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Jüdische Zeitung · 1917-04-06 · 14 (6.4.1917) · page 7

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
11 (1917)
Issue
14 (6.4.1917)
Date
1917-04-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 14_Bcflage zurjQDlSCHEN ZEITUNG_Nr. 14 HUMMER 14 ÜITTCII C./4. — 1917 DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS SAMMELSTELLE FÜR ÖSTERREICH Herausgegeben im Aufträge der österr. Kommission des jüdischen Nationalfonds, II/i Zirkusgasse Nr. 33 Erscheint wöchentlich mit dem Ausweise der aus Oesterreich eingelangten Nationalfonds - Spenden Redaktionsschluß Sonntag vormittags. Später einlaufende Spenden werden erst im nächsten Ausweis veröffentlicht — Tel. 45-3-25—Postsp.-Kto. 100.208 WIEN» 11/1, ZIRKUSGASSE NR. 33 Der .Jüdische Nationalfonds* ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben. Vom V. Zionistenkongreß (1901) gestiftet, bat er jetzt schon 6 Millionen Kronen Vermögen, bei stetigem Zuwachs, der im letzten Friedensjahre (1913) eine Million Kronen betrug Chol'HamoedPessach- ^Bachsenleenjngr_ Ein Jubiläum. In diesen Tagen sind es fünfzehn Jahre geworden, daß der jüdische Nationalfond gegründet wurde. Im Verlaufe dieser Aera seines an schöpferischer Arbeit reichen Bestehens entfaltete sich der Nationalfond und wurde zu der bedeutendsten nationalen Institution, über die das jüdische Volk heute verfügt. Bei seiner Errichtung fußte der Nationalfond nur auf dem1 einen Grundgedanken der Aus- Iösungide[r Erde. AI(sf (aber Herzf die T aschen der reichen Juden, die von jedem nationalen Erneuerungsgedanken weit entfernt waren, Verschossen fand und zu der untrüglichen Ueberzeugung kam, daß" diese Auslösung nur durch das Volk in seinen breiten Massen kommen wird, daß jede jüdische Seele, die das Schmerzliche unseres Daseins fühlt und unsere Erlösung herbeifleht, mit ihrem' Pfennig an der Erlösung des Landes mithelfen muß und daß nur so, Ziegel an Ziegel, das Gebäude desun seine Heimat zurückkehrenden Volkes errichtet werden kann — trat dem ersten Grundgedanken des! Fonds ein neuer hinzu. Die^ Idee, daß der Nationalfond durch die Pfennige der großen Volksmassen angesammelt werden solle, verpflichtete zur Nationalistrune des Bodens. Denn das, was durch das ganze Volk geschaffen wjrd, muß auch. Besitz des ganzen Volkes sein. Das ganze Vermögen des Nationalfonds ist also das Vermögen des jüdischen Volkes. Sein Besitz kann wejjer Einzelnen erblich übergeben, noch irgendwem für ewig verkauft werden. Der Nationalfondboden ist dem Volke heilig. Die neue soziale Idee goß ihren Zauber über die Volksinstitution und eroberte aller Herzen. Eine eigenartige nationale Hei’igkelt schwebt über ihr seit dem1 Tage ihrer Gründung. Der der zionistischen Bewegung eingeborene Volksgeist, der lange Zeit frei in der Luft schwebte, fand im’ Nationalfond seinen Krvstallisationspunkt. Hier verkörperlichte er sich zu greifbarer Gestalt und gelangte zu seiner wahrhaften Offenbarung. Und als der Nationalfond in Palästina selbst seine Tätigkeit zu entfalten begann, wurde Seine' hohe und vielfältige Aufgabe immer klarer und tiefer. Zu den zwei alten Grundgedanken gesellte sich noch ein