora ins Leben, wo 40 Kinder täglich Unterricht in 'ttn ,»Din, pnp'i, -piy -jjm, genießen. Seine ungeheuchelte Frömmigke't, seine erbaulichen Vorträge durchwebt von 'i nsni ,i3.ix, sein friedliebender Sinn, sein unermüdliches Streben, unsere heilige Religion in die Herren der Jugend und Alten zu verpflanzen, seine Aufopferung namentlich für die Schule, wie auch sein echt religiöses Wirken in allen Zweigen der Religion hat ihm die aufrichtigste Anhänglichkeit aller Mitglieder der Gemeinde erworben. Wir schätzen uns glücklich, eine solch edle Person, wie unser Rabbiner ist, zu besitzen und wünschen t\X3ff’3 nai' mioa. Jedermann, der in hiesiger Gegend unfern allgemein geliebten Rabbiner kennt, wird mit uns in das Lob des Dr. G. einstimmen, denn er ist im wahrem Sinne des Wortes ein pso ,iyn und "i 0133 ianj 121s niN3S. Wir halten es unter unsere Würde, uns fernerhin mit Erwiderungen gegen Unwahrheiten zu befassen; daß wir es aber dieseSmal gethan, geschah deshalb, weil «'Di *«3i,i3 np'nip Was wir hier schreiben, geschieht im Namen von 200 Mitgliedern Unser Wahlspruch ist aber yan »nsar nayini '3n nrv nox. Der Vorstand: M. I. Lehmann. Hirsch Fabian. L. Braun. Levin Fabian. Die Repräsentanten: K. Kamnitz. Wolf Fabian. Joseph Toller. S. Zamory. LeyserNeumann. S. Selbe ger. G. Rehfeldt. Jacob Fabian. M. Begabt. Aufruf! Die Stadt Gebitsch in Mähren wurde vor Kurzem fast ganz ein R mb der Flammen und haben besonders unsere Glaubensgenossen darunter schwer gelitten, so daß viele nicht nur obdachlos, sondern auch sonst wohlhabende Männer an den Bettelstab gekommen sind. Es ergeht dahe^ an Euch, Ihr wohltbätigm Bcüd r, die dringende Bitte, uns gefäligst durch Gchen nach Euren Kräsien aufzuhe'fen. Gelder beliebe man gef. an Herrn Rabbiner Weisz in Gebitsch in Mähren senden.

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