Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 10 (1916)
- Issue
- 47 (1.12.1916)
- Date
- 1916-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 47 Nr. 47 Beilage zur JÜDISCHEN ZEITUNG •enteiaaentenenteisaentenaeB^cBstcasuicBseeK)« caro* eiatemcmeisicnaeKieenacüSBeaDteiai Nr. 47. MITTEILUNGEN Nr. 47. „Jüdischen NafionaUonOs“ Sammelsteile für Oesterreich: Wien, II. Zirkusgasse Nr. 33 TELEPHON NR. 45.325 Postsparkassen>Konto 100.208 ■ ■ ■ ■ Erscheint wöchentlich mit dem Ausweise der aus Oesterreich eingelangten Nationalfonds-Spenden des Der »Jüdische Nationalfonds“ ist dazu bestimmt in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben. — Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er jetzt schon 6 Millionen Kronen Vermögen, bei einem stetigen Zuwachs, der im letzten Friedens- : Jahre 1913 eine Million betrug : _;_ Herausgegeben im Aufträge des österreichischen Kommission des .Jüdischen N ationalfönds* :: Wien, H/i, Zirkusgasse -gr. 33 Bei allen Jüdischen Veranstaltungen ist es Ehrenpflicht, für den ,J. N. F.‘ zu sammeln lm nachstehenden Wochen-Ausweis werden nur die bis längstens Sonntag Vormittag eingelaufenen Spenden verölfenflicht •eN3CK>eeK>«GK>aeK>aeK>«eK>ecMDeeTC>eean>eeK>oNocK>cK>o eciro droecarseoKoeevoeoMsscvaecjgaecKaso’SDocHae An die Nationalfondskommissäre und Freunde des Jüdischen Nationalfonds! Sehr geehrte Gesinnungsgenossen! Die erfreuliche Entwicklung der NF.-Organi* sation in Oesterreich' und die stets opferfreudige Arbeit der NF.-Kommissäre werden heuer einen Erfolg bringen, welcher die besten Ergebnisse der Friedensjah're um1 ein Beträchtliches übersteigen wird. Wir können die Spendensumme von 200.000 K für das Jahr 1916 als gesichert betrachten, da mit dem heutigen Ausweis die Summe von 190.000 K überschritten Wurde .und uns noch bis Zum Jahresende einige Wochen für die Arbeit breiben. Wir appellieren an die Freunde des JNF., diese vier Wochen, die uns noch' vom' Jahresschluß trennen, Ignündfidi'st auszunützeta, um'den zu schaffenden Rekkord, der gleichzeitig ein Maß für die künftig zu leistende Arbeit sein soll, "möglichst hoch zu bringen.' Es bieten sich' hie'ür im Dezember einige günstige Gelegenheiten. Vorerst ist, mit Rücksicht auf die bevorstehende Entwertung der 20-He 11 ertnünzen alter Prägung, eine durchgehende Leerung sämtlicher NF.-Büch’sen du r ch'zu f üh r en. Wir machen die Vertrauensmänner für den Schaden verantwortlich, welcher dem' JNF. erwachsen würde, falls die Büchsen nicht rechtzeitig geleert werden Sollten. Wh sind überzeugt, daß kein NFK. diese Verantwortung übernehmen wird. Ferner bietet das räh'e-d e C h a n u 1c a h f e s t eine'ausgezeichnete Sam'melgelegenheh. In allen größeren Ortschaften werden Makkabäerf e re r n veranstaltet werden, welche als Ausganspunkt für die durchzuführenden Sammlungen benützt werden mögen. Chanukah fällt zeitlich mit den Weihnachtsferien zusammen und es ergeht hiemit an unsere zionistische Jugend die dringliche Afforderung, die freie Zeit in -den Dienst des Volksschatzes zu stellen. Da die meisten älteren Gesinnungsgenossen zu militärischen Diensten eingerückt sind,, ist es Pflicht der'Jugend, ihre Arbeit auf dem’ Gebiete d.es Nationalfonds zu übernehmen, hsbesoidere Sammelbüchs:n zu leeren, und die Sammlungen von Haus zu Haus durchzuführen. Es wenden heuer infolge Mangels an Kerzen und Oel viele auf das Anzünden der Chanukahlichter verzichten - müssen. Sie werden aber gerne eine Ablösungsspehdezugunsten des JNF. leisten, wenn man sie entsprechend darum ersucht. Die Anforderungen, welche unser Land und unsere Pioniere in Palästina an uns stellen ,werden immer größer. Viele Länder, welche vor dem Kriege für den Nationalfond die Haupteinnahmequellen waren, sind von der Arbeit für unseren Volksschätz für lange ausgeschaltet. Dies gilt insbesondere von Rußland, wo jede jüdische Bewegung unterdrückt wird. Es ist also die Pflicht der Judenschaft derjenigen Länder, wo eine freie Arbeit für unsere Sache gestattet ist und wo es die ökonomischen Verhältnisse der jüdischen Bevölkerung einigermaßen ermöglichten, mit allterKraft zu arbeiten, um1 nicht nur die entstandene Lücke auszufüllen, sondern auch den Anforderungen der Zeit entsprechend, dem JNF. immer gröbere Einkünfte zu verschaffen. In allen Ländern, welche 'in der glücklichen Lage sind, für unsere Sache arbeiten zu dürfen, macht sich' auch eine immer eifrigere Propaganda für den JNF. bemerkbar. Oesterreich iist in dieser Hinsicht vorangegangen, indem' es als erstes 'die durch den Krieg geschaffenen Schwierigkeiten überwand und die NF.