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Jüdische Zeitung · 1917-08-24 · 34 (24.8.1917) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
11 (1917)
Issue
34 (24.8.1917)
Date
1917-08-24
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Augenmerk1, vorwiegend auf die Sammeltätigkeit ricfrtete.In'der Debatte über den Tätigkeitsbericht betont He*r'Emst.:Be ch er t (Teplitz), daß die Juden; durch :den- Krieg so Viel-geBtte^ hätten, daß» 'sie.; fibr nationale Fragen-umd Parteiarbät nicht idäs-i nötige- Interesse > aufbrächten. Dadurch sei die «Arbeit; des D. K. sehr erschwert gewesen undseirie .fruchtbare Sammeltätigk^t könne, nicht; genug anerkannt:werden. Herr-Dr. Ludwig -Singex fiihrt< aus.- daß .unsere Tätigkeit im ersten 'Kriegsjahr allerdings darnieder tag und unsere Arbeitsfreudigkcit gelähmt war, denn die Ztikwjft sei; ganz - in den Nebel des Ungewissen gebullt gewesen.’ Heute jedoch liegen die Verhältnisse faazsüders: Wir müssen, jbestrejbt sein, in unseren j tammesgenossen das Volksbewußtsein zu wekk^nt’ bzw. zu kräftigen. Wir müssen unsere Ziefeifeiri 7jns Auge-fassen: EKe.Schaffung einer- ÖfR^ß#.rqchttjfh gesicherten Heimstätte für das jüdwche;'V«ßc in Palästina und die. Schaffung eiqef( gesicbräten Zukunft für die Juti^n in den Land^rb, - in aeßen «je heute leben. Ehe Lösung derc C^ten- Frage ntüssen wir uhseter obersten Behörde ßßer^ä^eu^ die Lösung, der zweiten Auf* gaße ist . unsere Sache tuuLwlr müssen die entsprechenden Mittel hiezu finden. Auch die Festi-' gupg.uad, Ausgestaltung .unserer Organisation, | mißsseawir uns angelegen sein fassen. Je fester dies^ist, desto besser »kann die Leitung arbeiten. Wichtig-isf auch zu bedenken, ‘daß wir nicht altem : dk sind. Wir müssen' die- Unterstützung aussensteheoder-Faktoren suchen, .die an unseren Fragen, ein -Interesse haben. Diesen Aufgaben hat sich das. abfretende D.-K. nicht, gewachsen gezeigt. Diese Arbeit muß aber-in der nächsten Zeit, geleitet werden. Darum müssen Minner in die- Leitung, -berufen werden, die. fähig sind; Sie dUfChzufüqren. — N achdem außerdem (Ce Herren Dr,“ Seide mann (Teplitz),' Norbert A d!"er Die einzige Möglichkeit für den Zionismus heute in größerem Stile zu werben, bietet die Verbreitung der zionistischen Presse.; Sie allein. bereitet jetzt, den Boden, für eine später einzusetzende Propaganda vor. Darum, Gesinnungsgenossen, abonniert selbst die „Jüdische Zeitung“, damit sie ihre Aufgabe erfüllen kann, und. verlangt sie regelmäßig in jedem Gast- oder Kaffeehaus, wo ihr häutiger verkehrt Der Bezug durch Lokale würde nidit nur unsere Einnahmen wesenthd* erhöhen, dessen' whyiwie wiederholt mitgeteilt, dringend bedürfen, dadurch bestünde auch die Möglichkeit, daß NiOlt^OßdlMI durch Lektüre unseres Blattes' unser Programm, die Ziele, unserer Bewegung, die Arbeit, die Wir leisten. - die. Mittel-deren wir unsjbgdicnen, keinen lernen. £>arum, leset, abonniert und vet-j breitet die Jüdische Zeitung! Rechenschaftsbericht des. p.-K. zur Köintnis zu nehmen. angfppmmen. Sodajutschlug He^Norb. Adler vor In das D. K. zu weiten: Herrn Dr. zu; Revisoren die'. Herren Friedrich' Mautner und MaxSoudek.Die.Wahl wurde per accbmationem; vollzogen. Nach den Wahlen erstatteten Heir Max Br qd und Herr 'Albrecht H eilm.a-nri au^rb'äe Bcrjchte; über did zukünfjige;Arbeit‘und'die.'ivbii.den‘Zionisten zu'beob-| achtenden' aKgetttfütaV Richtlinien. Esf kamhiebei zueu^r,~ein«ßtnden’Erörterung der‘Aussichten füf7:(he.. ‘Verwirtcuchupg de£ ziOnistischen Prör granrins Auch- Mit ''Frage ’ -des Österreichisch-jüdisdrea Kongresses .wurde ausführlich behandelt. Herr Nörb; Adler besprach die Verhältnisse im böhmischen Sprachgebiet und Verlangte geeignrte.