Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 41-42 (10.10.1867)
- Date
- 1867-10-10
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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717 Israelitisches Menstonat für Junge Mädchen in der Straße Four-du-Cloitre, 13, Metz, (France). Geleitet von der Frau MORHANGE geborene EMERIQUE. Die zahlreichen Schülerinnen, welche schon in dieser Anstalt gebildet worden sind, so wie die ehrbaren und angesehenen Familien, welche fortfahren, der Vorsteherin ihr Zutrauen zu schenken, find gewiß die sicherste Garantie ihres unermüdeten Eifers und der Sorgfalt, mit welcher sie den Unterricht und die Erziehung der jungen Mädchen leitet. Das Zi^ und das mütterliche Bestreben der Vorsteherin ist, der ihr anvertrauten Zöglinge, durch die Principien der Religion, Herz und Geist zu bilden, indem sie denselben einen gründlichen, dem jugendlichen Verstände angemessenen Unterricht ertheilt. Der moralische und religiöse Unterricht, die Grundlage einer guten Erziehung, wird mit vieler Sorgfalt der Jugend eingeprägt. Gute Gewohnheiten, gute Haltung, ein artiges Benehmen, sind der Gegenstand einer besonderen Aufsicht. Ausgezeichnete Lehrer ertheilen den Unterricht in den verschiedenen Wissenschaften, und mehrere Lehrerinnen unterstützen die Vorsteherin in den Klassen und in der Anstalt. Die Wohnung liegt im Mittelpunkt der Stadt, ihre günstige Lage zwischen Hof und Garten, geräumige luftige Säle und Schlafzimmer, ein sehr großer Garten in der Nähe der Stadt, gesunde Nahrung, gymnastische Uebungen, mehrere Promenaden in der Woche, tragen zur Gesundheit und zum Vergnügen der jungen Mädchen bei. Eine Lehrerin schläft in jedem Schlafzimmer. Die Wissenschaften, welche mit m die Kosten der Pension einbegriffen, sind: Religiöser Unterricht, hebräisches und französisches Lesen und Schreiben, Uebersetzen der Gebete, französische Sprache, Rechnen, allgemeine Geschichte, Geographie, Wektbeschreibung, Götter- und Naturlehre, elementare Physik und alle weibliche Handarbeiten. Musik, Gesang, Zeichnen, Tanz, deutsche und englische Sprache, gymnastische Uebungen werden besonders vergütet. Jedes junge Mädchen bringt beim Eintritt in die Pension ein silbernes Besteck mit ihrem Namen darauf, 3 paar Betttücher, 6 Kopfzügen, 18 Servietten und soviel Wäsche mit, um damit einen Monat auszureichen. Die jungen Mädchen tragen eine Uniform, wenn sie ausgehen, dieselbe muß in Metz angefertigt werden. Der jährliche Preis der Pension ist 650 Frs. und wird in Trimester voraus bezahlt. Keine Schülerin wird auf eine kürzere Zeit als ein Jahr ausgenommen. Sobald ein Trimester angefangen ist, wird der Preis dafür ganz entrichtet.