Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 4 (24.1.1919)
- Date
- 1919-01-24
- Page
- Seite 1 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage zur JÜDISCHEN ZEITUNG Seite 2 hr. 4 DER JÜDISCHE NATIONALFONDS des Vereines Keren Kalemeth Leiisrael « und Paläsfina-Amies es 'Redaktionsschluß am vorangehenden Freitag. Später einiaufende Spenden werden erst im nächsten Ausweis veröffentlicht. — Geldsendungen unr an das Postsp.-Kto. 100.208 Tel.45-3-25. SAMMELSTEUE FÜR ÖSTERREICH WIEN H/i. ZIRXUSGASSE NR. 33 Der „Jüdische Nationalfonds* ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als an- ▼eränßerlichesElgentna des jUdiadteaVoIKea zu erwerben. Mitteilungen des Palästina-Amtes Wie wir schon wiederholt betont halben, ist 8er Weg für Palästinafahrer über Triest streng gesperrt. Nun wären! seit Wochen in den interessierten Kreisen Gerüchte verbreitet, wonach, der Weg über Fiume ofienstehe. Ein Teil der von uns nächst Wien untergebräebteri Pioniere ließen daraufhin ihre Landarbeit stehen and machten sädh sogleich nach Fiume auf. Diese Gerüchte erhalten ihre scheMjiare Bestätigung, als die „Wiener jüdische Morgenzeiitiuing“ berichtete, daß der erste Transport der Chaiuzrm unter dem Jubel der Bevölkerung Fiumes auf einem amerikanischen. von einem Zionästen kommandierten Schiff unter ■ jüdischer Flagge nach Erez Israel ausgelaufen sei. Natürlich halben wir auf das erste .Gerücht Mn Verbindung mit unseren Vertrauens- Aenfien ta Fiume gesucht, um Klarheit zu schatten. Diese geben wir hiemit pflichtschuldigst der jüdischen OeffentKchkedt weiter, indem wir aus dem uns kürzlich zugegangenen Bericht des Gg. Giro GLass in Fiume vom 15. kIis. folgende Stellen wörtlich zitieren: In Angelegenheit :d!er Einwanderer tobe ich Ihnen sowohl in meinem als , aiuch irrt Namen des hiesigen Zionveneimes schon öfters geschrieben. Ich wiederhole und betone es daher, daß hier in Fiume dos Erlangen der Reiseerläubnis unmöglich ist, weil die Reise nach Erez Israel vom englischen Oberkommando grundsätzlich verboten ist Was die bisherigen Pioniere betrefft, so konnten wir nur ausnahmsweise, da es der erste Fall war, düe Pässe mit Hilfe eines amerikanischen Oberleutnants verschaffen, wissen jedoch nicht, ob sie angelangt sind, glauben und fürchten aber, daß dies nicht der Fäll £st Neuerdings sind 31 Palästätofahrer hier angelaingt Trotz aller Bemühungen war es unmögfidi, ihnen die Pässe izu verschaffen. Die Leute kehren daher nach Agram zurück. Sie kommen mittellos an; war können sie, mangels eigener Fonds, hier nicht erhalten, weiter öder in ihre Heimat zurückberörd&m auch1 nicht. Sieben JRogen. ..von..denen teh Ihnen..schon, geschrieben halbe, hatten wir Arbeit verschafft Hier aber gibt es so wenig Arbeitsgelegenheit daß nunmehr vier derselben schon arbeitslos wurden. Auch kann sich der amerikanische Offizier um (Üe Sache nicht mehr kümmern, nachdem seine Fürsprache äberaH höflich, ober entscMeden abgewiesen worden ist leb bitte Sie dringend, diesen meinen Brief einem jeden zu zeigen imtd womögliah zu veröffentlichen, denn sonst werden hier die .Zustände unhaltbar . ...