neuer, der jenen erst Bestand gibt: die Auslösuug de r Arbeit. Der Versuch der neuen jüdischen Ansiedlung lehrte, daß die Erde nicht durch Geld allein ausgelöst werden kann. Die bäuerliche Bevölkerung/ und allle Arbeitenden und mit der Kraft ihrer Arme .Schaffenden sind die wirklichen Aufhnüer der Heimat. Der Arbeiter ist mit seinem Wohnsitz eng verknüpft. Die Arbeit braucht Arbeiter und erweitert den Jischuw und wird so von selbstzur Grundlage eines nationa'en jüdischen Kolonisationswerkes. Die arbeitenden Massen sind die tiefe Bodenschicht, die mit ihrem1 Saft alles nationale Wachstum nährt. Sie Sind die wahren QuePen des Lebens, die nie versiegen werden. Der Nationalfond erkannte den großen Wert jüdischer Arbeiter und richtete seine Tätigkeit aui das -große Ziel: den jüdischen Arbeitern Erde und der jüdischen Erde Arbeiter zu geben. Nur der-Nationalfond. deF nicht materiellen Vorteil und augenblicklichen Gewinn im' Auge hat, sondern bei der Kolonisätion'arbeit von hoher Warte aus nationalen Gewinn erstrebt, nur er vermag die Vorhereitungsarbeit zu reisten, die die jüdische Ansiedlung in Palästina so nötig hat. ' , Der Nationalfond ist das bedeutendste und grundlegendste Mittel der iüdicchen Kolonisation in' Erez Israel uifd in erster Reihe ist er dazu berufen. Großes und Schöpferisches zu wirken. Feldgeruch und der frische, fruchtbare Geist des Snens 'Und "der Belebung, der seif zweitausend fahren aus! unserer Mitte geflohen war, entströmen den Werken dieses nationalen Instituts im' Lande. . Im' Jüdischen Nationalfond haben wir das- Organ gefunden, das Seine Kraft aus dem1 ganzen Volke zieht und sie dem' ganzen Volke weiht. . Er ist die große nationale Schöpfung, die das Galuth für die Heimat, Schuf, die den Heimkehreriden den Weg weist und ebnet. („Jüdische. Rundschäu“-Berfin.) Die Ipendemumme im I* Viertel- . Jahre 1917 beläuft sich auf 76.000 Kronen. Im Voranschläge haben wir ein Wochenminimum von 5.000 Kronen festgesetzt. Das würjde für ein Vierteljahr (gleich 13Wochen) Wem Betrage von 65.000 Kronen entsprechen, so daß wir in den ersten drei Monaten den Voranschlag um mehr als 11.000 Kronen überschritten haben. Allerdings sind die ersten Monate einträgli- . Cher als die späteren und wir konnten insbesonsondere bei Pturimsammlungen einen überraschend befriedigenden' Erfolg verzeichnen. " Nichtsdestoweniger hoffen wir, daß sich der bisherige Wochendurchschnitt von beinahe 6000 Kronen in Hinkunft nicht verkleinern wird und wir demgemäß, die Jahressumme von 300.000 K erreichen: werden. Wir verweisen auf die heute veröffentlichte Spendenliste aus Krakau, den ersten Erfolg einer großzügigen Propaganda unserer dortigen Freunde. Diese Aktion verdient eine besondere Beachtung, weil sie Kreise umfaßt, die kapitalskräftig sind und in der Lage, unsere Bestrebungen erfolgreich zu fördern, nur größere Beträge entgegennimmt (zumindest 1 Dunam), und den Beweis dafür bietet, daß man für den Nationalfond überall und bei allen Juden — wie immer auch ihre politische Ueberzeugung sein mag, wenn sie nur nicht den Zusammenhang mit dem Judentume verloren haben — Freunde und Förderer gewinnen kann. Der JNF. hat eine so klare und schöne Aufgabe, seine bisherigen Werke sind so hervorragend, und überzeugend, daß jeder sozial denkende Jude ihn gerne fördert, wenn.man ihm hiezu hur die Gelegenheit gibt, und die Vorurteile beseitigt. Das Beispiel Krakaus wird vielfach Nachahmung (Enden. Ende April werden die Vertrauensmänner die Verständigung erhalten, Wievier in ihrem' Sprengel im I. 