Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 2 (13.1.1864)
- Date
- 1864-01-13
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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ßkllk-Oksmß * Ein junger Mann, im Besitze einer schönen Handschrift und von angehmem Aeußern, der seine vierjährige Lehrzeit in einem Kurzwaaren-Fabrik-Geschäste bestanden und in demselben Geschäfte bereits eine Zeit lang als Commis servirt hat, sucht in ein ähnliches Geschäft, aber nur in ein streng religiöses Haus als Commis oder Reisender einzutreten. Franko-Offerten 8uk Nr. 3 beliebe man an die Exped. d. Bl. zu richten. Xnnones. Ein junger Mann (Talmudist), der hebräischen, deutschen und französischen Sprache, sowie der doppelten Buchhaltung mächtig, und der bereits 4 Jahre an einer Schule unterrichtet hat, sucht eine Stelle. Auskunft ertheilt aus Gefälligkeit Herr vr.Lehmann in Mainz auf frankirte Anfragen sud Nr. 1t. /An junger Mann, 17 Jahre alt, welcher den Handels-Cursus in einer polytechnischen Schule absolvirte, seit einiger Zeit in einem Waarengeschäfte thätig ist, wünscht zur Erweiterung seiner Kenntnisse in ein jüdisches Ln - xros-, am liebsten Weingeschäft, das an Sabbath- und Feiertagen geschlossen ist, einzutreten. Näheres bei der Exped. dieser Zeitung auf frankirte Anfragen sud Nr. 14. (7^n einem Bankgeschäfte Norddeutschlands, welches an Sabbath- und Festtagen streng geschloffen ist, kann ein Lehrling placirt werden. Kost und Logis müßte sich derselbe selbst stellen. Schulkenntniffe sind erforderlich. Nähere Auskunft wird Herr Dr. Lehmann gerne ertheilen, an welchen die Offerten auch franko sud 454 zu richten sind. Für die Familie Schott ist weiter gesendet worben: Durch Herrn Rabbiner D. S. Waller st ein . . . . . . fl. 1. 24 kr. Uebertrag aus Nr. 47 des Israelit vom vor. I. . . . . „ 306. 25 „ Gesammtsumme fl. 307. 43 „ Recht herzlich dankt E. Gutmann, Margarethengaffe Nr. 2 in Mainz. In einem Weißwaaren-Geschäft, welches Samstags und Feiertage geschloffen ist, wird ein Reisender gesucht, der bereits in dieser Branche gearbeitet hat und schon längere Zeit darin gereist ist. Franko- Offerten find zu richten an die Expedition dieses Blattes sud 474. Bestellungen für auf nächsten fiOÜ nimmt entgegen A. Loeb, Kirschgarten Nr. 19, Mainz. Dringende Bitte. Es hat dem Lenker der menschlichen Schicksale gefallen, «ine» der edelsten und gottgefälligsten Männer unserer Gemeinde, nach einem zweimonatlichen schmerzlichen Krankenlager, am 3V. v. M. in eine bessere Welt abzurufen. Der Verstorbene, Herr Samson Zuckermandel, 57 Jahre alt, hatte die zweifache Berufspfltcht eines Rabb. - Assessor- und eines Talmudlehrerzu erfüllen, und hatte sich in Beiden ais ein Mann von tiefem jüdischen Wissen, und warmer aufopfernder Religiosität, so wie als ein biederer, friedliebender Freund gegen Jedermann treu bewährt. In ihm hat die Gemeinde einen ihrer gelehrtesten, frommgläubigsten Mitglieder, die Schule einen der tüchttgsten und strebsamsten Lehrer, und die Lehrer einen bewährten, ihnen unvergeßlichen Freund verloren. Leider hatte der Verblichene das armselige Loos mit dem größten Theil des Lrhrerstandes gemein, daß er außer seinem guten Namen seiner zurückgebliebenen zweiten Gattin nichts hinterließ, alS eine namhafte Schuldenlast und vier unmündige Kinder zweiter Ehe, wovon das Netteste kaum das fünfte Lebensjahr überschritten, und daS Jüngste noch ein Säugling ist. In Fo'ge einer auf dem Synagogenplatze von unser«, hochw. Herrn Rabbiner gehaltenen Leichenrede und eifriger Anregung deS lobl. Gkmeindevvrstandes, haben die hochherzigen Gemeindeglieder ihre tiefempfundene Theilnahme dadurch an den Tag gelegt, daß Sie noch Angesichts der Leiche des Dabingefchiedenen «ine» Sammlungöbetrag von mehreren Hundert Gulden zu Händen deS löbl. Vorstandes opferfreudig niederlegten. Dieses Kapital jedoch ist öei weitem noch nicht hinreichend, die dringende und sofortige Erhaltung und Verpflegung der arme« Verlassenen, vielweniger die künftige dauernde Existenz der Wtttwe und Waisen zu decken und zu wahren. Der Gefertigte wagt demnach, im Namen der Bedrängten, im Namen der Nackten, die nach Bedeckung, der Hungerigen, die nach Nahrung und der Schutzlosen, die nach Hilfe und Rettung j mmern. Euch, verehrte jüdische Brüder und Schwester«, deren WohlthLtigkeitssinn sich in jeder Brdrängniß treu bewährt hat, um Milde und Srbarmung anzuflehen: Oeffned Eure im Gebe« geübte» Hände, spendet nach Liede und VermögenSkrast, nur spendet schnell, und der Allmächtige wird Surr Thun mit Wohlgefallen emfnehmen und Euch segnen. U«g-Brod, 4. Dezember 1863. A. Dattelbaum, Oberlehrer. Mldthättge Beiträge wird der hiesige löbl. Gemeindevorstand dankend «ntgegennebmen, und die Redaktion des , Israelit* auf Verlangen vrröffemlichen.