Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1867-01-30 · Heft 5 (30.1.1867) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 5 (30.1.1867)
Date
1867-01-30
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2446951-2447291-2447297--04866-2460343
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

83 Aufruf zur Mildthätigkeit. TheureGlaubensgenossen,gel.iebteBrüder und Schwestern! Unsere israel. Gemeinde befindet sich in großer Noth. Wir hatten bisher eine kleine, armselige Hütte, in welcher unsere Andachten gehalten wurden und der Lehrer höchst traurig wohnte. Jahrelang haben wir und unsere Väter uns damit gequält, jahrelang die Restauration des der Erbauung gewidmeten Hauses verschoben; aber es war nicht möglich, früher zu helfen. Alter und Gebrechlichkeit, Regen, Schnee und Sturm haben endlich das klägliche Gebäude in Trümmer geworfen — unsere Synagoge ist eine Ruine! Nun wollen und müssen wir bauen, wollen und müsien ein, wenn auch nur bescheidenes Haus aufrichten, das als Synagoge, Schule und Lehrer- Wohnung dienen soll. Aber unsere pekuniären Mittel, da wir nicht viele Familien und darunter viele mit geringem Vermögen sind, reichen bei weitem nicht hin, das gute Werk auszuführen. Mit Anstrengung aller unserer Kräfte haben wir selbst circa 400 Thlr. als Fundamentalsumme aufgebracht — allein nun fehlen noch 2000 Thlr.! Nun wenn unsere lieben Glaubensgenossen uns beistehen und uns nach ihren Verhältnissen milde, brüderliche Gaben spenden, nur dann werden wir unser heißersehntes Ziel erreichen. Theure Brüder und Schwestern! Ihr habt ja schon so oft und so vielen geholfen, o darum bitten auch wir Euch herzlich und dringend: Helfet uns ein Gotteshaus bauen. Zuversichtlich hoffen wir daruf und danken Euch ewiglich schon im Voraus dafür. Und der Herr wird's Euch vergelten. Die Gaben wolle man an den Unterzeichneten Vorstand senden. G'oß-Umstadt, Provinz Starkenburg, im December 1866. Der israelitische Vorstand M. Lichtenstein. Lob Kilb. in geprüfter Lehrer (Israelit), der seit 4 Jahren an einer öffentlichen Bürgerschule, sowohl in den Realien als in den klassischen Wissenschaften unterrichtet, und über seine Qualification und Thätigkeit in Besitz der günstigsten Zeugniffe ist, sucht zum 1. April d. I. eine angemeffene öffentliche Lehrerstelle. Gefäll. Offerten nimmt die Exped. d. Bl. unter Chiffre 2. 66 entgegen. ie hiesige Gemeinde sucht einen Religionslehrer, der zugleich die Functionen eines Vorbeters und Schächters versehen kann, sofort zu engagiren. Fixer Gehalt fl. 300 nebst freier Wohnung. Unverheirathete Bewerber belieben sich zu wenden an W. Rosenbaum, Koscher Käs - Handlung. Memmingen in Bayern, im Januar 1867. ir suchen für unsere Synagogen-Gemeinde eine« talmudisch-gebildeten Religions,- Elementarlehrer und Cantor von streng-religiösem Lebenswandel, der gleich oder bis zum 1. September eintreten kann, und bewilligen einen Gehalt von circa Thlcn. 400, incl. Privatstunden nebst freier Wohnung. Reflectirende belieben sich franco zu melden an den Vorstand Meyer Cahen. Mühlheim a. Rh., 13. Januar 1867. tm 1. April dieses Jahres wird eine Lehrerstelle an unserer Schule vacant, welche mit einem Gehalte von 250 Thlr., einschließlich Wohnung uno Heizung, verbunden ist. Reflectanten belieben sich unter Einreichung ihrer Zeugniffe bei dem Unterzeichneten Schulvorstande baldigst zu melden. Wünschenswerth wäre es, daß der anzustellende Lehrer den Chorgesang zu leiten vermöchte. Märkisch-Friedland, den 18. Januar 1867. Der Borstund der israel. Stadtschule. ie hiesige israelitische Cultusgemeinde sucht einen Religionslehrer und fin von streng religiösem Lebenswandel, vorerst aber nur in provisorischer Eigenschaft. Auch die navittf könnte mit übernommen werden und sich dadurch die Stelle um Vieles verbeffern. Reflectirende wollen sich sogleich wenden an David Kohn, Cultusvorstand. Wassertrüdingen, in Bayern. DE" Wichtige "EU Anzeige für Mruchleidende. Wer die vortreffliche Kurmethode des berühmten Schweizer Brucharztes, Krüsi-Altherr in Gais, Kanton Appenzell, kennen lernen will, kann bei der Exped. d. Bl. ein Schriftchen mit Belehrung und vielen 100 Zeugnissen in Empfang nehmen. Empfehlung. Das obrigkeitlich - autorisirte Gommissions- und Schreiößureau des Seligmann Lazarus Skutsch, Löwengrube Nr. 22 in München, empfiehlt sich zur Vermittlung von An- und Verkäufen, Abschließung von Geschäften rc., sowie zu schriftlichen Arbeiten aller Art auf's Angelegentlichste.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.