Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 6 (5.2.1862)
- Date
- 1862-02-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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3. Jahrgang. er Israelit. .N a. E t u EcNtraKVVgM» für das orthodoxe Iudenthum. Hrnm-gegebm »»» o. Lehmann in Mainz. Mainz, den S Februar SS22. (1862.) . " Dirfe Zeitung «rsärivt wöchentlich einmail, Mittwoch-, in minlrstens 1 Bcgrn. Preis deö Jahrgang-: fl. 2. 30 kr. rh Halbjährig fl. 1. 15 kr. rh. Liertkljäbriz kr. rh. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Orsttrreichtjch« Banknoten laut Louis. Diese Zeitung wird nur in Verbindung mit dem ,Jsr. Anzeige bla ne* abgegeben. Sollte direkte Franko» zuscndung unter Streifband gewünscht werden, so sind au die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. L. oder 5 fl. 15 kr. rh. oder 6 fl. österr. franko einzüsenden. Inhalt. Leitende Artikel: Tie Wiener Gemeindeangelegenkciten. — Bau jüdischer Armen- und Pilgrrwohnungen in Jerusalem. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutsä lanv: Frankfurt o M., Frankfurt a. M., aus dem bc-bnäm Baulande, Karlsruhe, Karlsruhe. — Preußen- Posen. — Oesterreich. Kaiserstaat: Dtrn, Wien. Wien, Wim, Wim, au- Ungarn, Pcsth, Debrezin, Szarvas ^Ungarn). — Frankreich: Paris. Jul-alt dcs lsr. Auzcigcblattcs. ZeitnngSnachrichten nnd Korrespondenzen: Oesterr. Kaiserstaat: Aus Ungarn, aus Ungarn. — Palästina. Leitende Artikel. Zi§ Wiener Gcmeinär^nnZc!l;gcnd eiltzn. ui. (Suche s)ir. 1 und Nr. 2 d. I.) Wien, im Januar. In richtiger Erwägung unserer hochwichtigen jüdischen Angelegenheiten, haben Eie, geehrter Herr Redacteur, einer For tsetzung unserer die „Wiener Wirren" betreffenden Correipondenz eine frtnndliche Ausnahme zugemgt. Ich erlaube mir hiermit nun einen etwas größeren Gebrauch von Ihrer gütigen Erlaubniß zu machen, verspreche aber Ihnen und Jbren Lesern immer streng bei der Cache zu bleiben.-Wer historische Ereignisse, große - Staatennmwälzungen oder con um'cale Verwickelungen nur nach ihrem Gewordensein, nach ihrem plötzlichen Austauchen in der Wirklichkeit oder höchstens nach dem letzten Impuls, durch welchen sie in'S Leben getreten sind, deurtherlt, mutz nothwendiger Weise die . größten Fehler begehen. Denn wie in der Natur,! so gibt es auch m der Geschichte der Menschen keinen! Sprung. Nur durch den langsamen Lauf der Horen! erst gelangen die Ereignisse zu ihrer eigentlichen! Reife; oft führen schon Jahrhunderte den Keim einer! spätern Eaat in ihrem Echooße, und dann geben! kleine, ja kleinliche Anlässe nur die Veranlassung, j längst gereiste Früchte abzuschüttrln, die Schleusen j zu öffnen, um die längst verhaltenen Strömungen > der Zrit in ihrem vielfach gekrängten Andrange! durch brausen zu lassen. So wie es keine Wirkung ohne Ursache gibt, so sind auch die Ursachen desto tiefer und eindltilgender, je größer und bedeutender die Wirkungen. Auch unsere jetzigen Wiener Angelegenheiten sind sür uns von zu hoher Bedeutung, als daß wir sie nur nach ihrem jetzigen Vorhanden sein beintbeilen sollten. Nachdem nur nun in unserem früheren Briefe diese Verwickelungen in allgemeinen Umrissen dargethan haben, io wollen wir heule unsere Blicke auf die wirklichen Trie' federn dieser Wirkungen lenken, wie die gegenwärtigen Verhältnisse entstanden, wie sie sich gelilvet und forte ntwickelt haben, auf welche Weise sie sich gerade so gestaltet, wie wir sie jetzt vorfinden; die Thalsachen sollen uns dabei zugleich belehren, ob die jetzige Gestaltung der Gcriseindcgebahrung und Vertretung auf Recht oder auf