“ Jeder, der nach dieser verläßlichen Aurklä- ■ijDiag dennoch den Weg über Fiume sucht tut dies auf eigene Gefahr und Verantwortung. D&e mehrfach geäußerte Besorgnis, daß idle JBniente-Ziomsten“ uns bei der Besiedlung Palästinas'züvorkommen, beruht auf einer Verkennung der Sachlage. Bei der günstigen wirtschaftlichen Lage Englands und besonders Amerikas ist eine jüdische Massenbesiedlung Palästinas von dorther ■ derzeit ', abgeschlossen. Auch sind unsere Führer dort daivon durchdrungen; daß der Vortritt den Jaden jener Länder gebührt, wo sie sich national and wirtschaftlich bedrückt fühlen. Wir sind im Besitze einer Erklärung Dr. Weizmajuts, daß, sobald es die politischen Verhältnisse nur irgendwie gestatten, zionistische Kommissionen ans eben diesen Ländern ausgeschickt werden sollen. Die Palästina-Woche, im Anschlüsse an Chamischah Assar Beschwat, hat einen günstigen Verlauf genommen. Wenngleich durch den Beschluß des Wiener Kultusvorstandes, seine Tempel nicht für Mittwoch, den 15. d M„ sondern nor für Freitag oder Samstag berekzustelfen. die Einheitlichkeit der geplanten Aktion in Jen Tempeln und Bethäusern Wieners gestört wurde, so haben doch die meisten Herren Gemeindejrabbiner. von der ihnen seitens des Kultusvorstandes freigegebenen Möglichkeit Gebrauch gemacht and feierliche Ansprachen über die Bedeutung des jüdischen Palästina-Kolonisationswerkes an ihre Gemeinden gehalten. Desgleichen laten die Herren Vereinsrabbiner, und in den Übrigen Bethämsera -wurde Sonntag, den 19. d AL, durch von uns beigesteilte Redner entsprechend propagiert Die freiwilligen Sammler werden hiemit aufgeiordert, soweit sie es noch nicht getan haben, sogleich mit uns abzurechnen. Unsere Beratungsstelle für Frauen 4»*-d Mädchen amtiert jeden Mittwoch' von 3 Us 4 Uhr nachmittags Wien, II., Zirkusgasse 33. Unsere Arb ei t s f ür s o r g e-Ab t e I- 1 n n g fordert junge Leute, die sich für Palastma schulen wollen, auf, sich persönlich zu meiden. Zwecks Komplettierung einer Arberterabteihmg, welche hierzulande unter fachmännischer Leitung geplant ist wollen sich in Wien wohnhafte Bauarbeiter (Maurer, Zimmerleute, Schlosser, Schmiede usw.), Mmeure und Partieführer, insbesondere beim ehemaligen Eisenbahnregiment Gediente, sowie Hilfsarbeiter persönlich, auswärtige aber vorerst nur schmtlich an uns wenden. Vor Zuzug nach Wien wird gewarnt.. Es ergeht die allgemeine Aufforderung, uns Adressen jüdischer Gutsbesitzer und Pächter bekanmtougeben. Jüdische Arbeitsgeber, vor altem Landwirte, werden dringtichs-i: ersucht uns ihren Bedarf an (mannSchen und weiblichen) Arbeitskräften bekannten K e b e n. Das Spendenbuch des jNF. In verschiedenen Städten tot sich das „Spendehbuch“ des JNF. als eine _ vorzügliche Einnahmequelle erwsesen. Teilweise sind ihe Spendenbücher von den Landessammelstellen herausgegeben and .verbreitet