-Maßnsalup.'en zur wirksamen Propaganda des Zionismus, in diesen Gegenden. Mit derselben Frag«-. be#d»Mtigt*n sich awhdjeT Ausführungen des Her«i - E>rv Ejdlitz (Pijfcen). Zuotr Schluß-referierte-, Herr, Dr. Wilhelm St«j«, Mitg!i&a .deszjonistjfchen ZentraikpmiftcftfeiO'JWie&s~4U>er Onantsuioflsfnfen.' Au&e* Komiteesschlägt* Dr. Steinvor, das Distrikts-« koaktcc r> möge:, m-Ressorifejqgetiglt werden. BespqdcreAuhncr4csanikrit müsse der hlationalfondarbeit gewidmet Wfxdgü-Esgrfie nicht an, I dass- Böhmen bei eiqem Gesanjä«ngw?£* von .beiläufig <30(MWÖ K; »m fetzten. JaßreTl^oß mit j l741SjO>K. ybeteßigt/ sei, wo Böhmen, das vom : Kriegeuam-rmittcn; verschonte Land sei. Auchfür - das-' Kcienü^iü» wiuwebt der . Berkäitersta)ter: I Yv&m; &m' tpgi keit vor altem darin bestehen müsse, öteßisiesiih: - mit -d*a Tagesfoigep. ,qqsi$i«ider$etzejtt., - Naich- - 4eu> -Herr* JDr-< S j n g e r namens des Neugevyähltes Q,-K.’ ßb 'die' Wahli urid Herr Bechert dem abtedeudW D^KJ.-fü^ sicjme . T^gkeit: gedankt! Jsattee.wurderfcr Diatrjktitag geschlossen, Un-j «tteftjfediwaufdtöti.da?, K. zu-ä^a-rSi-; ZBUg^zMapim^tBs kpndi.tHi.erle sich folgendeymSfeshpr, .SA*g-e,r-Vpi^^ü^. Propag^ußi. jm . Dx^seMi Sry Sfhci-Wöhrer. Dr. B r o d .Otgjüis&KdÖÜftjjU Jfrpg;,.Jr;reua deütsthen Sprachgebiet, K o K n Na- Uo^foöcL -’Tr. ßie.SitzungenVdeS^ D.-K. finden jes-j uq» ^) 1 Uhr im jLQkai «ieS zjonistq gewogen, der zipntstisjben Qrgj^i^tio^ Zugänge lieh.- ÄeJüctisdieNatioival- ^_ ih. JoritS^em. Der Konferenz der rus- ■ Zionisten teilte W; R/~J^oßsi>lm. mik iieberühmte Bjhliothek des ' verstorbenen. Bu^-Däiod iG^burg. itt Pelersburg für eine Müßop-Maik jgdm‘üftjWd..4ef.J»ps^)^ Itätiaqal- ■BÄßoftsk-rfin- * - gqsdienkt wpfden" ist. Diese; iayßeeordentlich - wertvoBe SainUrlung',' die voi|<;dcei,Gräcrittio|icn von-, ‘Mäqenaten üna' Qelehrtim.- mitiviet>Wis«n, tiebe, Fleiß upd Weit- . herzigkeit a^ejegt. worden ist, ist jiut den Gebieten! iHebMipu «md Jußaica - eme det - reichsten und: kostbmvtmfeBlüisjieg-,'- Handschriften- und Antflcen-Sammlungen isi Europa. Das GeM für die hochherzige Sjh«ik)img Wurde von, Baronin Gimz- (lOÖOOOyuad't naten gespendet. Kolonisations-Arbeit hi Palästina. Die Moskauer Gesellschaft „Haboneh“, die ins Leben gerufen wurde, Jum Bau-Materialien In Palästina zuiproduzieren (und Bapten fm Lande 'zu-errichten, hätte bereits kurz nach jhremt Entstehen in» April ds.' Jahres ihre 100 Anteilscheine, die.sie aus; gegebenunddie jdns GesamtvennögenderGeselP Schaft in Höhe von 5 000 000*' Rubel ausraachen, verkauft. Die Geseltschaft „Scheerith Isroel“ in Möäcau, die die „Ruchama-Kolonie“, die südlichste jüdische' Kolonie in Palästina im Gaza- Distrikt errichtet hat, nimmt ihre Tätigkeit von neuem auf und hat zu diesem Zwecke neue Anteilscheine von insgesamt 5000 Rubel ausgeschrieben, die beinahe vollständig abgesetzt sind. Die Fruchtbarkeit Palästina, ln der „Voss.?tg.