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Jüdische Zeitung · 1917-07-06 · 27 (6.7.1917) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
11 (1917)
Issue
27 (6.7.1917)
Date
1917-07-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 27 Beilage zur JÜDISCHEN ZEITUNG Nr. 27 3=2 MITTEILUNGEN DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS SAMMELSTELLE FÜR ÖSTERREICH Herausgegeben im Aufträge der österr. Kommission des jüdischen Nationalfonds, II/i Zirkusgasse Nr. 33 Erscheint wöchentlich mit dem Ausweise der aus Oesterreich eingelangten Nationalfonds - Spenden Redaktionsschluß Sonntag vormittags. Später einlaufende Spenden werden erst im nächsten Ausweis veröffentlicht — Tel. 45-3-25—Postsp.-Kto. 100.208 WIEN, 11/1, ZIRKUSGASSE NR. 33 Der „Jüdische Nationalfonds* ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben. Vom V. Zionistenkongreß (1901) gestiftet, hat er jetzt schon 6 Millionen Kronen Vermögen, bei stetigem Zuwachs, der im letzten Friedensjahre (1913) eine Million Kronen betrug Ergebnis des ersten Halbjahres 1917 — 200.000 Kronen. Nacn dem Voranschläge haben tvir im 1. Halbjahr 1917 'die Spendensumme von 130.000 K erwartet. Unsere Erwartungen wurden um 70.000 K übertroffen und dieses Ergebnis beweist, daß wir selbst die Kraft unserer Organisation nicht genügend einzuschätzen verstehen, — Falls das zweite Halbjahr' die gleiche Spendensumme ergibt, werden wir in diesem Jahre 400.000 K erreichen, und aur diesen Beitrag erhöhen wir d eniVor an sch lag. — Da jedoch das 2. Halbjahr gewöhnlich mehr einträgt, hoffen wir, 'Ttaß es uns fm Jahre 3917 möglich sein wird eine halbe Million Kronen an N. F. Spenden aus Oesterreich auszuweisen. — Wir bitten die N. F. Kommissäre ihre Anstrengungen zu erhöhen, um diese Summe aufzubringen. — Wir werden Ende Juli die Statistik der N. F. Eingänge für das I. Semester veröffentlichen und die Leistungen der einzelnen Organisationen näher besprechen. Außerdem wfrd jeder N. F. K. eine briefliche Verständigung erhalten, wieviel er aufgebracht hat und wie sich diese Summe zu der kontingentierten verhält. — Trotz des günstigen allgemeinen Ergebnisses, haben manche Organisationen nicht einmal den präliminierten Betrag erreicht, und wir hoffen, daß sie das Versäumte im 2. Halbjahre nachholen werden. — Wir werden nach dem Kriege aller Wahrscheinlichkeit nach die Möglichkeit haben, eine erhöhte Tätigkeit in Palästina zu entfalten. — Um diese Möglichkeit äuszur.ützen und in erster Linie den Boden in unseren "Besitz zu bringen, müssen wir die Mittel bereitstellen, ‘und angesichts dieser Aufgabe ist die halbe Million, welche wir in Oesterreich im Laufe dieses Jahres aufzubringen hoffen, gewiß kein allzuhoher Betrag. Herzls Todestag. am 10. Juli 1917 soll überall feierlich begangen werden. — Ueberall sind Trauergottesdienste und Sammlungen für den Herzlwald zu veranstalten. — Die N. F. Kommissäre werden ersucht, ihre Berichte an die Sammelstelle ehetunliebst abzuschicken. — An unsere Freunde im Felde und in den Garnisonen! Unsere Soldaten werden sich sicherlich an der Ehrung Herzls am 10. Juli nach Möglichkeit beteiligen, und im Kreise der Gleichgesinnten, wo es nur angeht Herzlfeiern veranstalten. Schon im Vorjahre haben die jüdischen Soldaten ihrer Verehrun g für HerzI dadurch Ausdruck verliehen, daß sie einen Fond für die Errichtung eines Heldenhaines