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Der Israelit · 1861-09-11 · Heft 37 (11.9.1861) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 37 (11.9.1861)
Date
1861-09-11
Page
– (sequence 11)
Language
German
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455 samuitbeit auf die .st nie nieteriank! §7 Israel, Israel, Alles itt dabingrschwunden. Dir baden keinen Primer, keinen Altar, kein Opfer. Die flammen de? Altars erloschen, der Opserdienst vcrnikl'tct, nichts blieb uns übrig, als Betrübniß des GemütbeS und Kränkung des Herzens. O Israel, wem kann man die Lckuld der Zerstörung l-eimeffen, als uns selbst? Dir baden, ja wir, unsere gegenwärtige Generation, bat die Zurückfübrung Israels, die Erbauung Jerusalems, verhindert' O gebe Gott, daß wir nilbl selbst, Gelt bewahre, daS Opfer werden, «schwerlich gab es eine Zelt, in der die Religionslosigkeit so tiefe Wurzeln geschlagen hat, wie heutzutage. Sage nicht, o lieber Leser, der Götzendienst ist noch nicht eingcführt. Ist denn nicht ein ."'2'-- V5.-.2 auch ".SO? — Und fehlt «8 vielleicht an diesem Laster? Man kann es sagen, weil cs wabr ist, seil Menschengedenken war nicht die öffentliche Sabbatentweibung, wie heute. Wir allesammt aus eigener Schuld bewirken die Zerstörung, denn <">l^ >1l L'2^Z.' -2- Und wer wagt es zu sagen, daß er sein Gewissen nicht besteckt bade? Ja wir selbst, die wir für fromm gelten wollen — baden es verschuldet, indem wir das von Gott geordnete Gesetz NX N'2lN N21N vernachlässiget. Jerusalem ist nur j deßhalb der Zerstörung preisgegeben worden, weil einer den andern nicht ermahnt. So rief ein treuer Hirt in Israel, vr. Lehmann (im ersten Jabrgang der Zeitschrift „Israelit" Nr. st): „Darum auf, Ihr Brüder, lasset die Mahnung nickt ersterben, lasset sie nickt ertödten durch das träge es bilft doch nichts!" Der heraanahende Versöhnungstag gibt uns selbst Beweise, daß uns fcblt die Zurechtweisung. Machen wir eine Betrachtung, wie dieser Sabbat von ganz Israel in Vetter Weibe, in der strengsten Heilighaltung gefeiert wird. Warum? Nickt weil der Sabbattag eine höhere Dichtigkeit bätte im Verhältnisse der Arbrsiruhr, sondern weil es Israel von jeher als das Atterbeiligste erNärt und eingeprägt wurde. Demzufolge setzen wir unsere Hoffnung zu Gott, daß die echt Bitte am Vcrjkhnungstage ^XIL" '22 rilp 22- NvO2t 7122V2 L>?l ^2^> '2 die Antwort erbalten werde: '"I ">2X1 V212 Di« Prüfung, ob es bei uns aus Irrtbum war, wenn wir die <22'.i2 und L'2'2 >k21X mit größtem Eifer, mit Her; und Seele V22H 2^2 aufrecht erhalten. Aber Israel, machen wir eine Betrachtung, in welchem Eifer da: Laubhüttrnfrst abgrhaltm wird? Städte, welche zählen von 30,000 bis 00,000 Seelen an jüdischer Bevölkerung, suchet, zählet die Laubhütten. Sehr wenig wird man finden. Mit Recht belehrten unsere Weist»: Der erste Tag M'v ist rr.2'.x 7.2-.-.