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Der Israelit · 1861-02-13 · Heft 7 (13.2.1861) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 7 (13.2.1861)
Date
1861-02-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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fach leiden? -Mp prr sagen schon cknsere-uWeisen.;; Me! >melk weniger! ein- -sterblicher Mensch! Es wäre daher wahrlich im Interesse vieler Betheiligten gewesen, wenn - der anfänglichem Plan, den i'durch'den seligen Rabbiner I. I. Oettinger in Berlin so -warm empfohlenen vr. Krüger von daselbst zur Aushilfe hier' zu behalten, zur Aus- Wrung gekommen wäre. Der tälmudisch gebildete, bescheidene Mann, der schon in Frankreich und England in der Landessprache mit so vielem Beifall gepredigt hatte, - zählte bei uns während seines Interimistikums so viele begeisterte Anhänger, daß sein schneller Abgang von hier noch heute von ihnen schmerzlich empfunden wird. — u ' -Der'^'WnterstÄHU'k'gsvere'in-- in Königsberg Ln Pr., ursprünglich von Mitgliedern jüdischer Religion unter dem Rainen „israelitischer Unterstützungs- Verein" gestiftet, hat in Betracht seiner erweiterten, nicht durch' das Glaubensbekenntniß bedingten Tendenz seinen Namen geändert und seit jener'Zeit auch an Theilnahme gewonnen. Er besteht in seiner jetzigen Einrichtung seit dem 25 December 1842 und besitzt Corporationsrechte seit 1857. Zweck des Vereins ist > unbescholtenen > Lhätigen aber unbemittelten Mitgliedern eine Hilfe - theils gegen das Versprechen der Rückzahlung > theils ohne die momentane Verpflichtung der Erstattung,- zu gewähren: Die Hilft besteht in Darlehen gegen Unterpfand , ohne Unterpfands und gegen Bürgschaft, in-allen-Fällen ohne Zinsen; dannaber auch in UnterMtzungen ohne einstweilige Rückzahlung bei Ünglücksfällen j Krankheiten, Altersschwäche rc. Ueber-die-Wirksamkeit des Vereins läßt sich nur däs beste - Artheil fällen, dessen Vermögen bereits -auf dW bedeüteudeoSumme von 8300 Thlrn. '-göstieM' - -ist.'- "rÜMr einen Begriff von dein Segen des Vereins M gebend sei nur bemerkt, daß-jähMch ca5 4000'Thlr: durchschnittlich zinsfreie Darlehen und ca. 200 Thlr. monatliche - für Krankenunterstützungen gewähtt werdend - Die Zahl der Mitglieder' -beträgt gegenwärtig' - 2LD' Das Institut wird' äbN' auch gänz"'vörzüglich von ünserm .Synagogen- Obervorsteher Bank-Direktor Gabriel verwaltet, dessen Administrationstalent fast bei allen Aemtern der Stadt, .der-Kaufmannschaft und besonders unserer Gemeinde inAnspruch - genommen wird. --- .. AlmoNÜ tErste Beilage zu I m Aus dem Atetz-DistrW, M /Japuar SW, Am 26. d. -feierte Herr Bartmann, erstM^ehrer an der jüdischen Elementarschule - zu Mxin ftin 25jähriges Amts-Jubiläum. -Obgleichs M HM Bartmann bisher als ein sehr tüchtiger-unh gewissenhafter Lehrer ausgezeichnet, sy. bethetzigte. sich ttytz? dem der israelitische Corporations- und S chulvorstand nicht allein nicht an dieser Feier, sondern/ suchte sie sogar noch zu Hintertreiben. Indessen-fand doch die Feier auf eine sehr würdige Weise-statt, Zwei ehemalige Schüler des Jubilars, Herrmgnn Levi und Simon Lewenstein,- besonders letzterer«- gaben sich alle erdenkliche Mühe, ihrem ehemaligen Lehrer ^an jenem Tage ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung an den Tag zu legen. Durch, bereitwillige Beiträge ist es den jungen Männern gelungen,Herrn Bartmann mit passenden und werthvollen Geschenken zu überraschen. Die Aeberreichung der Geschenke geschah am Morgen des erwähnten Tages in Gegenwart einer glänzenden Gesellschast, die sich im Hause des Jubilars versammelt hatte und ihm ihre Glückwünsche darbrachte. Der überraschte Lehrer ward so sehr ergriffen, dass er nur unter Thränen seinen Dank auszusprechen vermochte. Diese Auszeichnung hat HM Bartmann gewiß in jeder Beziehung verdient, da er sich um die dortige jüdische Schule und Gemeinde während der Zeit seiner Wirksamkeit sehr verdient gemacht hat. Am so auffälliger war die Theilnahmlosigkeit des Vorstandes, während Herr Bartmann dem Vorstande gar zu oft mit Rath und That beigestanden hat. ,- Frankfurt a. D., 4.Febr. EshatHerrnM. Sachs (in einem Artikel aus Preßhurg in-Mo: 3 d. Bl.) gefallen, meinen Plan, die Gründung einer Ackerbau-Colonie im H. L. betreffend (stehe Nr, 28 a. x.) ins Reich der Mährchen zu .perweisen. Zunächst wird wohl jeder Einfichtsyolle i zngeben, daß es ungebührlich ist, einen Man für mährchenhaft zu erklären, den man nicht genau kennt, dessen Träger ernste, ehrenwerthe Männer find> wihdieH bei unseM Vereine der,-FM-ist-:'/ und.'dessen-WusMMng wohl doch nicht so fabelhast sein kann,-da. unK Herr D. selbst erzählt, er habe den Plan zu einer Ackerbau- Coloitie entworfen, habe Europa bereist und in Wien rc. die beste Aufnahme und großen Anklang gefunden. Wir mögen nicht annehmen, daß Herr S. ro. 2 des Israelit.)

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