worden, teils harnen die zionistischen Ortsgruppen selbst ein «fernes Spenden- oder Familienbuch, geschalten. Früher : esrand das Bucii aus einem Ledereinband, an dessen Stelle heute eiin Leinemeinbamd zu empfahlen ist Das Buch enthielt auf dien ersten (gedruckten) Seiten einige kurze Informationen über die Organisation des JNF. und seine Leistunge11 in Palästina, außerdem einige hieraut bezügliche Illustrationen. Der Rest des Buches bestand aus weißen Blättern, von vornehmen, gut beschreubbaren Papier; d3e Blätter waren meist mit einer schönen Randleiste verziert Vielfach wurde es praktisch gefunden, lose Blätter zu verwenden, die mittels eines Pateßtverschfusses mühelos aus di&m Buche entemt werden können. (Man hielt es Z. B. 4b&- umt-daiür besseXwEidtragangen: von unverhältnismäßig kleinen Spenden nicht aufeubewabrea) Es ist indes zu beachten, daß Bücher i„cq„ RinMvm icirh erftabTich teurer Stehen ads andere. Das Spendenbuch gelangt tzur Benutzung bet Barmrzwaäis, Verlobungen, Hochzeitern Geburten, Tirauerrätlea bestandenen Examinas etc. Die Verwaltung dies Buches (in größeren Städten bedient man sich mehrerer Exemplare) hegt in den runden eines meist Weib hohen) Dezernenten -der Nr- Kommission, der für diese Tätigkeit besondere Eignung besitzt Dieser Detzemerd verfolgt in den Tageszeitungen usw. die Anzeigen über FaimÜenereigmässe und besorgt däraitrün unverzüglich das Spende mb uch. in das Hatus der betreffenden Familie. Er tut döes entweder persönlich oder überläßt es p-hy,m, mit der FairiHSe befreundeten Gesinnungsgenossen- oder es geschieht auch häufig durch einen bezahlten Botea der mit einem passenden Schreiben das Buch zwecks Eintragung einer Spende überbringt und; es nach einigen Tagen wieder abholt Wo es mögliph äst. freiwillige Hilfskräfte (junge Leute) iür die Gänge mit dem Spendehbuch zu gewinnen, verdienen dBese vor bezahlten den Vorzug, zumal sich ihnen eher Gefegehbei brietet für den Zionismus im aßgemeinen oder den JNF. speziell Propaganda zu machen (Unterbringung von Sammelbüchsen, Verkauf von Broschüren und Marken). — Im allgemeinen ist -es zweckmäßig, dem Spenderibuche eäne NF.-Fhigschrht beitzufügea die in den Händen des Spenders zurückbleibt Der Dezernent des Sperideribuches erstattet beä den Sitzungen der NF.-Kommissioin regelmäßig Berichc über seine Erfahrungen. Mitteilungen Eine Anzahl von NF.-Büchsen ist bei nns eingelaufen und wird nach vorliegenden Bestellungen versandt Da nach vielen Ortschaften jedweder Verkehr eingestellt ist wird die Verteilung mehr auf die im Westen liegenden Städte erfolgen NF.-Kommissäre können ihre diesbezüglichen Wünsche an uns richtea . Unser üg. Herr Kurt Saxl hat Im Oktober v. J. eine Aktion zugunsten des NF. unternommen, indem er seine Bekanntem welche damals im Militärdienste standen, verpflichtete, den letzten militärischen Monatsbezug dem NF. zuzuführen. Ein Teil dieses Geldes ist bereits bei uns eingegangen und unter Pionierfonds ausgewiesen. Geldeingang vom 9. bis 17. Jänner 1919 Mähren-Schlesien ....... K 3.259.58 Innerösterreich . . . ■.