im Herzlwalde geschaffen haben, der uns schon jetzt die Pflanzung von 4000 Bäumen gewährleistet. — Jeder Baum im Heldenhaine trägt den Namen eines im Kriege gefallenen jüdischen Heide n. Viele Truppenkörper haben ihre toten jüdischen Brüder durch Errichtung eigener Heldengärten geehrt, welche den Namen des betreffenden Truppenkörpers (Baons, Regimentes) tragen. — Wir hoffen, daß mit der Zeit jedes Bataillon, in welchem jüdische "Soldaten kämpfen einen eigenen Heldengarten errichten wird, so daß das Register des Heldenh aines zugleich ein Ehrenbuch für alle diese Bataillone und alle Juden, welche in deren V erbande gefallen sind bilden wird. Wir bitten unsere Freunde anläßlich des Todestages Dr. Herzls am 10. Juli 1917 unter .den jüdischen Angehörigen ihrer Abteilung eine [Sammlung zur Stiftung von Bäumen im Heldenjhaine auf den Namen ihrer gefallenen Kameraden einzuleiten und zweifeln nicht, daß sich jeder sjude an dieser Ehrung jüdischer Helden gerne {beteiligen wird. \ —.—-— --! An die Gesinnungsgenossen! I Der Preis eines Baumes beträgt ab 1- Juli K 10.— (nicht mehr wie bisher K 7.—). Diese Erhöhung ist aus folgenden Gründen notwendig geworden: Es ist schon in der letzten Zeit vor dem Kriege nur bei Anwendung der äußersten Sparsamkeit möglich gewesen die Pflanzung und Erhaltung eines Baumes bis zur Ertragsfähigkeit, mit dem durchschnittlichen Aufwande von K 7.— zu bewerkstelligen. — Nun haben sich die Verhältnisse in vielfacher Richtung geändert. So ist insbesondere der A rbeitsiohn, der den Hauptbestandteil der Kosten bei Baumpflanzungen ausmacht, bedeutend gestiegen und wird nicht mehr auf die frühere Höhe zurücksinken. Außerdem kommt für uns die Verschlechterung unserer Valuta in Betracht, die nach dem Kriege, als wir mit ausgedehnten Pflanzungen sofort beginnen werden, wahrscheinlich noch längere Zeit andauem wird. Auch die übrigen Kosten, wie Verwaltung, Düngung, Bewässerung etc. werden nach dem Kriege gegen früher bedeutend gestiegen sein. — Wir bitten daher die. Vertrauensmänner, die incassierten Baumspenden ehetunlichst vor "dem 1. Juli an uns abzuführen — Nach diesem Termine wird die Stiftung eines Baumes nur bei Erlag einer Summe von K 10.— als voll befrachtet werden können. — Kleinere Beträge werden als Teilzahlungen ausgewiesen werden. — Wir hoffen, daß sich unsere "Gesinnungsgenossen mit dieser notwendigen Erhöhung leicht abfinden werden. An die Vertrauensmänner! Das Wachstum des Jüdischen National-Fonds hängt innig mit der Ausbreitung der zionistischen Bewegung, insonderheit der Lektüre der z i onistischen Presse zusammen. Wir fordern daher unsere bewährten Sammler dringend auf, sich die Werbung neuer Abonnenten für die „Jüdische Zeitung“, unser Ausweisorgan, angelegen sein zu fassen. Die zehn Kronen jährlichen Bezugsgeldes für die „Jüdische Zeitung“, deren Verwaltung vom Jüdischen National-Fonds vollständig unabhängig ist, gehen uns nicht Verloren. Im Gegenteil, je erfolgreicher die Propaganda für die „Jüdische Zeitung“ ist, desto tnehr vergrößern sich unsere Eingänge. Der Spender, durch die öffentliche Bestätigung seiner Gabe erfreut, wird mit Aufmerksamkeit die Mitteilungen der Sammelstelle durchsehen und, angespornt durch die allgemeine Opferwilligkeit, die ihm jede Nummer der „Jüdischen Zeitung“ neu vor" Augen führt, gerne neuerlichen Anregungen zugänglich sein, sein* Scherflein für den J. N. F. zu wiederholen und zu vermehren. Vertrauensmänner! Verlanget Drucksachen ein! Werbet für die „Jüdische Zeitung!