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Der Israelit · 1866-06-20 · Heft 25 (20.6.1866) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 25 (20.6.1866)
Date
1866-06-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
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426 „vergessen lassen, daß die ostentPiscke Frage, welche „schon einmal die RegieWngKn MdßHie^MlMHv^^ „wirrt hat, aufs Neue LerHrziPrete« rUd^ein^sM „ernste Weltlage herv^Mufm drohtT^ „An dem Tage, an welchem diese Frage eine „definitive Lösung fordern wird, dürfte vielleicht Eu-- „ropa m unlösbare SchwieriHkeiM..Mathen „Die ^-lomatischm-MtrentzWhU'^ RMek ü«r „bis zu unfruchtbaren Versuchen reichen; aber dw „Gegenwart, deren Geist der Gerechtigkeit und E „Menschlichkeit das System gewaltsamer 'Eroberungen „durch Feuer und Schwert verwirft, besitzt andere, „mächtige Waffen und macht die glänzendsten Eroberungen auf dem friedlichen Wöge dpr Mvilisatko«. „Was würde nun wohl zu thun sein, um ernsten „Verwickelungen zuvorzukommen, UM den Orient neu „zu beleben, indem man ihn: den Geist oer abendländischen Civilisation einhaucht? - „Einrs der mächtigsten Mittel für diesen Zweck „würde die Gründung einer großen Gesellschaft von „vorwiegend internationalem Charakter fein, welche „die besonderen Interessen der verschiedenen europäischen _„Mächte mit denen der Civilisation Einklang zu .. „bringen hätte. Diese Gesellschaft würde dem Occident / „neue und ergiebige Quellen des Neichthums eröffnen; „sie würde für den Orient ein wirksames Mittel * " „bdr sittlich n (?) Wiederbelebung werdendste würde „aalen Nationen, welche sich daran beteiligten große ^Ehre und großen Vortheil bringen. „Diese Gesellschaft könnte etwa folgendermaßen „sich dem europäiichen Publicum darstellen: „Die internationale orientalische Gesellschaft zum „Zweck: W» „Die Entwickelung des Ackerbaues, der Industrie, „des Handels, und der öffentlichen Arbeiten im Orient „und namentlich in Palästina zu begünstigen; „Von der türkischen Regierung Prioilegiek Utto „Monopole sowohl in Konstantinopek als auch in anderen Theilcn des Reiches, namentlich 'die Abtretung „und allmähliche Ueberlafsüng von Ländereien in „Palästina zu erlangen; . „diese Läri-ereien an Colonisteu zu/übertragen „und auf diese Weise die ColonosimnI der fruchtbarsten-Ebenen des heiligsten Landes ins Werk zu ,-setzen- , „ ,Kas türkische Reich enthalt ReichHümer jeder „Art, die, wenn sie von einet mächtigen Compagnie ,^msgebemet würden, die glänzendsteu-Erfolge ergeben „könnten. Mer die Pforte besitztweher die Mittel „noch die nptHjgeu Kräfte, um diejenigen .PrWch „ycn allgemeiner Nützlichkeit zu schaffen, üssd zum „guten Ende zu führen, welche die. inMe EntwsskMng „des MomanisLen Reiches gebieterisch' er.heiM; auf „Me Ägenen Kräfte cheschränkt', sie , Mer jbre „Einkünfte'vetikehren noch sich Ü6U6'; fielst Ätzung zu gewähren e, welche die einzigen iand eines Landes zu «unfähig eine energische „dein Ackerbau Md Her „Mittel darbieten, dm Wo „befiMdrn. ^'„Der Occident nun, in welchen schöpferische Kräfte „in Ueberfluß vorhanden sind, dem es an den noth- „wendigen CapitaKen nicht feM, kgm aus^ diesen „günstigen, von der Türkei g-btztmM MstkiMn den „größten Nutzen ziehen, indem er ein Werk in die „Hand nimmt, das voraussichtlich die glänzendsten „Erfolge krönen werden; man muß jedoch neue Kombinationen auffinden, die sich zugleich mit der Billigung der europäischen Mächte der Unterstützung der „Hohen Pforte zu erfreuen haben; daher muß die „Gesellschaft, um ihre Kräfte nicht zu zersplittern, aus „gewissen besonderen Umständen, rn denen dks Türkst /sich gegenwärtig befindet, Nutzen ziehen, und so bietet „sich Palästina als das dasjenige Land Lar, wel- , ches am geeignetsten ist, zuerst das Feld der Nhätig- „keit der zu gründenden Gesellschaft zu werden. „Der Boden Palästinas bedarf bekanntlich nur „der Bearbeitung , um reichlichen Ertrag zu liefern; „es ist dieses eins der merkwürdigsten und fruchtbar- „sten Länder des Erdbodens; man begegnet daselbst „den Producten aller Breitengrade, und die Ansiedler „aus Europa finden dort das Klima ihrer Heimath „wieder. Der Handel und die Prioütindustrie, welche „das Werk des Ackerbaues vervollständigen, werden „eine große Anzahl Kaufleuts, Kolonisten, chv und „isr. Capitalisten dorthin ziehen. „Fürdiese Wiedererhekung des Orients „wird in Folge des Erwachens des religiösen Gefühls das Dahinströmen der Israeliten eine große Beihilfe sei«, jker.eH „schätzenswerthe Eigenschaften Palästina „nur zu großem Vortheile gereichen können. „Nachdem die Gesellschaft in Konstantinopek und „in anderen Städten des türkischen Reichs Handels^ „comptoire errichtet haben wird, wird sie in Jaffa „einen Hafen und von da einen Schienenweg nach „Jerusalem erbauen. Die ans dev Route dieser Eisenbahn liegenden Ländereien würden von E Türkei „der Gesellschaft abgetreten, werden, welche sie.aF „israelitische Ka mitten verkaufen könsttH. „Dsiese--würden hie Cylonjen zur höchchysl „ B l üthe e u tff alten d u r ch -d i a U o t e r M H u n g „und die HändearHeit derjenigen ihrer „Glaubensgenossen, deren Liebe für das „alte Vaterland noch ebenso glühend wie „ehedem geblieben ist. Specfalcomitö's „wstrden auf ihre Kosten- Istadkit^iv aus „Ma'r'ocko, Pöl^n, der Moldau, deü: WA ,^aPeff, dem OttLnt, aus ÄfrKä Ä: „fendrn. '

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