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Der Israelit · 1861-03-20 · Heft 12 (20.3.1861) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 12 (20.3.1861)
Date
1861-03-20
Page
– (sequence 10)
Language
German
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148 den Gemeinderath zusammen treten, und dieser beschloß, daß ihr von der Gemeinde - Kaffe — Nichts verabfolgt würde, man solle auf Subscciptionswege in der Gemeinde Geld sammeln; aber ohne daß der Vorstand mit gutem Beispiele vorangegangen wäre, trat der Gemeindediener mit einem Sammelbogcn, befürwortet vom Herrn Rabbiner, die Runde an; und was war das Resultat dieses vom H. Rabb. befürworteten Sammelbogens? es wurden zusammengeschossen drei bis vier Gulven!! ' . Es sind dies glaube ich Beweise genug, wie sehr die jüdischen Gefühle bei euch, theure Nachbaren! zu erkalten anfangeu, ich will auch deswegen der spärlichen Behandlung, die jeder Durchreisende und Nothleidcnde bei euch findet, keine Erwähnung thun. Verkleinert nach Kräften den Schmerz jedes in eurer Mitte Leidenden, und wahrlich! durch inniges Zusammenhalten kann selbst eine kleine Gemeinde Großes leisten 'i i"» .25 77)2,.'? Wie sehr der Unterricht der Jugend und die Achtung vor der 'ri2p.i .2112 im Allgemeinen in Abnahme begriffen ist, soll nächstens ein Bericht beweisen. (Wenn die von unserm Corr. berichteten Facta schon an sich sehr tadelnswerth find, so find sie als Vorgänge in einer frommen Gemeinde ein wahrer vn.i >51, und wird uns keine Rücksicht abhalten, Solches nach Gebühr zu geißeln. Red.) Ala-uj Szä-ntö: Inmitten der religiösen Stürme unter den ungarischen Israeliten, erfreuen sich unsr^ Gemeindeglieder einer Ruhe und eines glücklichem Friedens, die. in 2°n >2?, 512:51 wurzeln. Vor mehr als zwei Jahren, haben die .22D 'i2-'7 dahier begonnen 2"U' gemeinschaftlich zu lernen und ibaben bereits >21 Q'pi: beendet. Jetzt wird ^22 gelernt. Im Monat 7i7n verflossenen Jahres-haben dieselben einen 21'O aus Traetat 0122' veranstaltet, bei welcher Gelegenheit der Herr Rabbiner I. 4t. Lipschitz die-Anwesenden durch und nun erfreute. s! ... ' , Unser sehr geehrter und im Stillen Gutes zu wirken bemühter Vorsteher Herr H. Blau benutzte diesen Moment, bildete eine .22251 der sich eine bedeutende Anzahl würdiger; Mäntter? freudig anschloß; wies derselben einen Platz an, wo sich -2222 «1212.2 jeden Abend nach dem .2.272 - Gebete versammeln 1277, ->.277, um zu lernen und zu lehren. - ' - ' > . - Der Herr Rabbiner sägt seit, dieser Zeit 2122^' '2251.2 1:2271 .2110.2 jeden N22 im Beisein der und anderer .21151 '122 pi.2s7 anregendes ML'2ki. - : - Die reichen Spenden, die der .222.2 von allen Seiten zustießen, zeigen, wie sehr man hier den wahren Werth der ^'i-.p.i .22151 zu schätzen weiß. Denn in dieser kurzen Zeit haben die O'roa: H. I. Blau, Schwiegersohn des;rx7.2 22.2 I. Löw, Rabbiner zn S. a. Ujhely, und H. M. Hartstein außer O"V noch mehrere nützliche W222 anschaffen können. Auch nach außen hin wirkt der hiesige religiöse Sinn. Es haben-sich nämlich viele junge Leute aus der umliegenden Gegend versammelt, und bilden eine .-.2'2". Und die gute Ausnahme, wie die bereitwillige Versorgung, der dieselben hier sich zn erfreuen haben, läßt sowohl auf den Edel- und Wohlthätigkeitssinn der Versorger, als auch auf das Verdienst der Versorgten schließen. M. G. Frankreich. Paris. Dem Jew. Ehr. wird von Paris geschrieben, daß daselbst das Gerücht cnrsire, der Kaiser wolle den Oberrabbiner des consistolro central» Herrn Ullmann, zu der Würde eines Senators von Frankreich erheben. Paris. Die Asstsen des Nord-DepartementS zu Donar haben nach viertägiger Verhandlung den Chorherrn Mallet von Cambrai, der die Familie eines jüdischen Schulmeisters in Saarlouis an Nch zu locken verstand und dann zwei unmündige Töchter desselben verführt hatte, so daß dieselben nun im Irrenhaus untergebracht sind, — und zwei Söhne des Mannes wider Willen in die katholische Kirche aufnahm, zu sechsjähriger einsamer Einsperrung verurteilt. Die Einzeluheitcn des skandalösen Procef-' seS find entsetzlich. Rußland. Warschau, 9. Marz. Heute Früh wurde in den sämmtlich^n 25 katholischen Kirchen der Hauptstadt, sowie in der lutherischen Kirche, in der reformieren Kirche und in den sämmtlichen Synagogen Warschaus ein feierlicher TranergotteSdienst für die am 27. v. M. gefallenen Opfer abgehalten. Alle Gotteshäuser waren trotz des starken Regen-

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