“ vom <!7. Juli führt Christian Bouchholtz aus: „Wir deutschen Soldaten sehen mit interessierten. Augen zu, wie der arabische Bauer sein Land pflügt —* Er hat da ein staunenswertes Requisit von einem .Pflüg in Händen. Dass Ist wie zu des ehrwürdigen Abraham Zeiten: - Ein ‘Gleitbrett und ein Döni;'der zahrätocherarttg ti«& Boden ritzt. Keine Ahnung voä einem Puugschar, das die Schölle1'wendet —Und doch! Das Land-gedeiht. Aber-wie würdees gedeihen, Wenn 'die Scholle auf möderne 'Art behandelt würde, mit MaschipeiVPt&ig ~* ‘soa*Wasser! Wir sehen die deutschen und amerikanischen Kolonien in Jerusalem und;Jaffa, und'-die vieleg. ü}»erS Land zerstreuten jüdischen Kolonien. Wäs‘ da die Leute aus der spendabeln-Erde zu schlagen wissen! Wir sehen die raffinierten Kulturen Anatoliens, die Juwele der BddenpflMte-sind, und dje Gärten um die wasserreichen Städte — welch ein Wachstum! Wie unendlich' - fetter ist diese Scholle als unsere deutsche! „Dassind Oärten des Ueberflusscs und gesegnete Paradiese!‘* At^; 4«r jüdischen Welt Der Antisemitismus fc» DeutschlandL Der Reidist^gsabgeordnete Dr. Werner hat mehrere'(antisemitische)Anfragenan -den [Reichskanzler gestellt.' Eine der ’ Anträgen vermögt die Abschaffung der; jüdischen' Feiertagshaltung durch jüdische Kriegsangehörige. Ferner 'fordert er ein Verbot der Lieferung von Mazzosmebl für die Osterfeiertage undein Verbot der Zuwanderung von Polen und Ungarn jüdischer Nationalität. Camille Hayanao» Sük ein jüfechea Palästina. Wi« das. jüdisaie Köireyponacnzbiäro im Haag berichte^ bringt die „Ok>be“ in Newyoric ein Interview ihres Stödchobner Korrespondenten jnit dem Sdaetär des intemationaltii' sozialistischen Bür?* CämiUe Huysmaßsi über die Judenfrage. (&utune Httyrinans «iHurte, daß er die'Gründung cincs Judaistaates m PäliUtina für wimsihenswert mui ’ möglich eradite.' Er glaube selbst an die. Möglichjceiti. durch' Vermitthuig I^eutschlands nut der Türkei zu einem Uebereinkommen zu gelangen und me zu veranlassen,'Palästina selbst zu einem' unabhängigen jüdischen' Staat äuszu- . nxfea;:]damit Bas eungwaaderndeVolk im^enen Laßäe;end{jch‘Rühe finde. Auf die Bemerkung des Korreqic^identen, daß er daran zweifle, daß [ die Juden hach 'Palästina zurüdcverTängen, antwortete Huysmans: Viele Juden fordern Palästina als eigenes Land. Eine große Anzahl von Juden wünscht sicherUdi in den Ländern zu leiben, wo sie jetzt wohnen. Aber eine weit größere Aazaßb wird Freudenthränen vergießen, wenn die Künde kömmt,'daß sie’in ihre Heimat zurückkehren können. „Ich kann Ihnen erklären“, sagte Huysmans, „Haß fünf große jüdische Organisationen sich stark für diesen Plan interessieren.“ Das jüdische sozialistische Büro jmt Haag hat sich,gleichfalls für ein jüdisches Zentrtan in- Palästiha eikllrt und die jüdisdie Delegation -wird auf der StockhoImer jKoitferenz er- Sdidnen, unr diesen Plän augemajraerzusetzen. Die jödisdie- K<M»gr«ßbeweguog kv Holtand. Das—Jüdisdie Korrespondenzbüro nn Haag bejfe.. Zioi^te Komitee ernannt haben, welches im Anschluß an die jüdischen Kongresse, die in verschiedenen Ländern organisiert werden, um die jüdischea- Forderungen gegenüber der Friedenskonferenz zu formulieren, eine nationale Kundgebung des holländischen Judentums im Monat November in Amsterdam veranstalten wird. Die englischen Sozialdemokraten für den Judenstaat. Dem Jüdischen Korrespondenzbüro wird Vom Ü0- Juli aua London telegraphiert: Eine Kommission'der Exekutivkomitees der Labour-Partei hat ein Memorandum ausgearbeitet, das für die Friedensvorschläge der Partei als Grundlage wird dienen können. Es wird den Delegierten unterbreitet werden, die heute zum Partei-Kongreß zusammentreten und es in ihren •Verbänden zur Diskussion stellen werden. Die endgültige Entscheidung über das Friedensprogranrai der Labour-Partei wird auf der außerordentlichen Konferenz gefällt werden, die am 21. August die Konferenzen der Sozialisten der allüeiten Länder einteiten wird. Das