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Jüdische Zeitung · 1917-01-19 · 3 (19.1.1917) · page 9

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
11 (1917)
Issue
3 (19.1.1917)
Date
1917-01-19
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr 3 ~ Beilage zur JÜDISCHEN ZEITUNG Nr. 3 NUMMER 3 MITTEILUNGEN 19.1. — 19t? DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS SAMMELSTEULEFÜR ÖSTERREICH j Herausgegeben im Aufträge der österr. Kommission : des Jüdischen Nationalfonds, II.',. Zirkiisgasse Nr. 33 I Erscheint wöchentlich mit dem Ausweise der aus. Oesterreich eingelangteri Nationalfonds - Spenden Redaktionsschluß Sonntag vormittags. Später ein- laufende Spenden werden erst im nächsten Ausweis veröffentlicht — Tel. 45-3-25-T’ostsp.-Kto. 100.208 t WIEN, 11/1, ZIRKUSGASSE NR. 33 Der .Jüdische Nationalfonds“ ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben. Vom V. Zionistenkongreß (1901) gestiftet, hat er jetzt schon 6 Millionen Kronen Vermögen, bei stetigem Zuwachs, der im letzten Friedensjahre (1913) eine Million Kronen betrug * > An alle Freunde des Jüdischen Nationalfonds Vor einem Jahre haben wir, unter Berücksichtigung des.Spendenergebnisses'des Jahres 1915 und mit dem;Ziele, den Spendenstand des letzten " Friedensjahres - wieder herzusteilen. -Deschlossen. die Summe von K 150.000 als da; Minimum der NF.-Spenden im Jahre 1916 ais Oesterreich aufzubringen. Dieser Beschluß hat zu manchen ernsten und humoristischen Einwendmgen Anlaß gegeben. Vielmals wurde die Meinung geäußert, daß wir -im dritten Kriegsjahre nicht in der Lage sein werden, diese verhältnismäßig, hohe Sperdcnsumme aufzülringen. . Wir habe l uns aber auf |unse.re genaue Kennt- •nis'der Verh.ä ttirs.* ‘und der Opferfreudigkeit der österreichischen Zionisten keimten urd waren überzeugt, , daß bei einiger Kraftanstrengung das uns vqrsichv. elende, Ziel erreicht 'werden müsse. .Das Ergednis der Sammlungen pro 1916 hat mit der Spendeiisiimme von 221.C00 Kronen geschlossen und so unsere Erwartungen gerechtfertigt und übertroffen. ' Wir sind dessen ganz Steher/ daß das Jahr 1917 einen weiteren bedeutenden Fortschritt in ' der; Entwicklung des JNF. in Oesterreich zu "verzeichnen haben wird. Im Voranschläge'für das Jahr 1917. welchen •wir dem Hauptbüro des JNF.. unterbreitet haben, haben wir die in diesem Jahre zu gewärtigenden Einkünfte mit 260.000 Kronen bezdieit. r.i iS. '»• „i '> . \; —Dies»'bedeutet * gegenüber Gern - . Jahre; -1916 einen Speridenzüwachs von kaum "20 . und wir glauben, daß die inzwischen erstarkte und entwickelte NF.-Organisation diesen Mehrbetrag mir Leichtigkeit iaufbtingen und so wie . in diesem Jahre noch um ein Beträchtliches überschreiten \Srird. .—: ' . ■ ergebnis des JNF. ist wie folgt: Nordamerika M. 214.655, Oesterreich M. 170.987*) Deutschland - M. 130.7S9, Rußland M. 65.035 (davon M. 26 364 aus dem besetzten Gebiet Polen und Lithauen), Ungarn M. 28.987, Holland M. 28.737, Argenti- .nien M. 18.246, England M. 16.613, Rumänien Al. 15.218, Südafrika'AL 12.002, Canada Al. 8.237, Sudilaviiche L' ider. M. 5.855, Schweiz M. 5.538, Griechenland Al. 3.52'J (Alt-Griechenland Al. 712. Neu-GrfechenLind M. ’ 2.817), Belgien Al. 3.329, Bulgarien Al. 3.031, Dänemark Al. 2.923, Aegypten AL 2.707, Frankreich (mit Tunis) Al. 2.394, fecner Osten Al. 2.030, Australien A(. 