Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 52 (25.12.1867)
- Date
- 1867-12-25
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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909 ANZEIGEN' Aufforderung und Bitte! Memel, den 10. December. In Nr. 43 dieses geschätzten Blattes wird aus Plymouth, den „Western Morning News“ entnommen, berichtet: „Plymouth. Herr L. Klymann, 1. Vorsteher der Gemeinde zu Plymouth, erwähnte bei der Magistratsfitzung, daß einige russische Juden an Bord des preußischen Schiffes „Confidentia", Kapitän Maski, in Plymouth-Sund angekommen sind, welche berichten, daß sie von den Matrosen ohne Mitwiffen des Kapitäns mißhandelt wurden. Die vier Nuffen, wovon drei der Verhandlung beiwohnten, schifften sich zu Memel in Preußen ein und zahlten die Fahrt bis England. Während der Reise verlangten die Matrosen Geld von ihnen. Dieser Anforderung konnten sie nicht genügen, da sie unbemittelt waren. Sodann wurde einer von den Juden an den Mastbaum gebunden und gepeitscht und acht Eimer Waffer auf ihn gegoffen. Der zweite, welcher sich weigerte, seine Kajüte zu verlaffen, wurde herausgezogen; auch über ihn schüttete man Waffer und schmierte ihm fettes Schweinefleisch über den Mund. Der dritte, der ein alter Mann ist, entging der Mißhandlung; der vierte aber entzog sich der Mißhandlung, indem er den Matrosen einen Thaler gab. Als die Männer das Schiff verließen, sagte der Kapitän, sie sollten nicht erwähnen, daß sie die Reisefahrt bezahlt haben. Herr Phillips (Mayor) sagte, erbefürchte, die Obrigkeit könne, wenn das Schiff in Plymouth Sound liegt, die Sache nicht in Verhandlung nehmen. Herrn Klymann wurde dann anempsohlen, sich an Herrn Cleverton, Sekretär des Magistruts zu Saltasch (Plymouth-Sound) zu wenden." Das genannte Schiff gehört zur hiesigen Ryederei, ist von hier nach England ausgefahren und hat vor wenigen Tagen wieder hier sich vor Anker gelegt. Eine solche schändliche That, wie die obenerwähnte, an armen, wehrlosen Menschen auf offener See verübt, darf nicht unbestraft bleiben. Wir müffen Alles auf bieten, um die Schuldigen zur Strafe zu ziehen. Wem bei der weiten Verbreitung dieser geschätzten Blätter dieses zu Gesichte kommt, der irgend etwas aus unmittelbarer Erfahrung von der Sache weiß, was zur Beweisführung gegen die Schuldigen dienen könnte, — derselbe wird auf das Freundlichste ersucht, solches dem Unterzeichneten miltheilen zu wollen. Mittlerweile soll nichts unversucht bleiben, was zur Ueberführung der Schuldigen, gegen welche ein Verfahren bereits eingeleitet ist, dienen könnte. Memel, den 10. December 4867. Dr. Rülf, Prediger der Syn.-Gem. Lehrer-Stelle vacant! In der israel. Gemeinde zu Fierfeld (Großh. Heffen) ist die Stelle eines Religionslehrers, Schächters und Vorbeters vacant. Dieselbe bringt ein Fixum von 360 fl., freie Wohnung nebst einem Garten, welcher 25 fl. jährlich einträgt, und circa 150 fl. an Rebenaccidentien Geeignete Bewerber wollen sich wenden an den Vorstand Ludwig Haas. ei der israelitischen Neligionsgesellschaft in Darmstadt ist die Stelle eines Lehrers und Vorsängermit einem jährlichen fixen Gehalt von fl. 600 per 1. Januar 1868 vacant. Qualificirte Bewerber belieben sich unter Vorlage ihrer Zeugniffe bei'm Unterzeichneten zu melden. Der Vorhand. Jonas Maier. in seit 8 Jabren im Amte stehender musikalisch gebildeter Cantor, mw und *mp, der auch befähigt ist, in der Schule mitzuwirken, in den besten Jahren, mit einer kleinen Familie, dem gute Zeugniffe zur Seite stehen, sucht, um sich zu verbessern, eine seinen Fähigkeiten angemeffene Stelle. Reflectirende wollen sich gütigst unter Chiffre 8. L an den Redacteur des „Hamagid", Herrn Rabbiner Silber mann in Lyck, wenden. em anonymem Einsender (Ausgabe-Station Nördlingen) eines d“& (Tractat rrcna war doppelt dabei), für die israel. Lehrerbildungs-Anstalt dahier, wird der richtige Empfang desselben hiermit seinem Wunsche gemäß durch diese Blätter bestätigt. Würzburg, den 23. Kislew 5628. Seeligmarrn Bär Bamberger, Distr.-Rabb. Eine der billrgsten Zeitschriften ist sicher die „Waldenöurger Zeitung," dieselbe erscheint dreimal wöchentlich, Dienstags, Donnerstags und Sonnabends für nur 121/» Sgr. vierteljährlich. Dieselbe ist politischen, lokalen und unterhaltenden Inhalts. Inserate finden bei billigen Bedingungen große Verbreitung. Jede Postanstalt nimmt für diesen Preis auf diese Zeitung Bestellungen an. Briefkasten der Redaktion. Herrn S. K. in K. L.: Richtig empfangen. — Herrn H. B. in Wien: deßgleichen. — Herrn Dr. S- A. in F.: In emer der nächsten Wissenschaft!. Beilagen. — Herrn P. in Cref.: deßgl.—