„ 2.646J17 Galizien.. 1.388.45 Somme.. K .- .895.00 NF.-Spenden im Jahre 1919 . . . „ 20339.48 Tschlenow-Kolonie Galizien: Gorlice: D. NFK.: üesmlt d FrL Sommer: FrL Goidstein auf Hochzeit Rosenbaum-Sonuner (Bieiitz) 160.—; Smlg. Qöbel-Roth 7.—; Zwi Kopito- Thorasp. in Synagoge: Wegner, Roth, Schubin, l.iehtenbcrg. Kleinmann. Pacher, Sperber je 5.—; ztis. 202; lene rösterreich: Wien: D. Wilhelm,Weiss: Spielgewiiui Romano 53-—; Schmerling, Wollner, Heimen, Ehrenberg je 10.—; Dr. Bilder 5.—; R. Kretsch f. Gefälligkeit 2.-—; zus. 100.—; gesmli. ü. Oskar Komomik 8.—; msg. 108.— Summe 310— Bisher ausgewiesen 208JS19.26 Somit bisher 208.829.36 Dunamspenden Galizien: Chrzauow: D. A. Wasserberger: Chaje Leser, G. Neufeld, G. Klein, E. Weinfeld 1 D. a. N. R. Zajac-J eschajuhi Leser anl. i. Hochzeit am 20 Schwat 30.— Gorlice: D. NFK. hebr. Kurse 1 D. a. N. L gebebenten Lehrers Benzion Umanski Summe JOO.— Innerösterreich: Wien: Efraim Schabes wünscht Rosa Becker rasche Genesung 2 D a. i. N. 100.—; Smlg: d Rika Scharfstein in häusL Gesellschaft bei S. Locker: Merfon Haber je 10.—; Kissmann 7.—; Scharfstein 6.—; Tillmger, Sinnreich, Locker, Scharf je 5.—: Wiznitzer 4.—; Locker 3.—; zns. 1 D. a. N. Tont Locker.60.—; zus-.— 169,— Mähren und Schlesien: Mähr.-Ostrau: D. NFK.: Maximilian (Mordechai Zewi haßevy) Krasny je 1 D. a. N. Marianne Reinhardt und Malczi Friedner 180.— Summe 360.— Bisher ausgewiesen 417.400.85 Somit bisher 417.760.85 | Heldenhaft» des Herzimaldes | Mähren «ad Schlesien: Lehraik: Leipniker . Heidengarten: D. P. Tauber: Teilreinerträgnis b. e. jikL Unterhaltung 10 B.; Alfred Burstein 3 B.; R N. 1 B. a. N. Max Schramek; Egon Fried 1 B.; zus. 15 B. _ leO,— Mähr.-Ostrau: Lvria-Hain: D. NFK.: Kochplatte Hermannstadt 12 B. a. N. Dr. Albert Scbönhof 126.60; Heldenhain Mähr.-Ostrau: D. NFK.: Selbstbesteuerung f. d Dezember 1918 dk iüd. Frauenu. Mädchenveremes .JAirjam“: Schindler; Neumann, Löwy je 3.—; Huppert, Thorz, Rosenzweig, Engel, Neiger, Komblüh, Popper je 2.—; div. 37.50; Maxim Krasny, Selbstbesteuerung 24.—; Smlg. Abrahamcr b. Tanzstunde. Exner 2 B. 22.—; Lt. Alfred Rosen 1 B.; zus. 11 B. 116.50; insg . . 243.1« Summe 393;!« Jahczeitstiftungeo. AnL d Jahrzeit d. Taiibah bath Jaakob HorowitzHalewijah Stanislau am 16. Schwat u. Chanah bath Taubath Horowitz Halewijah Stanislau am 2(1 Schwat wird je 1 B. gepflanzt - ■ 20,— Herzhwald Galizien: Chrzanow: M. Kornfeld - Garten: D. Sternfeld: Verein „Hatchijah“ 5 B. a. N. s. Sekretärin Rebekaii Lajac anL L Hochzeit not Jeschaiahn Leser 50.— Dynow: Ts-chlenow-Garten: D. MPK. gesnd d L. Kartenerlös 27.—; d Frankel Blocksammlung 24.—; Zughaft 20.—; zus. 7 B. 71.— Gorlice: Zwi Kopito-Garten: D. NFK. Gesammelt d Fd. Sommer — FrL Goidstein auf Hochzeit. Rosenbaum-Sonnner, BÜditz, 5B.aH Rosenbaum-Sommer 6«,— Tyczyn: Beth Jehuda-Garten: Verein Beth Jehuda (1 Rate) 230.— W Gedenket dar „Tsöhlenow-Koloxiie“!