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Der Israelit · 1863-05-27 · Heft 21 (27.5.1863) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 21 (27.5.1863)
Date
1863-05-27
Page
– (sequence 11)
Language
German
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253 durch die Kehle jagt. -ns zerstreuen (Ps. 147, 16) und verschwenden (Sprw. 11, 24), reichlich austheilen. Davon ausbreiten (Richter 8, 25). Trans-- ponirt von scheint piis freier offener Platz (idiä. 5. 7) und nis, Städte ohne Mauer (Ester 9, 19) Endlich Hab. 3, 14 Oberhaupt der Feldherrn d. h. der König, womit sich ein erneuter Beweis ergibt für meine oben entwickelte Entstehungsart des Subst. -w — die gefährliche Lepra (seabies ju^is) aus weil der Aussätzige mit furchtsamer Scheu gemieden, wie noch heute, in entsetzlicher Abgeschiedenheit leben muß. Ebenso scheint aus 7NL entstanden. 12 Verfolger, der uns übel will, das Nebel selbst. Und die Vaterlandsliebe läßt die Fremde als das größte aller Nebel erscheinen, deshalb vertreiben, verstoßen, verjagen und (wovon Obadj. 1. 20. Wegführung ins Exil) unter Verwechslung der lüyuläa« Literae wie Jes. 13. 22, s. v. a. nnw und trennen, schneiden, dem nahe steht "irw (1. M. 15. 10) zerschneiden, vn (Ps. 119, 20) zermalmen, zerschlagen 2^ (Zeph. 33) abschneiden. Ps- 31. 23. ist eine Versetzung v. ->?). Davon p-u die Axt, mit der man haut, schneidet. Dieselbe Wortgestaltung zeigt sich auch in c^li, das vertilgen bedeutet und dem Ewigen der Art weihen, daß es niemals mehr gelöst kann werden. Eine solche Weihe ist aber nicht weniger eine Art Vertilgung, nachdem der gebannte Gegenstand für den gewöhnlichen Gebrauch entzogen bleibt. (Fortsetzung folgt.) (Eingesandt.) TW NNOl Sabathliche Synagogengesänge, comp, von A. Grünzweig, ist der Titel einer soeben erschienenen, 39 Nummern enthaltenen Sammlung für Quartett und Chor. — Obwohl wir das Werk, seinem Titel nach, nicht ohne eine gewisse Antipathie in die Hand nahmen, da über den Zweck und Nutzen eines derartigen Werkes die Ansichten variiren, so wurden wir doch nicht wenig überrascht durch die gewaltige und doch einfache, schwungvolle Harmonie, den feierlichen Ernst und die erhabene, würdevolle Haltung, mit welcher der Componist die einzelne Gebetstücke bearbeitet hat. Fern von allen modernen Künsteleien, leuchtet das Bestreben des Tonkünstlers überall durch, daß es ihm heiliger Ernst ist, zur Verherrlichung des Gottesdienstes nach besten Kräften mitzuwirken, und hat derselbe die Aufgabe, unserer Ueberzeugung nach, glänzend gelöst. — Ueber den Zweck des Werkes sagt der Verfasser in dem Vorwort: „Werfen wir nur einen flüchtigen Blick in die heilige Räume der Vorzeit, so finden wir den Gesang als den erhabenen Factor, der auf das menschliche Gemüth einzuwirken und die verschiedenartigsten Gefühle anzuregen im Stande ist, schon im frühesten Alterthume vertreten. Das Gebet soll aber die Herzen der Zuhörer zu erhabenen Gefühlen, zur Andacht und Frömmigkeit wecken. Es muß sich daher durch feierlichen Ernst, erhabene und würdevolle Haltung, durch Einfachheit und Auswahl solcher Tonstücke auszeichnen, welche vorzüglich zum Herzen sprechen. Alle profanen Künfteleien, schwierige Coloraturen, die blos den Meister! auszeichnen, den eigentlichen Zweck aber verfehlen,! sollen als zweckwidrig und störend weggeräumt bleiben.! Die Einrichtung, daß einem jeden einzelnen Ge-! betstücke 2—3 Piecen beigegeben wurden, spricht deutlich dafür, daß durchaus keine Neuerungen im Gottesdienste einzuführen beabsichtigt wurden, vielmehr beabsichtigt ist, den Herren Cantoren ein . zweckentsprechendes Hilfsbuch an die Hand! zu geben. Die eingeflochtenen Recitative dürften ebenfalls willkommen sein.! So möge denn dieses Werk an den Pforten der! heil- Stätten den verdienten Eingang finden, und zur Verherrlichung des Gottesdienstes und zur Förderung der Andacht das Seinige beitragen. 6. Anzeigen. Hin Fräulein, das die Hausfrau in der Wirthschaft und zwei Kinder in dem Alter von 7—9 Jahren in den Schularbeiten unterstützen kann, wird gesucht. Hierauf Reflektirende belieben sich an Herrn Victor Löwenfels in Posen zu wenden, der nähere Auskunft zu ertheilen die Güte haben wird.

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