Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 11 (1917)
- Issue
- 41 (12.10.1917)
- Date
- 1917-10-12
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE ZELTPSQ Nr. 41 sie öort kaum 3000 Seelen Wahlen. Das wird: sittlich gerechtfertigt sein. Aber wenn die luden die Vorherrschaft m Palästina für sich bean-i sprachen, das ist ein Unrecht — weif sie dort insgesamt nur 100.000 sind. Man könnte darauf erwidern, daß'in Ägypten, Indien. Algerien1 usw. nicht jene kleine Gruppe Engländer oder Franzosen regieren, welche dort in den Kolonien leben, sondern das ganze eoglidche oder französische Volk. Oie Kolonisten ,sind nur Repräsentanten ihrer Nation. Die Macht selbst gehört nicht ihnen' persönlich, sondern, den 45 Millionen Engländern und den .49 Millionen' Franzosen. Auf diese Weise Ist die Gerechtigkeit gerettet Das ist ganz richtig — und vor allem! in tmserem Falle richtig. Niemand fordert auch;, daß der ..Charter“ jenen 100.000 Juden gegeben werde, denen es gelang, trotz der DrahtZäiaie der türkischen Ordnung, in das Land zu getan-, gen. Palästina muß an das jüdische Volk ab-; getreten werden. Dieses Volk zählt 12 Millionen Seelen, d. i. 20 mal so viel #ls die 1500.000 Araber in Palästina. In einem' Zeitraum; von' vier Jahren wirft das jüdische Volk mehr als 600.000 Emigranten über den Ozean. Seine Migratiomsrreserve, d. h. jene Massen, welche man Zweifel-; los als potenzielle Emigranten befrachten kann, ist 8—9 Millionen stark. Wir fordern Palästina Hat Namen dieser Massen und nicht des gegenwärtigen „jischuw“. -.Der .Charter wird, wenn wir ihn erlangen sollten, nicht unseren Kolo-i nisten in Palästina, sondern dem ganzen jüdi-c sehen Volke — durch welches immer verantwortliche Organ repräsentiert — erteilt werden. Das jüdische .Volk als ganzes wird die Koloninisation des heiligen Landes betreiben', ihm1 Kultur und Kapitalien bringen. Dias Häuflein' Einwohner des heutigen Palästina — die Juden*' soir ctnohl (wie die Araber — sind im Verhältnis! zu diesem Volk eine unbedeutende Minderheit: Dje Juden sind bisweilen von einer Art Sentimentalität, die ans Komische gtenZt Sie lieben' ies/'über das bittere Schicksal ihrer Gegüer, manchmal selbst ihrer Feinde, ru ächzen. Ich kenne viele Juden, Welche'nodr heute — nach allem, was vofkam —.ein rührendes Mitleid für die" armen* Polen bekunden, denen .Gott eine Plage bescherte — dje Judenfrage. Mit den Arabern haben wir gottlob weit bessere" Beziehungen “als mit den Polen. Darum! seufzen wir über ihr Schicksal noch öfter und lieben Ein armes Volk — Sagen wir — eigentlich ist doch Palästina ein Teil des arabischen TeritorhünS. Sit kleben dort doch Seit so vielen Jahren. Und plötzlich tauchen wirf auf und wollen* Herren)- im!"Hause werdenIth sehe 'die ethische Seite dieses Problems mit ganz arideren Augen: Stämme: -arabischer Zunge bewohnen Syrien/ Arabien,*-Mesopotamien, Hedschas; Ägypten, Tri-' polis,. Tunis, Algerien und Marokko. - Auf diesem* Gebiete, -das^öhne.;Arabien'So groß ist wie ganz- Europa (ohne* Rußland) und ‘zur Ernährjung einer Milliarde Menschen genügt, hat sich ein Volk von .35 .Millionen niedergelassen. Andererseits gibt •es . ein ’ jüdisches Volk, das verfolgt und heimatlos-, ist undnkeinen Fledk Boden auf der ganzen Welt sein eigen nennt Es strebt hach Palästina: weil es kein eigenes Heim hat -— und weil aller Ruhm, alle Größe Und die ganze übermenschliche Rolle, die Palästina in der Geschichte der ganzen Welt Spielte, die Arbeit seines; Geistes war. Im Verhältnis zum' ganzen Territorium!, das arabische Stämme innehaben, ist Palästina nicht mehr als der hundertste ,Teil, Ich' weiß nicht, 'ob man in unseren Zeitläuften, noch1 ernstlich von Ethik reden darf, wenn* es sich um derartige Fragen handelt. Und wenn wohl, dann gestatte ich mir Zu fragen, was dann eigentlich' Ethik ist Besteht sie darin, daß der eine .viel und der andere