Memorandum enthält folgenden für das jüdische Volk bedeutsamen Passus: „Die Konferenz fordert gleiche iRechte für die-Juden (in ßlfen Ländern und gibt der Erwartung Ausdruck, daß ein inter-. nationales 'Abkommen wird getroffen werden körnten; wodurch Palästina von der türkischen Unferdnidcung befreit und zu einem freien jüdischen Staat werden kann“. D>e Juden m England und der Zionismus. Aus London wird dem Jüdischen Korrespondenzbüro im Haag geschrieben, daß die Neuwahlen ini „Board of Deputies“, die durch den aus Anlaß ‘des in der „Times“ vom Conjoint Committee publizierten antizionistischen Manifestes erzwungenen Rücktritt des Vorstandes notwendig geworden Wären, stattgefunden haben. Sir. Stuart-Samuel wurde zum Präsidenten, der Zionist Lord Rothschild zum Vizepräsidenten gewählt. Gleichzeitig wurde beschlossen, jede Verbindung mit dem Conjoint Comittee abzubrechen. Das Conjoint Committee, das außer den Delegierten des „Boardof Deputies“ mir Vertreter der Anglo Jewish Association — eines phiiantropischen Finanzinstitutes, das den Nachlaß des Baron Hirsch für das jüdische Volk verwaltet — enthält, hört durch diesen Beschluß auf, die offizielle Vertreterin der englischen Judenheit zu 9ein. Diese Aufgabe wird nun der „Board of Deputies“ oder der jüdische Kongreß in England übernehmen, zu dem in England jetzt Vorbereitungen getroffen werden. Die Hebung der jüdischt-retigiö&en Bewegung. In der Sitzung «es italienischen Rabbinerverbandes teilte Hr. Rabbiner Prof. Dr. Margulies in Florenz mit, daß er die von Raffaele Ottolen g bi für eine jüdische Organisation testamentarisch gestifteten 20.200 Lire dem Verbände zwecks Hebung der jüdisch-religiösen Bewegung in Italien zur Verfügung stelle. Die' Vertretung der Minoritäten in der Ukraine in Parlament und Kabinett. Die „Neue Zürcher Zeitung“ meldet aus Petersburg: Der tßcrainische Zentralrat beschloß, den nationalen Minoritäten in der Ukraine (Polen, Russen, Juden- und anderen) 30 Prozent der parlamentarischen Mandate zu gewähren. Dem ukrainischen Regierungskonritee, das 57 Mitglieder umfassen wird, werden 17 Vertreter der nationalen Minderheiten angehören, außerdem werden Vertreter der nationalen Minoritäten an die Spitze des Justizministeriums, des Ministeriums für Handel- und -Industrie sowie Bes Postdnd Telev gtaphenministeriums berufen werden. Die russischen Juden gegen die rumänische Regierung. Der Petersburger Korrespondent der „Times“ meldet, daß wahrscheinlich die Stadt Cherson der rumänischen Regierung zur Verfügung gestellt werden wird. Dem Odessaer Korrespondenten der „Times“ zufolge wehrte sich die' jüdisdie revolutionäre Organisation in Cherson ' dagegen, aber eine revolutionäre Volksversammlung1 in Odessa habe sich nach einem Wink des Arbeiter- und Soldatenrates in Petersburg erbötig gemacht, die Organisation in Cherson zu einer entgegenkommenden Haltung zu bewegen. JD(tische Erziehung in Rußland. Der russische Unterrichtsminister hat den Vorstand der Jüdischen; Erziehungs - Gesellschaft aufgefordert,' einen, ständigen Repräsentanten zu ernennen, der tien lVerhanalungen im Unterrichtsministerium beiwohnen soll. Das Budget der Jüdischen Erziem EMMERICH ABÄDI OTTO ABELES LUDWIG BATÖ BRUNO BERAN SIEGFRIED* BERNFELD MAXBROD MARTIN BUBER Z.F. FINKELSTE1N NACHUMGOLDMANN ALBRECHT HELLMANN A. S. JURIS S. KASSNER LAZAR KRESTIN HEINRICH LÖWE MAREK SCHERLAG ADOLF STAND HERMANN STRUCK BERNHARD TAG OSIAS THON WILHELM WACHTEL NORBERT WELDLER! Wunden I

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