'Semester' 1917 gesammelt wurde und wie sich diese Summe zur entsprechenden Quote des Voranschlages verhält. Geldeingang vom 24. März 1917, bis 31. März 1917 aus: Galizien G:.K 5335.69 Polen P. 1604.90 Innerösterreich IO.• » 1477.37 Mähren-SchlesienMS;.» 1142.25 Aus dem Felde. 594.45 Böhmen B . 276.57 Südslavische Länder S.S1. 10.— Bukowina Bu.. ■ —.— Summe. ..K10.441.23 NF-Spenden ■ .. „10002J58 Diverse andere Spenden . .. 438.65 Summe der NF.-Spenden im Jahre 1917.K 76.249.30 Auf K.260.000, welche wir Im Jahre 1917 erreichen wollen fehlen somit noch K 183.650.70 Dunamsammlung In Krakau I. Liste Durch Dr. S.;Ehrenpreis: Dr. Raf. Landau 2 .DiAi Dr.‘Ludwig Merz 2 Dunam; Ignatz Ehrenpreis; Plaschover Dampf-Ziegelfabrik; Firma Liban u. Comp. Kalkfabrik: Dr. Bernard Steinberg; Johann Steinberg; Dr. Siegmund Ehrenpreiss je 2 Dunam"; Fr. Sofie Finder 4 Dunam, Dr. Gustav Rrätzel 1 Dunam zus. 21 Dunato 1050.— Ounamspende. Aus dem Felde und aus den Garnisonen: Gesammelt durch Lt. Maximilian Altbach bei einem Kameradschaftsabend des 2. Baons.. des Inf.-Reg. 54: Lt. Steckler 40.—f Altbach, Baderle, Wolf, Hersch je 30j—; Drescher 10.—; Fähink". Dr. Goldreich, San>Fähnr. Schlesinger je 4.—; Fähnf, Schanzer 2.f—; als Rest für 4 Dunam ä. N. der gefallenen Veriten; Dr. Albert Schönhof, cänd. ing. Oskar Woliner, can’d. ing. Siegfried Ticho, cänd. ing. Leopold Schulhof . 180.— Bielitz MS,:’ Heinrich Braun 1 Dunam 50.— DziaToszyce P: Durch S. Friedman: Reinertrag vom Purim-Abend veranstaltet durch die Herren : Sam’ Friedmann, Ch. KoTatacz, D. Skora, M. Chilewicz,, S. Wdowinski, J. Leschmann u. L. Öpatkowitzer 112.—; Purimsamtalung im„BejShamidrosch“ gesammelt durch S. Friedmann u. St. M. Skorecki: Silber, Kac, Skorecfci je 2 —; Edelisv- 1.30; Friedmann, Skorecki, Breuer, Ga- Ionski Niebelski, Hampel, Kaiser, Lustmann, Leschmann, Jorista, Birnbaum, Spokojny, Rafalowicz, Karniol, Rzerzak, Ptasznik, Platkiewidz, Jorista, Skorecki, Jorista, Friedmann, Brandes*, Natansohn, Lewit, Platkiewicz, Schlewinski, SpEuwac, Spokojny, Schlamowicz, Feinmann, Taumann Kolatacz, Safat je 1j—div. 21.20; zus. 61.50; gesammelt 'bei Aj Reisfeld 3.—; Zuckermann 1.. —; ges. bei T. Meryn 4.60; ges. durch Friedman bei der Hochzeit der Anna Olmer aus Brynoczyce 4.10; ges. durch Frl. Rosenfrucht und Herschfewicz bei der Hochzeit der Rosa Rosenek: Rosa Rosenek 7.70; Tzejkowski, Taumann, Kac, Finkeistein je 2.—; Richter, Rosenek, C. Rosenek, Mjntz, Weinstein, Finkeistein je 1.—; div. <4.20; zus. 100.10; insges. 4 "Dunam "112.10 Elwanowitz. MS: R. Milchspeiser u. Kätscher 10.— Graz IO: Durch Hermine Feuerstein: Z. M. V. Makkabäa 25.—; Lt. Brunner 10.—; zus. 35.. —; als 1. Rate für 1 Dunam a. N. Z. M. V. Makkabäa 35.— Gliniany Gal: Durch Efraim Katz: Purim- Sammlung durch Hirsch Nadler und DawidRoth: Mehhnann 18.