1.533, Italien AV. 1.051, Schweden AL 922, Portugal Al. 750, Brasilien M. 501, Neuseeland M. 419, Norwegen Al. 64, andere Länder 'M. 25. Alle "Unternehmungen des Jüdischen Nntionalfonds in Erez Israel konnten aufrecht erhalten werde n. Außerdem sind Notstandsarbeiten unternommen worden. In einigen Ländern haben die Freunde des N'ationaffoads begonnen, .Mittel zur Ausdehnung des jüdischen Siedlungswerks nach Friedensschluß aufzübringen, sowohl durch die Stärkung des Landfonds zur Bereitstellung von Boden für neue Kolonien, als auch durch den P i o u i e r b e i t r a g des Getto isenschaftsfonds fü,r die Ausrüstung von ländlichen Arbeitergenossenschaften und Erschließung von Neüa.td. Diese Sammlungen Sollen im Jahre 1917 energisch ur.d systematisch fortgesetzt werden. Die ’üeberzeugung wird in der jii ischen Oeffentlichkeit immer al'gemeiner, daß“ im Werke des Wiederaufbaues nnen uem Kriege die Kolonisation in Palästina,einen bedeutenden Raum einüehmeh \vird. Dem JJs'F. "erwächst die .unabweisbare Aufgabe, finanziell bereit zu sein, um an dieser großen .aufbauenden Hilfsarbeit einen gebührenden Anteil zu nehmen. Hauptbüro des JNF. *) Oesterreich-Ungarn. Al 205 829. 260.000 Kronen im Jahre — bedeutet einen Wochendurchschnitt von 5000 Kronen. — Unsere Wochenausweise werden, daher immer den Maßstab' dafür ‘ abgeberi,' ob" die Organisation in ’ der vergangenen Woche ihre Pflicht dem JNF. gegenüber erfüllt hat. ” Um das Erreichen der präliminierten Summe .sicherzustellen, werden wir sie auf die einzeFnen Ortsgruppen verteilen, und jeder nach Maßgabe ihrer bisherigen' Lei- .stungen — das Minimum dessen vorschr eiben, \v a s sie im Jahre 1917 an Spenden aufbringen muß. Die betreffende Liste werden wir nach Fertigstellung der Statistik für 1916 ,und Beendigung der Vorar-; beiten, demnächst' veröffentlichen, f,.,' Es ist an jedem Natio'nalfonds- . kommissär :un d an jedem einzelnen Sa”m mler und Spender, taitzuwirken, daß die für Oesterreich und für j e de tO r tsgr up pe p r ä 1 im in.ie rte Spen- : densümme zu verlässig erreicht, womöglich aber üb efs ehr i 11 e n wird. . Die Nationalfondskommission für Oesterreich : Dr. Egon M. Zweig Df. Wilhelm Beigel v, Obmann Schriftführer Mitteilungen des J. Ni F. Der Jüdische Nationalfonds im Jahre 1916 Im Dezember 1916 erreichten die Ein- Tcünfte des Nationalfonds die, Höhe von M. 136.131. ' Die Spende neinnah men des Jüdischen Nationalfonds pro 1916 betragen. Al. 749.380; davon entfallen Al. 2920 auf den Genossenschaft s f o n d s. Dies Ergebnis darf im Vergleich mit dem der beiden vorhergehenden Kriegsjahre (1914 M. 595.763, 1915 Al. 509.428) befriedigend genannt werden und wurde nur durch das Friedensrekordjahr 1913 (M. 811.200) übertroffen. ' ’ Der Anteil der einzelnen Länder am Jahres¬ Mitteilungen der Sammelstelle für Oesterreich Seit 1-. Jänner sind die. neuen Port rätmarken des JNF. in Verkehr gehracht worden. Alit (1er HerzI- und Nordauinarke. von welchen ganz bedeutende Auflagen in Verkehr gebrächt wurden, wurde in den Jahren 1°0S und 1909 die Serie der Porträtmarken eröffnet. Im Jahre 1914 folgte die wohlgeüngene Wolffsohn- ' marke. 