Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 21 (23.5.1919)
- Date
- 1919-05-23
- Page
- Seite 1 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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ftr. 21 Beilage zur JÜDISCHEN ZEITUNG Seite 1 3=3*2. DER JÜDISCHE NATIONALFONDS 23. V. 1919 Mitteilungen des Vereines Keren Kajemeth Leiisrael « und Palästina-Amtes « ' Sedaktionsscbltiß am vorangehenden Sonntag. Spüler ein laufende Spenden werden erai im nächsten Ausweis veröffentlicht. — Geldsendungen nnr an das Postsp.-KtO. 100.206 Tel. 45-3-25. Mitteilungen des Palästinaamtes Vom Haupt-Palästinaamt in London Von der zäonäsöscäien Organisation to London erhalten wir folgende direkten Bericht: 2s Ausführung des vom «der Londoner Zk>- nisterfconferenz «Haliten Beschlusses wurde nun in London -das .ffcBrtpt-Palästiaaamt der Ziomisü- . «rh*» Organisation gegründet. Dieses Paäästinaamt wird alle Arbeiten über die ökonomischen, . admafistratSven und anderen Bedingungen, die für die kommende großzügige Kolonisation Palästinas nötig sein werden, zusammemasseit. Es wird die zentrale Körperschaft sein, die die Jüdische Binwandterung nach Palästina regulieren und gemeinsam mit anderen Vereähägungen in Palästina und der Diaspora alles daran setzen, wird, die Möglichkeit einer starken jüdischen Einwanderung zu beschleunigen und ihr die Richtung au geben.-die sowohl für das Land als auch für die Einwanderer däe günstigste ist Noch ist' die Zeit der Einwanderung hiebt gekommen. Die Einwanderung kann nicht eher besinnen, aäs bis systematische Pläne _ für die ' Kolonisation ansgearbeitet sind, was größtenteils mit der Lösung der Palästina betreffenden politischen Probleme Zusammenhänge Bis dahin soll mkht em einziger Einwanderer Palästina betreten. Dies zu betonen ‘haßten wir für notwendig and wir warnen alle Gruppen und Einzelpersonen vor üebereiiten Schritten and dem Wege dßr Auswanderung, niemand soll sich mit der Läqiödaitäxn .seiner Geschäfte beeden, um schleunigst mach Palästina zu gehen. Unreife, unorganisierte und . überstürzte Auswanderung ist mit den größten Gefahren verbunden, für die Auswanderer ebenso wie für die ganze jüdische Zukunft in Palästina. Jeder Zionist und jeder Jude muß zugeben, daß jeder unreife Einwanderer .dicht nur seine eigene Zukunft gefährdet sondern auch die Zukunft anderer Einwanderer. ' 'Die, zromstfedie Organisation ist sich der _ schreckHchen Lebensbed&ngungen, . die jetzt die" Massen der- Juden des östlichen Europas beherrschen, durchaus bewußt und hat volles Verständnis dem 'Wunsche aller Schichten des jüdischen Volkes gegenüber, so schnell als möglich nach Brex Israel auszuwandexn. _ Die Organisation wird mit all ihrer Macht bestrebt sein, eine großzügige und systematische Einwanderung so schnell als möglich in die Wege za leiten. Aber asn dieses Ziel zu erreichen, müssen wiir Geduld rantd Ausdauer halben und der unbedingten Wachsamkeit unserer Organisation vertrauen. Selbstdisziplin, die bis mm die stärkste Stütze unserer Bewegung war. ist in diesen großen Tagen mehr denn je erforderlich. Jeder Einzelne muß durchdrungen sein von der Erkenntnis, daß mir systematische Kolonisation und Einwanderung unsere große nationale Idee faerbetfOhren können, den Wiederaufbau Palästinas zur nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes. - Das Aktionskomitee der Zionistischen Organisation. Nataön Sokoiow. Dr. Ch. Weizman. Von unseren Chaluzim. Ueber dieses Thema hielt am 15. d. M. im Caffe Grty. DL. Porzellangasse 1, im Rahmen der vom Palästina-Amte veranstalteten Diskusstonsaberide, Herr Ing. Jacques Ornsteim ein aufschlußreiches fesselndes . Referat Die Chattuzim sind jene jungen jüdischen Leute, die sich entschlossen haben, beim Aufbau Palästinas mit eigener Hand die nötige ArbeSfc. sei es in Landwirtschaft Gewerbe oder wo immer, m schaffen. Der Idealismus einerseits, die Not der Heimkehrer und Pogromflüchflinge andererseits, waren die Stern dieser Idee. Da der Weg nach Palästina vorerst verschlossen blieb, haben sich die in Wien angesammelten Chaluzim unter Anleitung dies Palästina-Amtes entschlossen, die Wartezeit hierzulande dadurch zu nützen, daß sie sich vornehmlich als landwirtschaftliche Arbeiter in der Umgebung Wiens" verdingten und jede Arbeit auf sich nahmen, die ihnen Gelegenheit bot, sich körperlich zu kräftigen und für ' ihren künftigen Beruf zu schulen. In den wenigen Monaten dieser ihrer Betätigung haben sie ihre jüdischen Arbeitsgeber, weiche sich nnr wegen des" Ausbleibens der gewohnten slowakischen Arbeiter mißtrauisch auf dieses Experiment eingelassen hatten, vollkommen von ihrer AdbeitswüKgkedt, ihrer Verläßlichkeijt und Ehrlichkeit überzeugt und bald auch, durch ehe verblüffende Anpassung an die neuen Verhältnisse ein gut Ted des Vorsprunges, den die alten heimischen Arbeiter vor ihnen voraus hatten, etagebraoht „ Beweis dessen, daß sie bä nichtjüdischen Axbextsgenossen und! von der bäuerlichen Bevölkerung als vollwertig emgesehätzt werden. In Gruppen unter selbstgewählten Leitern zusammengescWossen, pflegen die Chaluzim nach der barten Arbeit des Tages nach gut jüdischer Art auch die kultureller; Interessen, lesen jüdische Zeitungen, studieren hebräische Grammatik und Literatur, erörtern politische und püßtosophiscüs Probleme und halten jüdische Fest- und Gedlenktnge. Neuerdings haben sich alle Ghaluzäm auf dentsdhöstienreächischem Gebiet, darunter 200 junge. Männer und1 Mädchen, dEe in der Umgebung vom Wien und Graz in Arbeit stehen, zu einem Verband, zusammengetau, der Fühlung mit dien gleichgerichteten Bestrebungen in allen anderen Ländern sucht und für die ihm angeschlossenen Gruppen ein provisorisches Statut geschaffen hat Aus‘demselben ist henvonzuiheben, daß jeder Chaluz von seinem Barverdienst 20% einem Spar- und Reäsefond und 10% dem ahgemeääien Ghaluzimfoode abzufühiren hat Natürlich ist der Verdienst nacht hoch genug, um auch nur die dringlichsten Bedürfnisse der Anschaffung von Wäsche und Kleider zu «lecken, geschweige denn in Bälde den nötigen Reäseionds aufzuSbringen. Dies hat aber in (nichts die hoffmmgisfrohe Stimmung der Chatazim getrübt, wie aus mehreren, vom Referenten verlesenen Berichten . der eönzelnen Gruppen hervorging. Das Referat fand1 reichen Beifall und aus der- Mitte dies Publikums wurde eine Reihe von Stimmen Iaht welche es ials eine Pflicht der gesamten Judenschaft bezefehneten, diesen wackeren Pionieren mit -Rat und Tat beäzwstehen. Das Palästina-Amt Wiert; II., Zirkusgasse 33, ist bereit Zuwendungen an Wäsche und an KÜeidern entgegenzunehmen und erläßt zugleich an die jüdischen