“ Organisiert für sie wie für den N. F. die Propaganda! Dr. Egon M. Zweig Dr. Wilhelm Beige) Obmann Schriftführer Soeben erschien Heft 2 von „Erez Israel“ Mitteilungen des Hauptbüros des Jüdischen Nationalfonds. Dieses Heft (152 Seiten stark und illustiert) ist vornehmlich den Fragen der genossenschaftlichen und Arbeiterkolonisation gewidmet und enthält u. a. folgende Beiträge: Justizrat Dr. M. j. Bcdenheimer „Der Jüdische Nationalfonds, ein Rückblick“. Dr. Leo Goldhammer „Die landwirtschaftlichen Genossenschaften in Rumänien“, Harari „Zur Frage der Kwuzoth“, Dipl. Ing. S. Kaplansky „Landarbeiterfrage und Genossenschaft“, Nehemia de Lieme ,7Zur türkischen Agrarfrage' , Dr. Franz "Oppenheimer ,’,Groß und Kleinbetrieb“, Ing. Agr. J. Oettinger „Die ländliche Arbeitergenossenschaft in Palästina“, Hugo Schachtel „Ein Vorschlag“, Juiius Simon „Kapital, Erbpacht und Nationalfonds“, Agronom Wifkansky „Der Großbetrieb“. Preis M 1.50, K 2.—. (•Methoden und Kapitalbedarf jüdischer Kolonisation in Palästina“. Von Jng. Agr. J. Oettinger* (Preis K 2.50.) ist eine ernste streng wissenschaftliche Arbeit eines hervorragenden Fachmannes. Kein Jude, welcher sich ernstlich für die Probleme der Kolonis ation Palästinas interessiert, sollte es versäumen, diese Schrift zu lesen. Preis Mark 2.— K 2.50. Bestellungen an: 'jüd. N.-F., Wien, II. Zirkusgasse 33. Oie Gg. Gg. werden ersucht die Bestellungen auf die neue verbesserte und erweiterte Auflage des Hebräischen Lehrbuches für den Selbst- und Schulunterricht von M os e s Rath, an den: „Jüd. Nationalfond“, Wien, II., Zirkusgasse 33, zu richten. Der Preis des Buches wird dadurch nicht erhöht, dem J.N.F. aber eine Spende zugeführt. Der Preis eines gebundenen Exemplares samt Schlüssel beträgt K 7.—; ohne Schlüssel K6.—. Der hebräische Teil allein kostet K 3.50; Porto 40 h, rekommandiert 65 h, Nachnahme K 1.05. „Oie dritte Phase des Zionismus“ von Max Brod. Dieser in der „Zukunft“ vom 20. Jänner erschienene ausgezeichnete Artikel unseres Gg. des bekannten Schriftstellers Max Brod ist als Sonderdruck in Form einer Broschüre herausgegeben worden. Um unseren Gesinnungsgenossen den Bezug dieser Broschüre zu erleichtern, haben wir eine Anzahl Exemplare erworben und verkaufen sie zum Preise von 50 Heller pro Stück. Der Erlös aus dem Verkaufe der Blau-weißen Fähnchen soll zur Vermeidung brieflicher Mahnungen baldigst verrechnet werden. Die bisher nicht verkauften Fähnchen bitten wir uns zu retounieren, da wir sie anderwärts verwenden können. Ansichtskarten des JNF. sollen von jedem Gg. benützt werden. Preis der Wachtel-Künstlerkarten in Dreifarbendruck (6 Sujets) 20 h pr. St., K 16.— pr. 100.; der Lilien- Künstlerkarten (Illustrationen zu Rosenfelds „Lieder des Ghetto“, (12 Sujets) 20 h pr. St., K 16.— pr. 100 St., zusammen 1 Serie Wachtlkarten und 1 Serie Lilienkarten, (18 St.) K 3.—; der Heliogravüren (Porträts) 12 h pr. St-, ’< 10.— pr. 100 St. Soeben erschienen Oer Jüdische Nationalfond von Adolf Böhm in jüdischer Sprache. Preis der Schrift (56 Seiten stark) 1.— Krone. ■nts« Sämtliche Jahrgänge der Zeitschrift „Altneuland** zu kaufen gesucht. Hauptbüro des J.N.F Der Haag Kein jüdisches Haus ohne N.F.-Büchse!

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