Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 50 (17.12.1862)
- Date
- 1862-12-17
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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d«r Namerr!des Vorgebirgs der Stürmegab, Und -er? später - den der guten Loffnung erhielt, hat: am S September dieses Jahres eine Feierlichkeit gesehendie erste dieser Art, deren Schauplatz diese fernen LLfer je waren. , Man hat auf diesem so lange Zeit den Wilden -überlassenen Boden, auf welchem nun eine-blühende Englische. Evlonie cihren Wohnsitz aufgeschlagen, ein äsraelitisches. Gotteshauseingeweiht. : - - - - -Die ganze Kolonie, von welcher die iSraelittsche Bevölkerung nur eine schwache Miuvrität bildet, hat «m dieser interessanten heiligen Handlung Theil genommen. Die Behördenwohnten derselben bn; die Zeitungen lieferten darüber ausführlichen Bericht, und der ^Cape Monitor"» brachte' alle gehaltenen Reden. Kl Unsere Privat-Correspondenten in -er ^Capstadt Mecheu öon.dem Eindruck, den diese erstez öffentliche rzeligiöse Feier an den . Grenzen des Kaffernlandes hervorbrachte, und sie thun recht daran., ^ie Zeitungen haben vonderarttgen Festen öfters zu beachten; aber die hier besprochene Feier, erhält durch die. Seltsamkeit des, Ortes, worauf? sie stattfand, und durch.-dienerst seit kurzer Zeit Fuß fassende Civilisation eine-ganz besondere Bedeutung. An den Grenzen i desi! ostindischen Meeres eine Synagoge zu errichten, ist für die Handvoll Menschen, welche den-Plan dazu, gefaßt und. ausgeführt hat, Eine , wahre "Ehre , undmehrerevon den Rednern, welche am)Tage -er Einweihung-das Wort' ergriffen, Lunten auf den Contrast aufmerksam machen, der hier zwischen den geringen Mitteln und der Größe des Zweckes in die. Augen springt. Die Cap-Stadt, welche schon einen Rabbiner besaß, hat nun auch «ne. dem Gott unserer Väter-geweihte Andachtsstätte. ' Am V. September- Nachmittags 4' Uhr',^ fand hie Einweihung statt/ Herr Preusi, welcher zuerst das Äört-' ergriff, erinnerte in beredter Weise an die .MksA.M-iSraeliÜfche»-Aufgabe.'7^ " Vorstand der' Gemeinde-'E das Judeuthurn, als er vor 21'Jahrenam Cap landete, hier fast unbekannt gewesen sei, daß die unglüSsÄigen Verfolgungen der Juden des Mittelalters tu vielen Ländern fast, verschwunden seien. Hierauf bezeichnete er als .seinen.; inrtigsten! Wunsch -den ^Augenblick, - wo. das -WM.! unseres.? großen Gesetzgebers zur- Erfüllung/kommen! wird: ,-Es wird^nur-^ein Gesetz;und einji Recht sein Mr euch^und >für/- den Fremdling,/-der -sich in, eürerEtte aufhalt." ^7 Hierauf schritt' man^zür Vollführüi g der überlieferten Äebungen/' Man legte in eiiü n, ^sten die verschiedenen englischeln^Münzen; dazu Äne Pergamenirdlle / welche Stellen aus der' heiligen Schrift enthielt. J»r sinnbildlicher Bedeutung wurden Ge- Mdekörner ausgestreüt" uüd Wöin und^ OÄ üusgegossen. Zn seinem.erhebend«, ,,-Ge-«te,,--in/.welchem Herr Näb-.Mwicz,--GMich« derMemeinde, den englischen Behörden, für ihren,Schutzgütte,/.spricht, er den doppelten Wunsch aus, daß die Fesseln, in welchen-noch manche unserer Brüder in. derMeltLschmachten, bald gelöst werden möchten, und daß der Geist der Liebe und des Friedens 7die , israelitischen Herzen Zimmer me-r burchdringen Möge.- : 5. . Was bei dieser - Fein einer besonderen ' Religionsgenossenschast besonders hervorgehhben MWördenverdient, sind die Gesinnungen einer unißer^ sellen Barmherzigkeit - welche hier zu Tage getreten find. Unsere Glaubensgenossen am Cap, 'eisiige tausend - Meilen voM Abendland, an einem der Endpunkte ' des geheimmßvöllen? Äfrika's wohnhüfk, lassen/dort nur Worte der Menschenfreundlichkeit, ohne Unterschied des'GläübeNs,' hören: WeniksieNn Gott -Israels verehren, so machen sie keiüin Unterschied zwischen seinen' Kindern. Glücklich und frei im Süden jenes ErdtheiW ddssen nördlicher Wil sie als Sklaven und Opfer-der Pharaonen fach) wie es einer^der Rsdner--^fiMreichlhemerkt^hat7' nichmÄl'''ffe Antheil an allen Schmerzen-' wie an 'allen Hoffnungen ihrer zerstreuten - BrüVsr. Solche 'Gedanken 'auszu> drücken^s sich. miteiner) so -weit umfaffeüden Brüdetzlichkeit zu vereinen, ist wohl die'würdiW unv'imposanteste Eiuweihung. (^rob. Isr.) Briefiasten der Redattiou. Herrn A. B.: Sie Wundern sich darüber, daß die hiesige Religionsgesi die Mikwäh, wit der andern Partei gemeinschaftlich Hat:..es<mag Ihnen zür Beruhigung dienenzu -erfahren/^daß die htrfige,Hikwah.den .strengsten.K»forderungen;ensspricht-^- ,, Lerantw. Aedaktion vi-.»L«hnian», Berlag der-Le RanxHchen H.ofbuchhandlung.j —;;iD»ch-van I.,8 0ttsleben in ^Mainz.