Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 36 (4.9.1861)
- Date
- 1861-09-04
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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l' ' 442 so wie durch den Mangel der gesetzlichen Regierungsorgane daran verhindert wurde, über die wichtigste» unser Vaterland betreffenden Fragen und unter denselben auch über die weiter unten bezeichneten Gesetzentwürfe zu verfassen, so erklärt, das Repräsentantenhaus dis dahin, daß es hiezu befähigt fein wird, zufolge der von ihm bereits angenommenen, oder in seiner Mitte mehrmals ausgesprochenen Prinzipien^ daß es: - 1) Die Befriedigung welcher Ansprüche der im Lande wohnenden Nationalitäten immer, welche nüt der territorialen und politischen Integrität desselben nicht im Widerspruch stehen, nach den in den Adressen, entwickelten Prinzipien; 2) die Einführung der vollständigen bürgerlichen und politischen Rechtsgleichheit zwischen den verschiedenen Neligionsconfesstonen, und die Ausdehnung derselben auf die Israeliten; und: . 3) die Aufhebung aller mit dem N^arialwesen verwandten Besitzverhältniffe, ohne Verletzung des EigcnthumSrechtes, auf der Basis der Billigkeit gegen beide Parteien, und der Entschädigung, respektive der Ablösung — zu den ersten und wichtigsten Aufgaben eines zur Creirung neuer Gesetze befühlten! Reichstages zählt. Dieser Antrag wurde einstimmig! angenommen. i i ___. .. ^_ n e u i l k e to Die Grwrckung äes IrllMrsLejstes. , Nicht m dem Rausche sinnlicher Genüsse ' Empfahen wir des Jahres erste Stunde,; Die von der Gnade Gottes gibt uns Kunde, Wie wenn der Himmel mit der Erd' sich küsse! ' Wir lassen strömen nufere Ergüsse, Und treten ernst im heil'gen Gkaubensbnnde, Vor Gottes Tbron^ vereint mit Herz und Munde, Zu heilen unsres Volkes Herzer-srissn Den Israelit erweckt aus seinen Träumen Des Schofar Mahnungsruf zur Buß und Reue, Und Andacht strömt in seines Herzens Raumen. Doch mög' ihn jeder Tag zum Guten wecken. Me ihn zur Rückkehr mahnt das Jahr, das neue. Nicht wird ihn einst das große Schofar schrecken! l)r. Aron Hirschfclö. 1 § 11 Mit Beschwerden wegen nnregestnäßiger AusendMg wolle man sich au das betreffend« Postamt oder an die betr. Buchhandlung weÄrn! (Eingesandt.) Berlin, im August 1861. Der UlohlihLtigkcits-Defördrrungs-Dkreia 8oliooUore!-)Ls.1od, seit einigen fahren hier bestehmd, batte gemäß feiner Tondeuz rin Brthaus errichtet, um die Mitglieder turch gemeinschaftliche Andackitsübungrn inniger mit einander zu verbinden — Der bedeutende Zuspruch neuer Mitglieder veranlaßtc den Vorstand, cm anderes und größeres Bethaus in der Reuen Friedrrchstraße 22 LI zu begründen, welches in einfach würdiger Weife auSgestattet, an Sonntag den 16. August ». e. feierlich eingeweiht wurde. — bin« zahlreiche Versammlung, zu welcher sich das hochwürdige Rabdinat und der Gemcindevorfttno gesellten, hatte stch eingrsunden. Die innrrn Räumlichkeiten des Dethauseo, welches über 50ij Personen faßt, war durch Gasflammen beleuchtet, da8 Allerbeiltgste mit Kränzen geschmückt, und die Stufe» die zur heiligen Lade führen, mit Blumen dekorier. — Der Synazogrn-Sbor leitete die feierliche Handlung ein, während des Gesanges wurden unter Vorantrazuag brennender Kerze» lVaait Blumen-<3 verlanden umwundene Thora» Rollen nach dem Aller. briltgstrn gebracht. — Darauf bestieg Herr Or. Apolant die j Kaurei und stielt die Einweihungsrede, welche mit einem Gebet j für de» Körrig, das Königliche Haus, Vas Vaterland und die j Gemeinde schloß. Der viadruck derselben war ei» uaend-! Lch «Lttigrr, «ad fand senre lebhafteste Kennzeichnung in der f riefe» Bewegung aller Anwesenden. Abe-maks bewährte sich die f vollendetste Äeuirrschaft de» Herrn Or. Apolani, der mit begeisterten Worten die Herzen Aller zu ergreife» wußte. — Nack > «oer Ansprache des B'rstebers Herrn De. Bernhard endete ein Kborgrsaag diric schöne und unvergeßliche Feier. — Indem! wir de« reichste» Gottesfegcn dieser neuen Grbetsfiätre wünsche», i glaube» wir, daß sich Viele die Uebcrzeugunz zu eigen gemacht > baden werden, wie vie uralte», beiligen, liturgische« Forme» des! 2udr«ch»ms, «och immer di« stets bewährte Macht der feierlich»! ste« vrbebusz für die Gemüther besitzen, und wie so ungerecht»! fertigt das Gebühren derer in der Gemeinde ist, die in de» : Nebertrage fremdartiger Gebräuche das wahre Ziel zu erblicke« : hoffen. —" i Nachträglich haben wir noch dinzuzufnze», wie man dt« Gemmide-Vorstaud, der sich so lebhaft für Orgelbau und söge» »a»«te Veredelung de» GottcsdlensteS interessirt, nur de» gerechteste» Unwillen kand geben mich, daß ei» so geistig begabter und mit den vorzüglichsten ^rgeoschaftea ausgestattrter Kanztlrcdner, wie der Herr 11r. Apoll nt, außer an den hohe» Feiertagen l»