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Der Israelit · 1861-07-31 · Heft 31 (31.7.1861) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 31 (31.7.1861)
Date
1861-07-31
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Der AM'Se?'WML^Än''M'N Gon- Daß von jeher eine Ceremome unk^dem'Na- Bedarf keines Beweises. Denn-Nicht üuk/Aißt es in dem Segensspruche bei WkM-urW dMtzch und zwar zweimal: vor dem Schlüsse und in demselben; son^ dem wir finden dieses Wort sogar in der heiligen Schrift mehrmals erwähnt wie Ps. Id. nvi' 1212 mono und Joel 2. .irren? .i!?2,. Jndeß existirte schon bei den alten Poßkim eine Meinungsdifferenz über den buchstäblichen Sinn dieses Wortes, indem lim 2"22i, hingegen r>'2v .ir<2.i;"i danmtcr versteht, und im irp.i psr sich noch die drei Variationen: n) das sogenannte Bedecken, d) das Führen der bedeckten Braut, e) der Trauhimrnel, finden. Der AuLgang von den Quellen dürfte uns -um '121 -r"m o«n führen. So dürfte in der Stelle Joel, wo der Ausdruck .irnri nur von der Braut gebraucht wird, nur von den zwei vorletzten Ansichten die Rede sein; wogegen der, noch durch das verstärkte, und gerade dem Bräutigam vmdicirte Ausdruck 1211 mit keiner der obigen Interpretationen congruiren, da ja keine speciell vom Bräutigam spricht. Allein schon um dieses Widerspruches in der Herligen Schrift willen, ließe sich tm-BerMniß so erklären, daß mit der Braut' früher eine Sereswme vorgenommen wurde, die wir unter .1-2 2211 begreifen, der Bräutigam hingegen die Braut an einem gewissen Platze erwartete, welcher das nin ist, und wohin ihm die Braut zugeführt wurde. Nach diesem Acte wechselt der Ort den Namen und wird rcwr> Und nun kann hierunter N'2b .1.12.1 oder der übliche Trauhimmel, den auch der Bräutigam früher als die Braut einmmmt, verstanden sein. Was nun die letzte, am populärsten gewordene Erklärung betrifft, so ist dieses selbstverständlich ein Schutzzelt, das! aber einen freien Himmel voraussetzt; denn ein Zelt unter einem Obdach wäre überflüssig und lächerlich *). Deshalb 1) Wie sehr gut hiermit das HH überelnsrtmmt, darüber Vgl. Nascht z«. Hohelied I. 4. IE aü<8 blS üüf ble "neueste bei einem 'Wttweüpaasee'.i^^Äntev ÖbhaH, um ebdn anzudeu- ' trn, daß hier diese Zeremonie von sehr untergeordnetem Gewichte sei, Äie dieS ans l>em bekannt. Der Wortlaut der diesbezüglichen Quelle im Jenrschalmi f' >vi.i?o')'2i ''pÜ.i spricht auch nur' öon ' de?' Wittwenschast beider"Parteien, ' während ein einseitiger wie beikeine Ausnahme machte. - Es ist mir daher ungläübttch, baß je die 1211-. unter Obdach war. Dagegen sind p2s '1212 nicht wesentlich an .1211 gebunden, wie z. B. nach O"2vi, dem ja .12m nur ui' ist, dennoch .11LP2 mns '221 N212;x. Vielmehr soll zunächst nur an dem Orte der .121.1 die Braut dem Bräutigam als Gattin zugeführt werden. So war eS in den Zeiten des >"'1,12 gebräuchlich, eine .isin frei .aufzustellen und nach dieser Ceremonie das neue Ehepaar ohne Frauenbegteitung?".i"'2> zu führen, und dort '1212 p2o zu sprechen. '212 2.12.1212 im i"2.i'I aufzustellen, hat gar keinen Sinn, sondern ist nur neu und modern, um das neue Ehepaar sogleich mü der Reform zu befreunden. Daß aber jener frühere, oben erwähnte Gebrauch abgekomuren, liegt wohl in Folgendem. Vielleicht war damals noch der ursprüngliche UsuS, daß ''N'.i'p geraume Zeit vor den l'mrv'i waren, oder man bekannte sich damals zu jener Ansicht, daß auch .121,1 vor den pVii'p Giltigkeit haben.^ Da aber?Veides gegen dse allgemeine festgehaltene Norm ist; so har man unfern 2.112 einss .gerichtet. 77; i! Dies ist meine ans den Quellen deducirte Ansicht; ist aber jenem ^2.1 rr'2i , welcher den Rabbinen, welche für 2.1:21 begeistert kämpfen, höhnisch begegnet, eine Entgegnung bekannt; jo vlöge derselbe seine Meinung äußern. Daß aber wenigstens in Neuhäusel nur der >212 12122 der 2'i 1.1^22 ist, kann ich bezeugen; da in dieser ehrsamen Gemeinde me gegen mein Vorgehen irgend remonstrirt wurde, vielmehr meine religiösen Anordnungen pünktlich befolgt wurden, bis lueser Beglücker Israels, wie überall, auch hierher den Zündstoff trug und so immer mehr den Abfall herbeiznsühren sucht. > Wäre es diesem i'ivi ri'22 wirklich um den Frieden ' zu thun gewesen, warum har er nicht mir, dem zu- «"/»Ir.f7 : .-..r 71: s!

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