Landwirte den dringenden Aufruf, freie Arbeütsstelien ehestens bekanntzugeben, damit - die vielen ■ Qhaluzälm, die noch keine Arbeit gefunden haben, sich bei1 Amen um solche bewerben: Der XL Dlskussionsabend. Der XI. Dtskussäousabend findet Donnerstag, den 29: Max, 6 öhr abends am Gaffe City,- IX., - Porzeilp&a&se 1. L Stock, statt Vortrag des Herrn Pri'tPaiil Diamant über „Christliche Kirchen und Judenmissionen in Palästina“. Gäste willkommen. Kofonistenkurse In der Wiener Urania. Das Palästina-Amt macht die landwirtschaftlichen Interessenten für Palästina dringend darauf aufmerksam, daß vor kurzem ßn der Wiener UranEa Koloiüsteiikurse - über Obstbau, Kleintierzucht ■ Gemüsebau, lundwintschaf Hiebes Maschinemweson, Milchwirtschaf t Tierzucht, . Bienenzucht Pflanzenbau usw. begonnen haben, die bis 31. Juli «Hauern. Da bxiür von der Wiener Urania die ersten Fachleute als Lehrer gewonnen wurden undlehrreiche Exkursionen veranstaltet werden hievon die erste schon ' am 28. 4 M, in . die Obstbaumschule in Bockfläeß, and diese Kurse unseren Paläsfinainteressentem aufs Beste zu empfehlen, Teönieihmergeb ühr für alle Kurse zusammen K . 100. Teünehmeikarten sind unter Berufung auf das Palästina-Amt in der Verwaltungskauzlei der Wiener Urania L, Aspemplatz. 1. Stock, von 9 bis 1 und 3 bis 6 Uhr erhältlich. Ebe Teilnehmer werden aufgefordtert sich bei uns in Evidenz nehmen zu lassen und die erfolgte Eintragung in die Kalorristerikurse bekanntzugeben. aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaä Zur Ausstellung von Diplomen wird1 von der Sammelstelle des JNF. ein Kalligraph, der deutsch und hebräisch schreibt gesucht Persönliche Vorstellung in der SammelsteUe. II., Zirkusgasse 33 ( J49 bis 12% vorm, und 2 bis 5 nachm.). rTTTWWTVTWTirfVVVrrVTTTTVTWVVT Seldeingang vom 13. bis 19. Mai 1919. 1 . Deutschösierreäch ... . . . .K 2.913.69 Summe d. NF,-Spenden im Jaihre 1919 „ 111.190.71 Auf K 500.000, welche wir im Jahre 1919 erreichen wollen, fehlen somit noch . . . . . . K 388.80929 Tschlenow-tColonie Deutschösterreich: Graz: D. NFK.: d. TischgeseBschaft Schach . 100.— Wien: D. Josef .Kaliane: Gsmlt. «L K. Hammer b. Herrn Robert Auer an! dessen Wahl zum Bezirksrat 2 D. ai .N. Dr. Bruno PoQak, Paraau, Gemeindterat 100.— SAMMELSTELLE FÜR ÖSTERREICH WIEN ll/i, ZIRKUSGASSE NR. 33 Der „Jüdische Nationalfonds* ist dazu bestimm), in Palästina Grund und Boden ala unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volke« zu erwerben. Dunamspenden Deutschösterreich: Graz: D. NFK.: Familie Jakob Schwarz u. Dawid Deutsch azd. Verlobung i. Kinder Skfoaie u. Berthold 2 D. 100,— Linz: D. NFK.: Lt Jüd Nachr.Linz_208 — Summe 300.— ■ Bisher ausgew3esen_420.401.84 Somit bisher 420.701.84 Hepzlwald Dentschösterrdcb: Angern: Fessler-Gerber-Gartem: D. Dr. Josefine Grünfeid: Emil u. Setma Wichs 2 B. a. N. i. verstorbenen Schwester m Schwägerin Ella Redchenthal; Else Pisk 2 B.: Ella Pater 1 B.; zus. 3 B. an! d. Verlobung Fessler— Gerber: insg. 5 B. SO.— Baden: NFK.: 1 B. a. d. Louise Freiwillig Präsidentin d. Israelitischen Frauen-Wohltäifcigjkeätsvereiraes 10.— Graz: Blan-Weiss-Garten: D. NFK.: Wanderbund Blau-Weiss 5 B. a. N. Grete Heiter 50.—; 1 Jungenszug 1 B.; 1 B. a. N. Ebner anL Barmizwah 10.—; zus. 6 B. 60.— Linz: D. NFK.: Lt Jü<L Nafchr. Linz 60.