Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 13 (1.4.1863)
- Date
- 1863-04-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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161 Nachruf. Die hiesige isr. Gemeinde, hat durch den (im 56. Lebensjahre erfolgten) Tod ihres Vorstandes, Herrn Pfeifer Habermann einen unersetzlichen Verlust erlitten. Er bekleidete das Vorsteheramt zum Frommen der Gemeinde unausgesetzt 10 Jahre lang und erwarb sich sowohl hierbei als auch im bürgerlichen Leben, von allen Seiten die größte Hochachtung rndw übte er im wirklichen Sinne des Wortes, und war für die hiesige Gemeinde, als auch deren Umgebung, ein Wegweiser zum Guten. Nicht nur in der Nähe, sondern auch von weiter Ferne, hört man das allgemeine Lob seiner großen Mildthätigkeit und der herablassenden Begegnung gegen Diejenigen, welche seine Hilfe in Anspruch nahmen. Daher kam es auch, daß sein Leichenbegängnis am Dienstag den 26. Adar ein so großartiges gewesen. Von der hiesigen isr. Gemeinde fehlte nicht ein einziges Mitglied und waren auch unsere isr. Nachbargemeinden vertreten. Der Protest. Pfarrer und Lehrer, die gesammte politische Gemeinde- Verwaltung, der größte Theil der chriftl. Einwohner von hier und Umgegend standen wie alle Anwesende mit Thränen im Auge am Grabe. Herr B. Rosenthal aus Burghaslach, ein Freund des Verblichenen, hielt eine tief ergreifende Rede, worin er die vielen Vorzüge, unter Anderm auch was derselbe für und 'L" geleistet, hervorhob. Diesem folgte eine herzl. Ansprache des Herrn S. Massenbacher von dort wobei gesagt wurde, daß der Verstorbene trotz seiner vielen Geschäfte sich häufig mit befaßte und eine Stütze des ächten Judenthums war. Hierauf ergriff unser verehrter Distr.- Rabbiner Herr Or. Werner aus Burgebrach, in gewählten Ausdrücken und mit seltenem Rednertalent das Wort, um das Leben und Wirken des Verlebten zu beleuchten und erklärte, wie hier die Worte — 2N2 — ihre richtige Anwendung fänden, in glänzender Weise; worauf zum Schluffe unser Religionslehrer Herr Wechsler noch Worte des Trostes vernehmen ließ. „Des Gerechten Andenken zum Segen," damit wolle sich dessen edle Wittwe, welche in -.v.-i': stets mit ihrem Gatten wetteiferte und auch mit seltener Selbstaufopferung, während des längeren Krankenlagers des Dahingeschiedenen, dessen Leiden durch ihre Pflege, um Vieles erleichterte, seine Kinder und auch wir uns trösten, daß das Andenken dieses edlen Heimgegangnen uns noch lange zum Muster diene und fort und fort Spuren des Segens hinterlasse. Aschbach Die isr. Gemeinde. Nsthgcdrungene Erklärung «. Warnung. Ein gewisser H. Wertheimer, Bassist und Gemeindediener in N Bajom, hat vor Jahren auf sein Vorgeben, außer Dienst zu treten und in ein Dorf zu ziehen, nach vorgegangener Prüfung mit Rücksicht seiner Unkenntniß im Allgemeinen vom Gefertigten eine sehr reservirte Autorisation 7ib2p auf rvSlp erhalten. Inzwischen sind Klagen gegen ihn vorgebracht worden, die seine Gewissenhaftigkeit — sehr in Zweifel ziehen ließen, weßhalb ich ihm auch nach dringenden Bitten und Aufforde- > rungen die Zulassung zur Prüfung und eventuell Ertheilung derauf mp'-w und riw'NL' insolange versagte, bis er sich von dem ihm anhaftenden Verdachte purificire und auch ihm die Ausübung der niLip nu'NV einstweilen untersagte. Besagter H. Wertheimer ging nach Grosz-Kanizsa und ließ sich, ohne vom Vorstände der Cultus-Gemeinde N. Bajom ein Zeugniß über seinen moralischen und religiösen Lebenswandel zu haben, wie mir der Vorstand von daselbst versicherte, und ohne im mindesten einen Grund über die Verweigerung der von meiner Seite, als seinem zuständigen Rabbiner angeben zu können, mit einem mehr als zweideutigen Dokument über irgend welchen genossenen wivV versehen, vom Herrn Oberrabbiner H. B. Fasset eine auf und rvv'NL' ausfertigen. Inzwischen ist Gefertigtem, der die Untersuchung fortsetzte, folgendes Schreiben von glaubwürdigster Seite zugekommen: „Sr. Hochw. Hrn.- Kaposvär. Ehrwürdiger Herr Rabbiner! „Endesgefertigter, sowie auch zwei unterschriebene „Zcugen, bestätigen hiermit, daß H. Wert- Reimer, gegenwärtiger Gemeinde-Diener in „N. Bajon, für mich eine Ente schlachtete „7>-!'L2 ripmv, dieselbe war aber.-is'iv, denn „die 2'12'O nämlich uv'n waren nicht ein- „mal berührt; folglich bin ich verpflichtet, „Ew. Ehrwürden gehorsamst die Anzeige zu „machen. Ew. Ehrwürden ergebenster Diener: Ignaz Geilinger. I. Käufer, als Zeuge. Nathan Kümmelheim, Cantor, als Zeuge. Ich erkläre daher nothgedrungen, genannt. H. Werthheim, als vmn und warne die ehrsamen israelitischen Cultus-Gemeinden vor Verwendung desselben als vmo, bis er die Bedingungen zu einer TNiri vorschriftsmäßig erfülle. Ueber die Glaubwürdigkeit, die gewisse