-^ Die Vertheidigung N2'O.1 wird auS seiner Wobnung. die als königlicher Palast geschmückt, nicht für gut angenommen. Freilich bat er Nicht aber bloß von der ,">l»!2, sondern von!?2. Und kann er sick damit vom Judenthum entledigen? O mögen die O'2'- >2"X mit größter Energie, mit aller Sorgfalt gefeiert werten, daß ibr Bildniß uns alS Muster diene daß kein Zwiespalt, scn»rrn Liede und Eintracht, Liede der Geiammtbeit m uns herrsche: — weder. blößt, in den verwalken, leeren Straßen umber. An den rauchenden Trümmern ihrer ehemaligen Wohnstätte, an den Grabesplätzen ihrer Habe und ihres Vermögens stebcn nun jammernd und wehklagend kiese verarmten Abgebrannten uav aus ihren gepreßten Herzen dringet ach! Der Schmerzensschrei: „wober soll nun Hilfe kommen?" — Aber unsere Hilfe ist Gott! - Er sendet seine Übgel, die liebenden Menschen aus, erwecket in ihren mitleidsvollen Herzen das Gefühl der Barmherzigkeit, auf daß sie durch ihren Beistand die ThrLnen der Armen trocknen und den gebeugten, niedergedrückten Muth der Unglücklichen erfrischen und aufrichten. Und diese Engel, diese mitleidsvollen Herzen, das seid ibr, Löhne Israels, die ihr von der Welt mit Recht 2122511 '22 genannt werdet. — Wohlan denn, ihr Gemeinde» von nab und fern, ihr Männer und Weiber, ihr Jünglinge und Jungfrauenhelfet, rettet! — Opferteure Spenden der Güte auf, dem Altäre der Menschenliebe und trachtet darnach durch eure rasche, kräftige Hilfe eure stehenden Mitbrüder und Mitschwestern von Nöth und Untergang zu befreien. — Nicht umsonst ist je an euren WohlthätigkritSsinn appellirt geworden und auch diesmal werden wohl unsere Bitten nicht machtlos an eure» weichen Seelen und warmen Herzen vorüberziehra. Das aebe Gott! — „Heil Dem, der dem Bedürftigen aufhtlft, am Tage der Notb wird auch ihn der Herr erretten:" 1 Zerkow, den 16. August 166l. i Der Korporation^-Vorstand: In Verhinderung: A. Nukinsohn. I. XallelltM. Kaufmann. L. Radl, Kaufmann. . - N. ZlakLmitz» Lehrer. Die Redaktion entspricht gern dem Wunsche des lobt. VsrstandeS zu Z., indem sie sich erbietet, Spenden zur Uebermicteluaz entgegen zu nehmen und zu veröffentlichen. Stelle-Gesuch. Ein mit allen Notlügen Vorkenntniffen versehener junger Mann sucht sofort in ein an Sabbat und Feiertagen geschloffenes Waarengeschäft als Lehrling «nzutreten und sind Franko Offerten an die verehrliche Expedition dieses BlatteS sub. k.!t. S. 1 zu richten. > Lehrlings-ZchlM In einem Eisengrschäste, das an Sabbat- und Feiertage» geschloffen ist, wird rin mit tüchtigen Schulkenntnissen versehener junger Mensch, Lohn rechtlicher Eltern, als Lehrling gesucht. Franko-Offerten «>»b. Kro. 9t an dir Exprd. d. Vl. Lehrlings-Gesuch. - In einem Tuch- und Manufactur-Waaren Geschäft, das am 2"' und 512V geschloffen bleibt, suche ich zum sofortigen Antritt einen Lehrling. I» milde Mrnschenherrrn! Ein schreckliches Unglück bat ufffere Stadt ereilt. Am 13. s. M. Nachts^ 11Z Ubr brach durch jruchlose Hand angelegt, in einer nahen Sckrune Feuer aus und grizz mit solcher Vehemenz um sich, haß binnen 2 Stunden 14 Scheunen mit der vollen dießjäbrigen Ernte, sowie 6t Gebäude, darunter die Synagoge mit den heiligen Tesetzrollrn, das Beth Hamidrasch mit allen ein Raub der zehrenden Flamme wurdm. Einige siebzig Familien, fast durchweg jüdische, wurden durch diesen verheerenden Brand obdachlos und irren, von Allem vollständig enti?rui»!eben, Rez.-Bez. Merseburg. Leopold Pesfel. ^ÄMMGSS^S. . i > .. - V . Ein junger Mann, der kn einem Manufaktur- und Bank- Geschäft thätiz ist, dem die besten Referenzen zur;Seite stehen, sucht zum k5. September oder l. Ortober a. e. in einem ahn« llchen Geschäfte, doch nur in einem streng religiösen Hause, Stellung. Franko-Offerten sind ,ud. dlr. lOl an die Exprd. dieses Blattes zu rickten.

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