— Wien: Hugo Zuckermann - Garten: Dr. med. Karl Terner -anL Thoraaiufimf;in Kutterplan 2 B. a. N. s. Braut FrL Thilde Fiedler 20,-r-; Eugen Knebel-Garten: Dr. Deo Goldhammer u. Frau a. Anlaß «Ser schmerzlichen Nachricht v. Tode ihres geliebten Schwagers Dr» Many Berger 5 B.; zur Wiederkehr d. Todestages ihres unvergeßlichen Freundes Ing. Eugen Knebel 1 B.; afs Gratulation zur Kanzleieröffhung ihres Freundes D. Heinrioh Schiff mann 1 B.; Josef u. Berta Knebel zur Wiederkehr dl vierten Todestages ihres einzigen heißgeliebten Kindes Bugen gef. am 25. Mai 1915 4 B.: zus. 11 B. 110.—; Dr. Chajes-Haio: Dr. Abraham Schwadron 1 B. a. N. oand. inr. Jaikob Weimer als kleines Zeichen herzlicher Würdigung der Art seiner mustergiltig hingebungsvollen und. pünktlichpflichttreuen zionistischen Arbeit 10.—; Lazar Rosenfeld-Haiu: Fr! Fritel Ku- , dßsch 2 B. a.! N. 20.— Richard Reich-Garten: Mizrt Reich •tr.'-Kiitder l'B. a. N:! Vaters* s. Ä. zum 13. Mai; dieselben gratulieren i! Schwägerin «. Tarnte zum Geburtstag I .B.; zus. 2 B. 20.—; ‘Ness-Zionah-Garten: D. Herrn Kaftane: Jufius Körpner 2 B.; 20.—; Schomrim-Garten: A. Tartakower 1 B. al N, Josua Wiesen anL dessen glücklicher Ausgrabung von 100 Kantiorfellöciftern 10.—; Rosa Epstein 1 B. a i N, 10.—;. Fr! Cftaje Goldbeng. Scheveningen gratuEert i Freundin Pesche Vorschiirm. Mielec zu L Hochzielt 2f B» a. d. N. 20.—; D. Oberländer (VereBn' Zion) Oberländer 20.—; Gewürz 10.—; Fischer. Roth, Dr. Lustig ie 5.—; zus. 4 B. 45.—: Isidor EUemberg 1 B. a.N. Leo Eisen 10.—: d. Arbeitsgruppe d. JNF. (d. Israel. Mütter) bei1 der Verlobung d. Herrn Reimamm,'A. Reiniahn ie 10:—; Reimann 5.—; Pasweg 5.—; Pasweg. Sprince. N .Ni, Reänmamt je 4.—; Birnbaum, Neker, Versdhleiser, Rosen» Steinberg. Birnbaum, F. Birnbaum, Rasweg, Falk. Birnbaum. R. Birnbaum, Leichen, Reimann. Malier je 2.—; zus. 90.—; Aron m. Iosef Sxorosum 1 B. a. N. FrL Schoschainach Reich 10.—; insg. _395.— Summe 200.— Bisher ausgewiesen 214.758.42 .Somit bisher 214.958.42 Q , Summe 57 a 675.— (rortaetzung dieae» Ausweise» In nflch»ier Nummer.) . Nachtrag zu Nr. 20 Sammelbüchsen Krems: Z. M. V. „Makkaiäa“ 16.—; Somuei Kolb 11.—; Karl Rjepham, „Zion“ je 10.—; Jakob Sachs 8.—; Ignaz Rephan 7,—; Cafe Fichtner 6.—; zus. 7 B. 68.— Wien: D. Emil Kafka: Emil Kafka 27.61; Alfred Löwenstamm 15.12. Dr. Kellner 10.—; ■ Podselvcr 7.50; Schachtitz 6.20; Frank 5.02; Möller 4.90; Herz 3.89; Mehl 3.46; Steiner 3J)2; Dr. Alex Jakoby 2.40; Bester. Dr. Slgm. Aldor je 2.—; div. 1.—; zus. 14 B. 94.12; Abraham Zahler 6.—; Caffe Kien 350; Kretschmer 2.81; ötusgesamt 17 B. 106.« Stimme 174.43 Allgemeine Spenden Wien: Ernst Grünberger.' Gustav Grünberger je 5.—; zus. 10.—; Abraham Rosenstingl (Kadimah), Budapest 20.—; Chaäm Klappholz f. Roseti- ■ berger 200.—: D. Herrn Paul Bauer: N. N. 1.70; Dr. Benno Schallinger 10.—; Dr. Samuel Russ 10.—; Kare 'Schön 10.—: Dr. Lia Gelbtudh 10.—; AmaEe Schreier 5.—; Dr. I. Brings 5.—; Med. Salo Schwamm 5.—; Leopold Rotter 3.—; Leopold Moses 2.—; D. M. Tager: Moses Niemand 20.—; Smlg. am 6. Mai 1919 in Zionistischen Zeirtralburcau 27.—: d. M. Tager 2.—; d. M. Tager: Mechel Splra 2.—; Gsmlt d. Bez.-Sektion Ottakring-Hernals 53.03; Schattner-Keller 2—; zus, 397.73 Marken und Telegramme Wien: D. NFK.: Krakau M. 775.60; Baar M. 12.40; T. 2.—; zus. 790.—