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Der Israelit · 1864-01-13 · Heft 2 (13.1.1864) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 2 (13.1.1864)
Date
1864-01-13
Page
– (sequence 11)
Language
German
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26 er von seinem Vorstande den Doctortitel, er muß daher auch verstehen, einige dem Geschmacke entsprechende Reformen einzusühreu; in vielen anderen Gemeinden ist entweder Wise's. Einhorn's oderMerzbacher's Gebetbuch eingesührt. (Schluß folgt.) Feuilleton. Dichtungen von / /U. Vei»Ut»HL. 1. Erdenpracht. Johanneswürmchen brüstet sich: „Wer nennet noch ein Würmchen mich? Seht Glanz und Pracht bei mir gepaart, Und sagt, ist das Jnsektenart?" Da kommt der Tag und weicht die Nacht, Und aus ist's mit Scheinwürmchens Pracht. — Das Menschenkind erregt die Menge Mit seinem irdischen Gepränge. Bricht einst der lichte Morgen an, Mit Deinem Glanz ist's abgethan. — (Miär. III. 82.) 2. Der Greis. Mit znr Erde gesenktem Blicke schleichet der Greis; Sucht er die Jugend, die er verloren? — Sucht er das Plätzchen, das Ruhe ihm gibt? — 3. Ehret den Greis, der unverschuldet sein Wissen vergessen; Hielt doch Moses auch einst göttliche Scherben in Ehr'. 99.) 4. „Haben wir nicht alle einen Vater?" Als einst der Engel Schaar gerettet sah Das Volk des Herrn und seinen Feind vernichtet, Da wollt' sie stimmen an Halleluhjah Dem Richter, der nach strengem Recht gerichtet. „Schweigt!" rief des Schöpfers mächtiges Gebot, „Was sollen mir des Jubels Hochgesänge? Den Vater freu' es, wenn ihn zwingt die Roth, Zu züchtigen sein Kind mit Richters Strenge?" -- (Sanbeä,-. 39.) 5. Geist und Körper. Irdisches nichts mehr zu fassen vermag, ist der Raum ihm gefüllt; Aber es fasset der Geist, je mehr er empfangen, stets mehr. (Laravtiot 41.) 6. Weis' die Begierde zurück! scheint sie auch Bettlerin nur; Scheint sie auch Bettlerin jetzt, bald wird sie Herrin Dir sein. (8uooa 52.) 7. Unersetzlicher Verlust. Welchen Verlust Du erlitten, die Zeit, sie kann ihn ersetzen; Aber verlierst Du Dich selbst, nimmer ist möglich Ersatz. 8. Gott allein ist die Herrschaft. Nimmer beliebt's der Natur, für ewig demselben zu .ignen; Was Du besitzest so fest, morgen entreißt sie es Dir. 9. Beim Anblick einer Photographie von Hebron. Wollet nimmer den Juden als Bürger des Staates erkennen; Aber die heilige Stadt, gäbet ihr sie ihm zurück? — Den Manen Moses Mendelssohns. (An seinem Geburtstag, den 4. Januar.) „Ihr seid nicht werth, sie zu besitzen, Die großen Männer allzumal, Die mit des Geistes feur'gen Blitzen Erhellt des Dunkels düstres Thal. Was kündet, daß ihr ehrt die Manen Der Männer, die für euch gelebt? Was zeigt, daß Dank ihr wißt den Ahnen, Die stets das Edelste erstrebt?" „Des Marmors künstliche Gebilde, Wir haben dankbar fix geweiht, Den Männern, die der Kunst-Gefilde Gewidmet Geist und Herz und Zeit. Wir ließen Erzgebilde schaffen Für die von künstlerischer Hand, Die einst geführt die Wucht der Waffen Im Kampfe für das Vaterland.-

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