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Der Israelit · 1861-01-09 · Heft 2 (9.1.1861) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 2 (9.1.1861)
Date
1861-01-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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That mit der der Gesinnung anfangs s und auch — - aufhöre..— - Moses Mendelssohn, der bekanntlich ein aufgeklärter Mann war, hat sich hierüber deutlich ausgesprochen: „Alle unsere Halsstarrigkeit aberschreibt er an H. Homberg, „sollten wir dem jesuitischen Kunstgriffe entgegensetzen / mit welchem man uns, mit allem Anscheine der Freundlichkeit, zur Vereinigung auffordert und im Grunde uns nur hinüberlocken will.Es ist das Vereinigungssystem der Wölfe, die sich mit den Schafen so sehr zu vereinigen suchen, daß sie aus Schaf- und Lämmerfleisch gern Wolfsfleisch machen möchten." . Die Zeiten haben sich geändert. Von nicht jüdischer Seite nimmt man nun einen höhern, humanern und gerechtern Standpunkt ein. Alle an der Spitze der Civilisatton stehenden Staaten Eüropa's und selbst die großenteils asiatische Türkei, nahmen die Juden, ohne Bedingung, ohne mit ihren Glaubenssatzungen erst pactiren zu wollen in die bürgerliche Gesellschaft auf. Nur die jüdischen Jesuiten sind es jetzt, die das arge Spiel der Täuschung mit ihren Glaubensgenoffen treiben und sie bereden wollen, daß durch Abstreifung alles Jüdischen, oder doch eines gewissen, — „überflüssigen" Theiles davon (der natürlich, dem allgemeinen Naturgesetze folgend — täglich wachsen muß) ihnen der Tempel der Freiheit geöffnet werden könne. Die Jesuiten des 18. Jahrhunderts wollten hinüberlocken; die jüdischen Jesuiten des 19.Jahrhunderts*) wollen nur hinweglocken, wollen nur ihre eigene Schwächung, die eigene rakter - macht die Thatsäche.''des" UnnchteSvon^i^erfchäÄn' Wucht: umNrch'ts leichter. '. -6 Auflösung und Hallen deßhalb die bürgerliche-Frei-.' heit. als Lockmittel hiü, um zu ihrem Zwecke, der Untergrabung des specifisch-jüdischen Judenthums — zu gelangen , wohl wissend, daß die nicht jüdische ' Gesellschaft unserer Zeit viel gerechter, und auch religiöser denkt, um solches Opfer zu verlangen, oder, ohne argen Widerspruch mit ihren eignen Principien des Rechtes und der Humanität, die zum Palladium der freien, gesellschaftlichen Entwickelung geworden, verlangen zu können und zu dürfen. Von diesen sogenannten Vertretern der Genreinden, Volkslehrern und Geistlichen scheint das Prophetenwort Micha, Cap. 3 zu sprechen, denn unnöthig und selbst ohne materiellen Gewinn wollen sie das Judenthum seiner Zier, seiner heiligsten Güter berauben. Darum wollen wir wachsam sein, so lange es Zeit ist und erachten wir es für eine heilige Pflicht der Rabbinen, Vorstände und aller einflußreichen Mitglieder ungarischer Gemeinden, zu welchen wir auch gerne die jüdischen Volkslehrer zählten, in ihren Kreisen das Wort der Aufklärung und Verständigung mit Wärme zu sprechen, was in Zeiten wie die unsern und in Verhältnissen, wie die in unserem Lande jetzt obwaltenden, doppelt heilige Pflicht ist: Der Gott Israels wird uns nicht verlassen! Ein Rabbiner aus Ungarn. Literarischer Bericht. Beurtheilung der Geiger'schen Broschüre: „Nothwendigkeit und Mach einer Reform des jüdischen Gottesdienstes", von vr. I. Hildesheimer, Rabbiner in Eisenstadt.*) (Fortsetzung aus Nr. 31 v. I.) Neues Orakel über die Fasttage ebenso wie alles Obige, Unsinn, Unwahrheit und Blendwerk. Wir müssen hier wieder, etwas eindringlicher sein; Lheils, . weil diese Stelle dadurch,, daß der Verfasser hier stellenweise etwas weniger rabbulistisch , gefährlicher M, theils weil die Stelle, zu den blutwenigen gehört, Abonnenten, auf ihren Wunsch die entsprechenden Nummern des ^vorigen Jahrgangs unentgeltlich zukommen zu lassen.

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