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Der Israelit · 1862-03-19 · Heft 12 (19.3.1862) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 12 (19.3.1862)
Date
1862-03-19
Page
– (sequence 8)
Language
German
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9b m 36 Er.; Wolf Karps 30 Er.; Libmann Karps 24 kr.; Julius Hermann 30 Er.; Libruasn Heimann 24 kr.; Keium Lehmann Ist.; Philipp Lehmann 24 kr.; Ungenannt 3V kr.; Mendel Grünbaum 18 kr.; Nathan H. Grün bäum 33 kr.; zusammen 15 fl. 48 kr.; abz. Porto 15 fl. 32 kr.; davon die Hälfte für Talmide Chachamim in Jerusalem. — Durch denselben: Jakob Grünbaum 3 fl.; Joel Heymann 12 kr. Durch B. S. Bacharach in Hamburg; die p"n daselbst 4 Lhaler 12 Sgr. p. C. ZeltungSnachrichtcn und Cmrcjpoiideiizcii. Deutschland. Hamburg, 28. Febr. Seit der jüngst berichteten Geschichte mit der Proselytin hat sich nach verschiedenen Seiten und Richtungen hin ein Streben gezeigt, die hiesigen Gemeindeverhültniffe auf bessere Weise zu ordnen und zu renoviren. Inwieweit es gelingen wird, muß die Zukunft lehren. So hat nun die Neformxartei gesucht, sich gänzlich von der jüdischen Gemeinde loszusagen und beim Senat durchzusetzen, daß dieselbe direct unter die Aegide des Staates gestellt werde. Mehrere Versammlungen wurden abgehalten und Circulare in diesem Sinne erlassen. Seit Anfang dieser Woche nun liegen an verschiedenen Plätzen hier Circulüre zum Unterzeichnen auf, die gegen die angestrebte Auflösung der Gemeinde sich aussprechen. Den Wortlaut der Circulä^e sowie überhaupt Näheres später. Hamburg. Ueber die Sonnabend Abend, 1 März, d. iSrael. Gemeindefrage betreffende, abgchaltrne Versammlung, entnehmen wir der „Reform" Folgendes: Wir haben schon von der Supplik gebrochen, welche von Mitgliedern der isr. Gemeinde an den Vorstand derselben gerichtet ist, um diesen zu veranlassen, eine Auflösung der Gemeinde, als eine nothwendige Folge des Art. 110 der Verfassung zu beantragen. Das Comitö, welches diese Supplik In Umlauf setzte, (die Herren S. I. Cahen, vr. Gerson, Ad. Hinrichsen, S. I. Horwitz, S. Israel, vr. John Israel, vr. Lazarus und W. Raphael) hatte eine Versammlung zur Erörterung auf Sonn- Berantw. Redaktion vr.Lehman». abend Abend in den Logensaal berufen ., an welcher circa 400—500 Personen Theil nahmen. Es wurde allseitig anerkannt, daß wesentliche Reformen und Aenderungen der Gemeindeverfassung nothwendig seien, man stritt nur darüber, ob die Auflösung des Geneindeverbandes eine nothwendige und ob sie eine zweckmäßige sei. An der Diskussion betheiligten sich, sür Unterzeichnung der Supplik: die Herren Ad. Hinrichsen (Vorsitzender der Versammlung) S. Robinow, B. Bing, vr. A. R6e, vr. I. LazaruS und vr. Cohen. Gegen die Unterzeichnung sprachen: die Herren S. May, vr. A. May, S. Fries und ein Herr, der uns als Schuhmacher Meyer bezeichnet ward. Alle Redner, mit Ausnahme der vr. Röe, dev sehr versöhnlich sprach und ungelheilten Beifall erntete, wurden von den verschiedenen Parteien, die in der Versammlung anwesend 'waren, abwechselnd mit Bravo und Zischen begrüßt. Schließlich wurde vom ComitL zur Unterschrift der Supplikation aufgeforderl. So weit wir bemerkten, ward nur wenig unterschrieben. (vr. I. Israel, der reden wollte, ward auf der Tribüne plötzlich unwohl und konnte seinen angefangenen Vortrag nicht fortsetzen.) AnmerkLng de- Einsender». Dieser Bericht ist, soviel wir von Anwesenden erfuhren, der Wahrheit getreu mit» gethetlt unv mag wohl der »Freischütz* übertrieben haben, wen» er in seinem Referat über brtr. Versammlung sagt, die Supplikation für Auflösung der Tnneinde sei mit zahlreichen UatersLnften bedeckt worden, selbst von solchen, die vorher dagegen gestimmt hätten. In Wahrheit Unterzeichneten vor Schluß der Versammlung nur Wenige. Aus Baden, 7. März. Mit Ausnahme des OrteS Sulzburg, ist in der Juden- GleichstellungSan-! gelegenheit keinerlei Thätlichkeit mehr vorgekommen.! Auch dort geschahen solche nur in Folge von Agitationen, welche in der Presse die herbste Zurückweisung erfahren haben, durch welche die Hauptbetheiligten ihr Leben lang moralisch compromittirt er-! scheinen. So ruhig die Regierung der Debatte zn-! sieht, so fest entschlossen war dieselbe, die geringste! Thätlichkeit mit unnachsichtlicher Strenge zu ahnden. Die ganze Angelegenheit ist übrigens nach kurzem : Agitiren völlig im Erlöschen begriffen. Was jetzt - noch geschieht, ist Privatvergnügen deS Karlsruher! ultramontanen Organs, das in einer Nummer Br die Theorie der Gleichstellung schreibt, um in der . andern aus dem Taln ud die principielle Sittenlosigkeit der jüdischen ReligionSgenoffenschast nachzn-! weisen. Das Thörichte und Halllose derartiger. Schult und Eisenmenger entnommener Auslassungen, ist schon so oft dargethan, daß es überflüssig erscheint, auch nur ein Wort darüber zu verlieren. vrrla, der L« Rouz'sche» Hofbnchhandkng. — Drnck von I. SottSlebe» t» Mainz.

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