—; Ben Jeheskiel, Dr. Korkis, Katz, Angstreich, Schräge, Schanim, Schlumper, Lt. Schöngut je 2.—; Reinherz, Vogelfänger, P. Vogelfänger, Hochberg, Klotz, Nadler. Dreifuß, Zwieber, Mauer, Vogelfänger, Groß, Wolf, Zank, Feilet, Neumann, Beutet, Nadelstecher, Hescheles, Hecht, .Vogelfänger, Hafipern, Richter, Roth, Grüribaum, Rubin, Zwerling, ‘Banner, Wolf, Schaffer, Schlumper, Nadler, Beer je 1.—; div. 52.20: zus. 118.20; hievon 34.88 als Restzahlung für die 10 Dunamsammlung zu Ehren unseres verehrten Oblt. Salomon Nussbaum-Speiser: 83.32; ats erste Rate für weitere 10 Dunam auf denselben Namen 118.20 Jaroslau Gal: Henriette v*on Ott 5.— Kranostaw P: Durch Barucb Herstein: ant, der Hochzeiten: Mordechaj Helftnann-Weisirfann, ges. durch Frl. Rosa Rosenbaum und Rosa Lewkowitsch : Planer, Nowok je 3.—; Rosenbaum, Lewkowitsch je 2.—; Schenbrun, Klosowska, Weismann ie I.—; div. 2.30; durch Fischet Herstein: und Feiwet Kupferstock: Helfmann 2.—; Pelc 1.50: Weismann 1.—; div. 2.—; zuS. 21.80; Samson Holzblat-Hena Kraft am 12. Adar 5677; ges. durch Frt Golda Hochmann und Esfera Rosen: Holzblatt 10.—; Montag 4.—; Safmann, Gramer, Rotstein, TauMieb,'Hotzblatt, Weingarten, Hochmann, Roser. Holzbfat je 2.—; Cuckermann, Kraft, Hotzma-a, Meer, Fleschler, Binenkopf, Kleinmann, Wo’", Beronek, Ulmann, lonus Rosbruch je 1.—; div. 2,20; zus. 47.20: Matvsjohu, Feigenbaum-Sara Laia Baum am 22. Adar 5677 gesammelt d. Frl. »Rosa Rosenbaum' und Rosa Lewkowitsch: Greger, Radomirski, Storuschewitseh ie tO.—; Tomaschewski 6.— : Baum! 4.—; Holzblat, Schwarzbier, MerenStein, Feigenbaum, Montag, Rosenbaunr, Lewkowicz je 2.—; Singer, Rosenbiat, Stützer. Ha'pern, Zuckermann Spürer, Pechter, Kuna, Geist. Pechter, Rubin, Leiter, Rotstein, Porenstein. Kohn, Na"el. Feigenbaum. Rubin, Perelmiitter. Feigenbaum. Reichmann, Feigenbaum', ie 1.—: 'durch Hersch Zuckeripann und Feiwer Kunferstock: Feigenbaum. N. Feigenbaum ie?.—: Lermann 1.50; Pereimutter, Dreksler. Rotstein, Feigenbaum, Legmann. Reich- 'mert je 1.—; div. 1.80; zus. 89.30; anl. des Eintreffens d. Samuel Rosen nach Krasnostaw am 12. Adar 5677 gesammelt durch P. Herstein, G. Hochman, und E- "Rosen: S. Rosen. L.. Rosen, A. Rosen. Rosenzweig je 10.— : Pereimuter 4.—; Hinrmelbfum, Schock, Baumfeld je 2:—; zus. 50.—: insges. 4 Dunam 208.30 Klasno G: Famv Pesrlberger. Fabrikantin, ein Dunam a. d. N. Albert- "Löw. Wien, zu seinem 80 Geburtstage (31. März 1917) 50.— Krakau: G: M'. Wander 4 DutnanV 200.—; Israe I’Brav a. d. N. Seiner Frau Anna Brav 2 Dunam 100.—; durch NFK: Louis Lustbader 1 Dunam a. N. s. Eltern Saiomea und Lotti ant. s. Heimkehr von der italienischen. Front trotz schwerer Verwundung 50.—; Durch Oberarzt Dr. Ch. Hilfstein: N. Nt. 2 Dunam' a. N. des Reg.- Arztes Dr. Leop. Sofer 100.—; zus. 150.— 450.— Linz IO: Durch NFK: Sammlung Max Sonn: Orga Steiner; Gisa Sternschein, J. Sternschein; J_t: W. Schwager, Lt. K. Schwager, Fhr. Spitz; E.-Fr. Rado; E.-Fr. Sonn, je 5.—; Sissy und Hedy Freund je 4.—; E-Fr. Zgsf. Otto Deutsch 2.—: zus. 1 Dunam a. N. des N. F. Kommissärs Paul Stein 5(K— Mähr. Weisskirchen MS: Adolf Baron 20.— Gedenket des Jüdischen Nationalfondsl

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