-Organisation 'wieder herstellte. Im ersten Halbjahr 1916 war auch aus Oesterreich die größte S p ende n su m ni e für den J NT. eingegangen. Inzwischen haben sich auch die anderen Länder zum' edlen Wettbewerb mit uns aufgerafft und so hat z. B. "N o r|d a m'e r i k a uns bereits überflügelt und Deutschland weist die Sammelsteile, evept. auch an das D. K. zu schicken. Gleichzeitig ist der verrechnete Betrag per Postsparkassa (Konto Nr. 100.208) an die Sammelstelle zu überweisen. Die event. gewünschte Spezifikation der Spenden ist der Abrechnung in druckreifer Reinschrift beizulegen. Der Ausweis ist mit Rücksicht auf die hohen Druckkosten möglichst zu kürzen. Spendenu Inter 1 K werden nicht veröffentlicht. Bei Uteberweisung der Büchsenerträgnisse sind .die bffizie'llen Büdfsenscheine und ein genaues Verzeichnis der im' Orte verteilten Büchsen! nach Num'mem, sowie Namen und Adressen der Büch'seninhaber beizuschließen. Alle Postsendungen sind an den „Jüdischen Nationalfond“ Wien, II., Zirkusgasse 33, zu adressieren, nicht aber an die „Jüdische Zeitung“, Zion. Zentralbüro oder eine andere zionistische ' Institution. Wir erwarten von unseren NF.-Kommissären, daß sie sidh1 an die obigen Instruktionen genauest halten werden um sich' und der Sammelstelle die immer wachsende Arbeit zu erleichtern. ' Mit Wodiachtungsvollem' Ziongruß für den eine aufsteigende erfreuliche Aufwärisb'ewegu.tg auf. WirWollettitniSin diesem Wettbewerbe nicht aus der an der Spitze eingenommenen Stelle verdrängen .lassen und werden im' Dezember den Vorsprung, den Nordamerika erreicht hat, w i e d e r. e i n li o 1 e n. N.F. - Kom'missäre an die Ar be i t! Jüdisdietijr Nationalfond Sammelstelle für Oesterreich Dr. E. Zwei Obmänn. Dr. W. B e i g e 1 Schriftführer. Eine Anregung aus dem Felde Zionistische Kamteraden! An die N. F. Kommissäre! Die wadisenden Agenden des JNF. machen es unbedingt, notwendig, daß eine regelmäßige und verläßliche Verrechnung zwischen dem1 NF.- Kommissär und der Sammelstelle stattfindet. Bei Ortschaften, wo die Einnahmen größer und häufiger siräd, ist eine solche Verrechnung allwöchentlich dringend erwünscht. Es ist audi notwendig, daß der Spender, resp. Sammler, welcher dem NF.-Kommissär 'einen Betrag übergibt, hierüber eine offizielle Quittung tempfängt, welche ihn bei eventuellen Re-, klamationen in Stand setzen soll, den Erlag dtes Geldes nachzuweisen. Um diesen zwei' wichtigen Bedürfnissen gerecht zu werden, haben wir uns entschlossen, zwei Drucksorten anzu'eriigen, welche den NF.- Kcnimissä'xn der größeren Städte zugegangen sind. ' 1. Q ti 111 u n g s b I o c k. Dient nur für Bestätigung des NF.-Kommissärs über den Empfang von Spenden, ist also nicht für Sammlungen kleinerer Beträge zu verwenden. -Der NF.-Konfmissär erteilt über jeden film eingehändigten Betrag eine Quittung. Nach Verbrauch der Quittungen ist das Heft mit den durdhgeschriebenen. Qilittungskopien an die Sammelstelle einzuschicken, worauf die Zusendung eines neuen Qüittungsbudites erfolgt. .? 2. Wo ch c n a b r ech n ung. Jede Woche; ist die Drucksorte genau auszufüllen und an Ich' eröffne heute mit K 50.— eine Eintragung ins Goldene Buch des Wortlautes: „Wir danken den treuen zionistischen Arbeitern im Hinterlande.“ Wer von Euch gleich mir staunend sah, Wie die von uns ungern verlassene Arbeit immer wjeder neue Diener fand und wie unsere Bewegung unter den ungünstigsten Verhältnissen machtvoll vorwärts schreitet, der schließe sich der von1 'mir begonnenen GoIden-BuCheintragun’g an. Mit Zions’gruß Josef Stein ~~ Lst.-Fhr., 21. I. R., 14. Feldkom'p. * Zur Büchsenleerung in Wien Mit Rücksicht auf die Schwierigkeiten der BüCh's'enleerung in Wien, werden die P. T. Büchseninliäber, besonders diejenigen, welche in den weiteren Bezirken wohnen und deren Büchsen seit längerer Zeit nicht geleert wurden, böfl. ersucht, ihre Büchsen-zur Leerung in das Büro der Sammelstelle zu bringen, resp. zu schicken. — (Bürostunden 9—12i/o Und 3—61,1 ,)- 1 iie Gg. Gg. deren Büchsen lange nicht geleert 'wurden, luhd die selbst in unser Büro nicht kommen können, werden gebeten, ihre Adresse der Sammelstelle mitzuteilen. ' : ■ f ■;Tn ps; i Wir. bitten unt Adressen jüdisch-nationaler Offiziere!' Kein Brief ohne Natioialfondsiriarke!