Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 43 (23.10.1867)
- Date
- 1867-10-23
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2446951-2447291-2447333--05569-2461082- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
74? lig sich an die Regierung gewendet, um ein Stück Feld für eine« jüdischen Friedhof zu erhalten, was ihm auch gewährt wurde. Die „Provinzial - Government - Gazette" belichtet, daß der Superintendent, die Herren W. R. s. Samuels und Henry Levy als Borffeher über den jüdische« Friechof daselbst ernannt hat. (Jew. Chron.) Feuilleton» O'D^rp -«Ö 7>'I (Sjallmt -er Nabbinrr. Erste Centurie. Po« E. Carmoly. (Fortsetzung.) 23. omuN na R. Henoch b. Abrham, ein gelehrter Rabbiner aus Polen, ward geboren in Posen, wo sein Vater R. Abraham b. R. Jechiel Michel, Richter (Dajan) war. Seine Mutter war die Tochter des berühmten R. Jehußa Löb Henoch'ö Altschul (p"n), der als Ober- Rabbiner von Posen 1620 gestorben. Henoch genoß von seinem Vater die sorgfästigste Erziehung, und bekleidete die Rabbinerstelle in mehreren Gemeinden Polens, runos nnnro ni^np ncaa d"-i fy '"3N n"w, unter andern in Gnesen. Hier schrieb er eine Selicha: pnai 'n pjn, für den Fasttag den 20. Sivan, über die blutige Verfolgung der Juden 4648 in Polen. Später wurde er als Prediger in Posen angestellt, aber 1656 theilte auch Posen das Geschick der polnischen Gemeinden. In Folge dieser Ereignisse verließ Henoch sein Vaterland und irrte lange in Holland umher, wo er um's Jahr 1657 sein Merkchen: d-'mpn, no’i, in Amsterdam herausgab. 3V Jahre 1658 lebte ex in Prag, in welches KW er den 13. Jiar, einen ffommeptar yrm Psalm s veröffentlichte. Von Prag kam er nach Deutschtand, wo er 1659 sy Mcklich war. als Rabbiner in Oettingen angestellt zn werden. Da seine Frau in Polen umkam, so heirathete er eine zweite, Adel , Tächter des Jsaac GmKburg von Worms, eine Wenkelin desberühmten Siyion Günsburg. Henoch b. Abraham war ein fruchtbarer Schriftsteller, er verfaßte 10 Werke, von denen uns f*w <Sn*r kel , Henoch b. Jchuda, folgendes Verzerchniß hinterließ: 4) yum n"« no -flto, einen CommentapzuM Tur Orach Chaj'i'm, d. i. die erste Ordnung Werkes oniü j?3"i« von Jacob b. Ascher, und dessen Compendium iiip jrfr», von Joseph Caro. 2) obiy nna, Predigten über den Pentateuch. 3) nwn, Synagogal-Vorträge, eine große Samm^ lung. 4) n'Dnwn) *]dv> HD’?, Disputation zwischen Joseph und den Stammhäuptern, von dem wir bereits' oben gesprochen haben. 5) ‘pDtc'n idid, eine Schrift über Moral. 6) N£nö, eine hebräische Sprachlehre. 7) mioon by »n’B, einen Commentar über die Maffora. 8) by t&n’B, einen Commentar über die Psalmen, von dem der Psalm 83, wie bereits erwähnt, , in Prag 1658 erschienen ist. 9) oni33 nntfio, Derascha's aus Nr. 3 genommen und in Frankfurt a. M. 1708 gedruckt. 10) mmßyni Rechtsgutachten, eine große Anzahl, von denen viele im m?n» r»»3 n>"»* abgedruckt sind. R. Henoch starb zu Pfersen; die Zeit seines To des wird von seinem Enkel nicht angegeben. Erhinterließ vier gelehrte Söhne und mehrere Töchter. Eine seiner Töchter war in Fürth verheirathet, welche einem Sohn, Namens R. Henoch Fürth hatte, der als Talmudist bekannt wurde. (Fortsetzung folgt.) ANZEIGEN. (Gingesand t.) Bei meinen Pilgerreisen behufs Spenden nach dem heil. Lande besuchte ich auch jedes Jahr Fra n kfurt a. M. Ich fand immer willige Geber und mich stets befriedigt. Bei meiner jüngsten Spendensammlung daselbst wurden meine Erwartungen fv übertroffen, daß ich nicht unterlassen kann, meinen herzlichen. Dank den edlen Gebern hiermit össentlich auszufprecheN'. Tischri 5628. Joseph Vlumenthal aus Paris.