Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 21 (21.5.1862)
- Date
- 1862-05-21
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Men 3?Thlr. 10 Sgr. (Lei -ec Hochzeit seines Sohnefür die Armen des h. Landes gesammelt 8 Thlr. 20 Sgr.). — Durch Lehrer Simon Buttenwieser in Beerfelden im O. W.: In Folge Testaments seiner Mutter der Frau Rabbiner zu Massertr üdingen 6 fl.; von ihm selbst bei verschiedenen Gelegenheiten 2 fl. 24 kr.; Lei einer ll«2-und verschiedenen andern Gelegenheiten gesammelt 5 fl. 57 kr.; zusammen 14 fl. 21 kr. — Durch Salomon Neuburger, Lehrer in Oettingen gesammelt 5 fl. — H. 3- Halgarten zu Winkel a. Rh. 1 fl. 30 kr.; Falk Israel zu Sanghofen 1 fl. 30 kr. — Durch löbl. iSr. Cultuspflege zu Aschbach: Ungenannt 1 fl.; verschiedene andere Ungenannte 7 fl. 26 kr.; Hemm Wolf in Lirchschönbach 1 fl., an Jahrzeittag für Pfeiffer Süß 1 fl.; bei der Verlobung des Fräulein Fleisch mann dahier mit Isaak Heller in Pretzfeld 2 fl. 49 kr.; vom Bruder der Braut Salom. Fleisch mann 1 fl. 45 kr.; zusammen 15 fl. WMlnggiWWtcnuuvCorreDndenzüi. .-4 - Deutschland. Main; den 9. Mai. In Bezug auf die von Göncz datirte Abhandlung, n betreffend, in Nr. 45 und 16 dieses Vl. müssen wir uns eine Berichtigung gestatten. Wir fügten daselbst hinzu: „Ob die Frau den Zeugen widerspricht, ob diese glaubwürdig sind rc., ist für diesen Fall ganz unerheblich, da selbst, wenn gar keine Zeugen da wären, allein in Folge der subjectiven Ueberzeugung des Mannes von der Wahrheit der Anschuldigungen nn'rr'rk nmrr, d. h. dem Manne die zu veranlassende Ehescheidung Pflicht wäre (Meharam Metrani 3,126) und überall, wo b'2 bedarf es der Einwilligung der Frau nicht." ' V Nach genauerer Einsicht in hie verschiedenen Poßkim (v"ep und i'ep p'eo 2*2 arrvr 'r>, 12 Vv rc.) ergibt sich jedoch, daß der oben ausgesprochene Grundsah sulcht fest siebt, sondern der Gegenstand einer Memungsdifferenz ist. Da eS nun bei derartigen Fällen nothwendig ist, zu verfahren, so wird die Entscheidung, ob im vorliegenden Falle ein 2*2 vZ zulässig ist oder nicht, von dem gesetzmäßigen Zeugenverhöre abhängen, und müssen die Zeugen all den Anforderungen entsprechen, welche das Mische Religionsgesetz stellt, damit sie als vnp zulässig feien. 'P21 "W2 2*2 'ZL2 V0NP k^2P1 v'iro O'lp) ___^ bp2 'ZL2 rrrv-P nb2p, rnnp Leranttv. Rrdaktton vr. Lehma»». — Lerlag dar L« 8o»x' Preußen. Magdeburg, den 16. Mai. Unser ehemaliger Rabbiner Herr vr. L. Philippson, hat durch Gesundheitsrücksichten veranlaßt, sein Amt niedergelegt und hat uns seit einigen Tagen verlassen. Derselbe schied ohne Bedauern von unserer Seite aus unsrer Mitte. Die Stelle ist bereits wieder besetzt und ist die Wahl auf Herrn vr. Moritz Güdemann aus Hildeshcim, einen Zögling des Breslauer Seminars gefallen. Wir erblicken in dieser Wahl einen erfreulichen. Fortschritt zum Bessern; denn von Philippson zu Frankel ist ein weiter, weiter Weg. Jedenfalls bietet jetzt Magdeburg das sonderbare Schauspiel nicht mehr, einen Rabbiner ganz ohne rabbinischeS Wissen zu besitzen. Herr vr. G. soll sich in Breslau eine recht tüchtige talmudische Bildung erworben Haben. An ihm ist es nun, die verfallenen öffentlich^ religiösen Institutionen wiederherzustellen und vom öffentlichen Gemeindeleben aus auf die Einzelne» bessernd, erhebend und kräftigend zu wirken. Gerade der bedauerliche, gänzliche Verfall unsres religiösen Lebens bietet die Handhabe zur Besserung. Das jüdische Gemüth kann die Religionslosigkeit auf die Dauer nicht ertragen. In diesen Tagen wurde die Rabbinerwahl natürlich vielfach besprochen, und da ist es in der Thal erfreulich, die allgemein herrschenden Ansichten zu vernehmen. Alles ist froh, daß PH. fort ist. Die jungen Leute sagen: „Wir wollen nicht so handeln wie unsere Eltern, welche die isr. Gemeinde in Magdeburg in Bezug auf Religio» in einen so üblen Ruf gebracht haben. Wenn wir auch nicht Alles halten, unsre Institutionen aber sollen gut sein, damit wenigstens Zstdem Na Möglichkeit geboten werde als echter Jude hier z» leben." Es ist das doch ein Anfang — ist ja doch die Erkenntniß des Fehlende» der Beginn der Besserung, und somit märe die tröstliche Aussicht vorhanden, daß auch in uuserer Gemeinde nach bmger, langer Stagnation das religiöse Lebe» wieder erwache und daß das kommende Geschlecht zur echte«, alten Gesetzestreue zurückkehre. -- Besondere Beweise von Theilnahme siud Herrn vr. PH. bei sein«» Abgänge von hier nicht z» Theil geworden. — sch«» Hostschhavdkmg. — Druckvo» I. Svttslrben t» Mainz.