wenig besitzt? Oder besteht sie darin, daß der -Bodens die Grundlage O'eS Lebens eines Volkes, sich in ungeheuren Ausdehnungen, in den Händen einer Nation befindet, die ihn -nicht einmal bearbeiten' kann, und das andere Volk wie ein Hund in fremden1 Ländern heimatlos umherirrt unter hinter iZäunen mft großem Neid auf die begehrten Wüsteneien hinüber blicke? Wo ward eine solche Moral ge-- hören? Wie kann man das Moral nennen? Die Ethik in den Beziehungen zwischen den Völkern ist im’ Grunde dieselbe , wie zwischen Individuen. Die Bibel schreibt vor, daß von Zeit zu Zeit das große Jubeljahr gehalten werde uiid dann jeder, der keinen Boden besitzt, seinen Teil von jenem (fordere, (der zu viel' von ihm! hat Statt 2,000.000 Quadratmeilen werden 'die Araber. 1,900.000 besitzen; aber in der Welt wird es einen jüdischen Staat geben ynd eine der schmerzlichsten Fragen der pesdiiehte wird sich ihrer Lösung nähern. Natürlich haben jene Araber, welche in Palästina leben, das Ivolle Recht, zu fordern, daß man sie nicht Verdränge. Das ist eine andere Sache; Das unterliegt auch keinem ^Zweifel und niemand denkt auch daran. Palästina hat genug Raum'. Die gegenwärtige Bevölkerungsdichte von-Palästina ist Zirka 20 Menschen auf einen Quadrat-« kilometer. ln der benachbarten Libanonprovinz leben etwa 70 Menschen auf einem' Quadrat-« Iciohneter, in Deutschland 12Q, in Italien 124, in- Belgien 257 und in den dichtest bevölkerten!' Teilen von Egypten 362. Ich kann mich hier; nicht mit Berechnungen beschäftigen, welche feststellen. wollen. Wieviel Menschen unter guten Bedingungen in Palästina auf einem Kilometer’ leben können. Aber (selbst wenn man den Liba-> nöm, dessen natürliche Bedingungen weit schlechter als die Palästinas sind, als Maßstab nimmt, dann hat Palästina heute schon zweifellos auf jedem Quadratkilometer für 50 Menschen Platz. Wir beanspruchen nicht die 20 besiedelten Ortschaften, aber jene .50 oder so und so viele verödeten, wenn es uns gelingen 'Sollte, durch unsere Arbeit und unsere .Fähigkeiten die ökonomische Kapazität und Bevölkerungsdichte Palästinas Zu vergrößern und den Verhältnissen europäischer Kulturländer Zu nähern. Damit erledigt sich die Frage der berechtigten Interessen "der heutigen Einwohner Palästinas. .Wir werden keine Einwände erheben, Wenn man es für nötig erachten sollte, Glauben, Eigentum, 'Sprache der Araber vor einer etwaigen Gefährdung durch1 Uns zu sichern...Der Schutz ihrer Rechte kann durch eine spezielle internationale Kommission öder durch die" Konsuln der Großmächte wahrgenomtnen werden. Aber keinerlei Moral kann anerkennen, daß die Araber das Recht ■ eines Vetos gegen die jüdische Kolonisation besitzen; keinerlei Moral kann einem Haufen Halbwilder das Recht einräumen, Sich’ ein Gebiet, das zur Ernährung von "Millionen genügen Würde, an- Zueignen, es der Weltwirtschaft zu entziehen und in eine Wüste zu verwandeln. . Ich gehöre dicht zu jenen, welche meinen', daß es im1 jetzigen Zeitpunkt naiv oder überflüssig ist, in der. Politik an Ethik zu denken: Natürlich kümmern sich die Machthaber der Welt nicht um1 sie. Aber das. jüdische Volk darf in(. seiner Politik und. Seinen Forderungen den’ Boden' des .Rechts nicht verlassen. Wir stehen auf die'» seta Boden, wenn wir von der Welt im1 Namen unserer ganzen Geschichte, aller unserer Leiden und im* Namen jener grenzenlosen Schuld gegen uns, die auf dem Gewissen der Welt lastet, die Üebergabe des Landes unserer Zükuijft in unsere Hände fordern. Es wäre nicht zu lassen, daß es Menschen gibt, die das nicht verstehen!, aber rasend kann es machen, daß diejenigen, welche die Frage der (sittlichen Berechtigung des Baseler Programms aufwerfen, beinahe ausschließlich Juden Bind. Vor dem Krieg sprach ich1 mit Politikern in England, Frankreich, Italien, Griechenland über den Zionismus —Und niemals hörte ich dieses Argument. Personen; die