'Die neuen-: Marken sind Porträts von Aloses Heß, Moses- M o n t e f i o r e, Rabbi Al oh i I e w e r, Leo P i n s k e r, H. Schapira und eire neue Aufnahme von Dr. HerzI. Diese neuen Marken sollen nicht nur eine neue Einnahmsquelle dem JNF. erschließen; sie sind in erster Linie dazi^ bestimmt, der Bew undetpung und Dankbarkeit des Volkes gegenüber seinen wahrhaft Großen Ausdruck zu geben, ihre Gesichtszüge jedem Juden einzuprägen und ihren Namen so populär zu machen, wie sie es durch ihr Lebenswerk verdient haben. Das Hauptbüro des JNF, hat sich als Unterlage für die neuent Marken die besten vorhandenen Bilder der genannten Persönlichkeiten zu beschaffen gewußt, .die der' Oeffentlichkeit zum Teil bisher unbekannt waren, und,hat für eine sorgfältige, künstlerische Ausführung Sorge getragen. — Die Marken sind auch besonders schön ausgefallen. Derj Verkauf erfolgt in Heften zu fünf Blatt mit je .6 Marken.; jedes Heft enthält somit 30 Marken. Jedes Blatt stellt alje 6 Porträts dar. — Der Preis eines Heftes beträgt 60 Heller, d. i. 2 Heiler pro Marke, Sowohl der billige Preis aip auch die gefällige Form der NF.-Alarken sollten die Gg. endlich dazu veranlassen,- daß sie sich die Verwendung von NF.-A\arken für ihre gesamte Korrespondenz, zu einer dauernden Gewohnheit machen. Je mehr Gg. die Uebung, auf alle Briefe und Karten eine NF.-.Marke zu kleben, zum Prinzip erheben, .desto größer wird der Absatz der Märken, desto bedeutender die Einnahme des JNF. sein. Nachstehend die Reproduktionen der neuen Marken f btoybrigpr? aynmra nvsruranvo '•N Aloses Hell. Moses Montefiore. byrcn.ns? p? n*w .n Rabi Alohilewer. --- > L. Pinsker. iJKwbmppp btniiP ra •: pp H A } , fl ■o'b’mö’si •j J H. Schapira. Dr. Theodor HerzI. * Die blauw e i ß e n „Z i o n"-B 1 e i s t i f t e Nr. 2 und 3 des JNF. Werden demnächst wieder zum Verkaufe gelangen. Infolge reger Nachfrage wurde-der alte Vorrat früher verbraucht, als die Lieferung neuer Stifte erfolgen konnte. Die Steigerung der Er/eugurigskosten zwingt uns leider, den Preis der Stifte wieder, und zwar auf 18 Heller pro Stück zu erhöhen. — Bei größeren Bestellungen Rabatt. Es ist Pflicht jedes Zionisten, nur die blauweißen Bleistifte, deren Qualität eine sehr gute und deren Preis ein mäßiger ist, zu verwenden. Die neuen Künstler-Ansichtskarten des JNF. (Reproduktionen von Werken des Malers W achtel) in Dreifarbendruck haben überall die beste Aufnahme gefunden. — Der Preis der Karten beträgt per Stück K —.20, per 100 Stück K 16.—, per 1000 Stück K 140.—. Prospekte mit Abbildungen der Karten und Lieferungsbedingungen gratis. — Die Ausstellung von B a u m b e s t ä t igungskarten verzögert sich ohne unser Verschulden, da die Lieferung der Kartenblankette vom Hauptbüro aus zollamtlichen Gründen auf Schwierigkeiten stößt, deren Beseitigung Zeit erfordert. — Wir bitten die Gg., die in der jetzigen Lage begründeten Schwierigkeiten zu berücksichtigen und den Spendern den Grund der Verzögerung zu erklären. — Sobald wir in den Besitz der Karten gelangen, wird die Ausstellung mit der größten Beschleunigung vor sich gehen. Aus gleichen Gründen und infolge Transportschwierigkeiten verzögert sich auch die Lieferung von Büchsen, die normalerweise noch anfangs Dezember v. J. hätte erfolgen müssen. Wir sind daher nicht in der Lage, den in der letzten Zeit sehr stark anschweltenden Bestellungen von Büchsen nachzukommen und ersuchen die Vertrauensmänner um Geaufd, bis der frische Transport einlangt. Gedenket der Landspende!

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