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Der Israelit · 1861-02-13 · Heft 7 (13.2.1861) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 7 (13.2.1861)
Date
1861-02-13
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Ebtzndaselbst sprechen Sich geehrter Herr Redakteuch die^Forderung aus, daß: alles Politische aus den Schriststücken des Vereins wegbleibe. Das VereiM-DireetoMm wird diesem Wunsche gern Nachkommen, wofern nicht etwaige Angriffe auf diesem Gebiete eine Abwehr nothwendig machen. Wenn Sie aber die Uebernahme der Garantie fordern, daß alle betreffenden mn'v gewissenhaft vondenkünft. Colon, erfüllt werden; so nimmt die Direktion keinen Anstand/ dieser Forderung aufs gewiffenhasteste gerecht - zu werden, wenn -von ihr nur verlangt wird, in den Contrakt, durch welchen der Colonist sein Grundstück von dem Vereine erhält, die Bedingung aufzunehmen, er-habe sich ganz den jüdischen Ackerbaugesetzen zu fügen, und so viel in ihren Kräften steht , für die Ausführung zu sorgen. Diese Wage ' ist jedoch immerhin so gewichtig / daß wir Mcht gern der Meinungsäußerung der Generalversammlung vorgreifen möchten*) Auch hoffen wir, was-die gewiffenh. Befolg, jener Gesetze betrifft, das Beispiel der strengen Frömmigkeit,. welches unsere jetz. Bewohner Pal. geben, werde auf unsere Colon, nicht wirkungslos bleiben, so daß es kaum der Zwangsmaßregeln bedürfen wird, zumal wenn dort ein würdiger Rabbiner den Pfad des Guten führt, wie dies ein würdiger Gönner des Vereins in seinem neuesten Briefe wünscht. Wir haben längst in der gedruckten Aufforderung gesagt, daß wir eine große Colonie gründen wollen und zwar auf rinn. Hieraus ergibt sich schon die Anstellung eines geistl. Führers, sowie die Einrichtung aller für eine jüd. Gemeinde noch. Lokale und MstM^""Bör"MMm'^'erhielten^- wir---auch einen Brief direkt aus Palästina, welA^r beweist, daß viele der dortigen Israeliten, welche doch auch Mit den dortigen Verhältnissen genau bekannt sind, sehnsüchtig ^Les Beistandes aus Europa harren, um gern den rettenden Ackerbau zu betreiben Auch die neuesten Zeitungsnachrichten bekunden, daß es mit -der Sicherheit und Ordnung durchaus nicht so arg sei. Man gestatte 2 Citate. Die Triester Zeitg. 2 Änm. der Med.? Wir erklären uns mit einem so'gefaßten §. in den Statuten einverstanden, verlangen aber, daß die Huffwhme: eines solchey sofort von der Direktion beschlossen -«std-kderselbe als ,unabänd.erlich ausgenommen' werde. In dWsem Fälle erklären wir unfern Beitritt und sagen unsre thätige.Mühllftz«?' '7- S meldet aus Jerusalem (v. 1. Decbr. v. I.). daß die Pilger dieses Jahr wenig zahlreich sind, mit Ausn. v. England, u. Amerik. Doch seien die Straßen sicher und das Land ruhig. Die Morning-Post kommt in ihrer Nr. v. 27. Decbr. v. I. auf den Bericht des Großveziers zurück, um die von manchen vulgären Leuten gehegten Vorurtheile gegen die Türkei zu widerlegen. Sie stellt dabei Vergleichungen zu Ungunsten vieler anderer Länder an. Der Meineid — jagt sie z. B. — grassirt in Neapel unendlich mehr als in Stambul; auch sind Banditen mit Dolch und Gift am Vesuv viel wohlfeiler als am Bosporus. Die Justiz wird in der ganzen Türkei bester gehandhabt als im Kirchenstaate. Man findet viel mehr Käuflichk., amtl. Corruption und Richter- Bestechlichk. in Europa als in den Staaten Abdul - Medschids. In Bezug auf Duldsamkeit gegen d. verschied. Glaubensbekenntnisse ist die Türkei vielen chriftl. Staaten weit voraus. Wir Wen diesen Berichten noch einige Thatsachen hinzu. Ich hatte Gelegenh., eine bedeutende Anzahl Original-Briefe Sir Moses Montefiore'ä in Angelegenheften seines schon vor Jahren in der Nähe von Jaffa angekauften lündl. Grundstückes mit größter Muße zu lesen, und ich fand in keinem derselben ein Wort über Unsicher^., -liaub u. dgl., wohl aber mehr als eine ernste Mahnung an die Aufseher u. Leiter zu Einigkeit und Folgsamkeit. Daß der Ackerbau in P. durchaus nicht ins Mährchenreich gehört, beweisen auch folgende Thatsachen. Der Bodenwerth in P. steigt fast mit jedem Jahre. Der französische Consul in Jaffa verkaufte einen Länvereicomplex, den er einige Jahre früher für 40,000 Piaster gekauft hatte, für 160,000 Piaster. Der engl. Consul hat für den seinigen 20,000 Piaster gegeben und fordert jetzt an 100,000 Piaster. Hören wir schließlich noch das Votum eines Ehrenmannes, welcher gleichfalls Palästina aus eigner Anschauung kennt, ich meine den amerik. Kapitän W. F..Lynch. Dieser beweist in seiner mit gründlichem Fleiße und praktischem Blicke gearbeiteten und mit großem Beifalle aufgenommenen Schrift: Oonumeree anct tlls lanä, daß die Fortschritte unserer Zeit in Herstellung trefflicher Verbindungsstraßen s die Wiederherstellung des h. Lin seinem ehemaligen Glanze in nahe Aussicht stellen und daß (Aweite Beilage zn Zkro. 7 des BsraelLt.)

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