wegen’ der zionistischen Frage in ständigem* Kontakt mit den Regierungskreisen Englands Istehen, Haben niemals eine derartige Antwort erhalten oder dieses Argument gehört. Der politische Verstand gesunder Völker urteilt einfach und deutlich: eine Kolonisation ohne Macht ist undenkbar. Wenn die Kolonisation „ethisch“ ist, dann bedeutet es, " daß es auch die Macht ist, welche sie ernfög'- Ferner: Lehrmittelkunde; Besprechungen über Lektüre, Spiele, Sagen etc.. Besprechungen über die Methodik der Kinderheime und -horte; Methodik des hebräischen Sprachunterrichts; Umgang mit Jugendlichen; Musik, - jüdische und hebräische Lieder. Die Anmeldungen sind zu richten _ an': Jüdisch-pädagogische Kurse, Wien, II» Zirkusgasse 33, 1. Stock. — Sprechstunden für Auskünfte : Dienstag Und Mittwoch von 6—8 Uhr abends. Für das Kuratorium': Reg. Rat Prof. Dr. Wilhelm Jerusalem. Adolf Böhm. Anitta Müller. Adolf Stand* Literarische Nachrichten ln der ersten Augustnummef des „Literarischen Echo“ erschien von Unserem1 Gg. Dr.- Hugo Bergmann ein Artikel zur „Jüdisch religiösen Literatur“, in dem er (über die Büchef Achad Haams, Perez, ßubers, Brods,- Zweigs •usw. spricht Er schließt seinen Aufsatz mit de» Worten: „Vielleicht, daß Ider Krieg! mit seiner furchtbaren Konkretheit, mit dem' wirklichen Blut (und den wirklichen Wunden, ,dem' Wort seinen Stachel nimmt und die große Gefahr bannt, die!vor dem* Kriege dem' religiösen Suchen der jungen Westjuden (drohte: die Literatur.“ Das soeben erschienene, den XII. Jahrganglabschließende Doppelheft 11—12 der Monatsschrift in polnischer Sprache „Moriahi“ enthält folgende Beiträge: W. ß. „Volk und Menschheit“, Martin Buber „Kulturarbeit“, ‘Dr. -Heinrich Glanz „Zur Einheitlichkeit der jüdischen Jugendbewegung“, Dr. "Josef Tenenbaum' „Der jüdische Handel in Galizien“, Hugo Bergmann „Die Erotik der Juden“, Heim Harari „Sehnsucht“, M. Gold stein „Briefe aus Lublin“ (II), N. M. Gelber „Markgraf Wielopclski und sein Projekt der ■JudenreTorm“ (Schluß), Josef Fink eistein „Aus 'der Soldaten - Mappe “.. Rundschau: A. Tartakower „Kolonisationsmethoden in Palästina“, Hermann Rosen bl um /Zionistische Arbeit in Polen“, Dr. Ignaz Schipper „Germanen und Juden“.' Bibliographie. Neue Bücher. Als Beilage „Haschomer“, Heft 2. — Abonnement: jährlich K 8.— Mk. 6.—; halbjährlich K 4.20 Mk. 3.—vierteljährlich K 2.20 Mk. 1.50; Einzelheft K —.80 =* Mk. —.60. Zu beziehen durch den Verlag „Moriah“, Wien, I., Eben-, dorferstraße 3/13. _ , , ficht. -Wenn es für. England, Frankreich!, Deutschland etc., trotz ihres eigenen Bodens Sittlich' ist'Kolonien Zu besitzen, dann.1 ist es weit 'sitt'-i lieber für ein Volk, das überhaupt keinen Boden besitzt Nur. (von jüdischer Seite hat man diesen Einwand erhoben — der beste Beweis, daß es sich gar nicht um’ Ethik, sondern um1 Feigheit im' Gedanken handelt. Soweit der 'Aufsatz, zu dem wir im! Augen: blicke keine Stellung nehmen wollen. Wir wollen nur die Bemerkung hinzufügen, daß die Londoner Tagung keineswegs die Ansichten aller türkischer oder arabischer Kreise cjiedergab. Wiederholt ist im Laufe des Krieges Von1 türkischer oder arabischer Seite auf die Vereinbarkeit der arabischen und jüdischen; Interessen hingewiesen worden. So erklärte der jungtürkische Führer Sa 1 ih Bey Gourdji in einer Rede, daß die jüdischen Leistungen der letzten 30 Jahre in Palästina der beste Beweis wäre, was die Juden in Zukunft in Palästina zustande bringen könnten, wenn man ihnen die Möglichkeit gäbe, dort ein eigenes jüdisches Zentrum* zu bilden. 'Alle; tmeirfte er,' die Palästina besuchten, bewundern die großzügige Kulturarbeit der Juden. Wo früher Wüste War, stehen heute reiche Kolonien. Sie haben ganze Stadtteile und Dörfer geballt, Schulen, Kunstinstitute, 'Handels¬ und Indus trieunternehmulngen in einem1 Lande begründet, in dem* (vor ihnen (nichts war. Trotz aller Schwierigkeiten, imit welchen sie zu käiripfen hatten, haben sie die ökonomische und geistige Entwicklung des Landes in hohem 'Maße gefördert. Neben ihren historischen Ansprüchen erheben sie heute andere Forderungen, die indes imr bjjljg Isinid. Eine jüdische Republik in Palästina wäre ein Element des Friedens und des Fortschrittes. Sie würde ein Kulturzentrum1 bil-. den, das zur Regeneration 'des Orients beitragen und der Sache der Kultur dienen würde.“ Auchder "Araber Dr. .‘Ahtii, der Redakteur der in Paris erscheinenden arabischen* Zeitschrift „El Mostambul“, bestritt in einer von '3er französischen zionistischen Federation einberufenen Versammlung in der entschiedensten Weise die Möglichkeit eines Gegensatzes'zwischen Juden und Arabern. /Wir Araber“, erklärte D(r. Abui, „werden Euch (Juden besser begreifen als die europäischen Mächte. Wir sind’ doch alle Semiten- und haben dieselben Feinde. Darum müssen wir mit einander in Freundschaft leben“. Aus der jüdischen Welt Die Judenfrage In Rumänien. Man ist in hiesigen jüdischen iund sonstigen Kreisen über das Schicksal der rumänischen ‘ Juden sehr besorgt. Der Postvefkehr mit' Rumänien funktioniert fast fear nicht und wir erfahren aus1 kurzen Telegrammen riuri daß die" Läge 'der rüm'ä'-1 . nischen Juden eine entsetzliche ist. Auch Gerüchte über Pogrome und Ausschreitungen, die bisher unkontröllierbar und unwiderlegt sind, wurden in der letzten Zeit verbreitet. Die Zustände in Rumänien gewinnen durch die Tatsache, daß die rumänische Regierung außer Ver-< sprediungen und Ausreden, bisher nicht das geringste .zur Verbesserung der Schicksale der rumänischen Juden getan hat, eine ganz besondere Bedeutung. Man ist in jüdischen Kreisen noch nicht Über die Zu ergreifenden Maßnahmen schlüssig geworden, doch scheint der Gedanke einer Intervention der neutralen Judenheiten bei den Regierungen der Alliierten die meisten Aussichten auf Verwirklichung zu haben'. Man erhofft von einer Aktion der Westmächte, deren Sympathie Rumänien jetzt durch alle Mittel zu gewinnen sucht, für die Besserung der Lage. im nicht besetzten Rumänien den gewünschten Er- - folg. * Auch die in Amerika tätige Liga den dortigen rumänischen Juden beabsichtigt, eine Anklageschrift gegen Rumänien dem' amerikanischen Senat Zu überreichen, ubi die höchste Behörde der Union zu einem Eingreifen zugunsten der notleidenden rumänischen Juden zu veranlassen. (J. K.) Ein neuer jüdischer Kunstsalon für jüdische Künstler wurde in Berlin von der Kunsthandlung- Aschinger-Margules eingerichtet. Er dient dem* *■ einzigartigen Zwecke, jüdischen Künstlern die bisher fehlende Gelegenheit zu geben, ihre Arbeiten dem jüdischen Publikum vorzuführen. Ein glücklicher Gedanke, dessen Ausführung nur in, einer Stadt Wie Berlin geboren Werden konnte. Die Zahl der bewußt jüdisch* fühlenden Künstlet ist bedeutend größer, als man gemeiniglich annimmt. In der ersten Ausstellung findet man ü. a. die glänzenden Namen Salom'on P I e s* s - ner, Erich Wolfs fei d, Joseph Oppenheimer, Ernst Stern. Auch den jüngeren -ist id'.ie Möglichkeit geboten, sich dem' kauflustigen Publikum' Zu zeigen. Das Berliner Beispiel regt'Zur Nachahmung an. Der Botschafter Elkus über die Lage der Juden in der Türkei. Mr. Abr. Elkus äußerte sich - in einer Unterredung mit amerikanischen Journalisten und in verschiedenen Versammlungen anerkennend über die Haltung der türkischen Regierung.. Die Juden der Türkei leiden gleich der gesamten Bevölkerung unter den Folgen des Krieges. Besonders groß sei die Not der armen Juden, die, soweit ab möglich, yon den heimischen Glaubensgenossen unterstützt werden. Für die Hilfe aus . Amerika seien die türkischen Juden sehr dankbar, und er ’ (Elkus) sei beauftragt worden, Viele Danksagungen detf amerikanischen Brüdern und amerikanisch-jüdischen wohltätigen Instituten Zu übermitteln. Die türkische Regierung behandle die Juden außer-