Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 10 (1916)
- Issue
- 38 (7.9.1916)
- Date
- 1916-09-07
- Page
- Seite 1 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 1 Beilage zur JÜDISCHEN ZEITUNG Nr. 38 •caro •aRtcidtciseisacnaeisteisieidacBst (aßMenacisticistGiatefatciDteadtaRacisaciatcntcisteioe Nr. 38. MITTEILUNGEN Nr. 38. 4t „JiiOisdien Nationalfonös Sammelstelle für Oesterreich: Wien, II. Zirkusgasse Nr. 33 TELEPHON NR. 45.325 Postsparkassen-Konto 100.208 Erscheint wöchentlich mit dem Ausweise der aus Oesterreich eingelangten Nationalfonds-Spenden des Der „Jüdische Nationalfondi“ ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben. — Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er jetzt schon 5>/s Millionen Kronen Vermögen, bei einem stetigen Zuwachs, der im letzten Friedens- : Jahre 1913 eine Million betrug : Y Herausgegeben im Aufträge des österreichischen Kommission des .Jüdischen Nationalfonds“, Wien, H/i, Zirkusgasse Nr. 33 :■ Bei allen jüdischen Veranstaltungen ist es Ehrenpflicht, für den ,J. N. F.‘ zu sammeln r . _ Im nachstehenden Wochen-Ausweis werden nur die bis längstens Monfag'jVormittag [eingelaufenen Spenden veröffentlicht •CK>cK}eoK>ecK>ecK>ecar>ecHoecK>ecK>acK>ecHDeBOcaacaroeNecjrDCK)ecjK>ecfiDecK>ecKoecsoecK>ec>K>ecaoecv3e Mitteilungen Des 1HE. 150.000 Kronen ' NF-Spenden in Oesterreich seit 1. Jänner 1916. Als wir das Jahr 1915 mit der für die schwere Zeit beträchtlichen Spendensumme von 100.000 Kronen abschlossen, haben wir uns für das'Jahr 1916 das Ergebnis des stärksten Friedensjahres 1913, 1 5 0.0 0 0 Kronen als Ziel gesteckt, dem wir mit allen Kräften zuzustreben entschlossen waren. Wir haben dabei, den Umstand berücksichtigt, daß die Verhältnisse sich dem Vorjahre gegenüber insoweit gebessert haben, als die anfängliche Verwirrung überwunden, die N. F. Organisation wieder festgefügt werden konnte, und sich uns im zurückeroberten Galizien, sowie dem jieuero.erten Po'en, neue wenn auch beschränkte Arbeitsgebiete eröffnet haben. Wir habendie Kraft mnserer Idee und Or-.• ganisation, die Opferfreudigkeit unserer Stammesbrüder und die nie erlahmende Begeisterung unserer Vertrauensmänner, untersichätzL Nach 8V» Monaten haben widas erstrebte Ziel hinter uns. Somit Werden wir, mitten im Kriege, indiesem Jahre für Oesterreich eine neue Rek ordsumme schaffen, und wir dürfen nach der bisherigen Entwicklung annehmen, daß sie den Betrag von'‘200.000 Kronen übertreffen wird. Wir sind stolz auf dieses Resultat und dürfen mit der heuer geleisteten Arbeit zufrieden sein. Nie aber dürfen wir uns mit dem bisher Erreichten zufrieden geben, nie dürfen wir glauben, daß wir genug getan haben, niem'a’s vergessen, daß t’as Werk, an dem wir schaffen, — der Wiede ra-ufb-au unserer Heimat, die Besitzergreifung palästinischen Bodens für das jüdische Volk, — den Einsatz der ganzen Persönlichkeit eines jeden von uns, die unermüd'iche Arbeit an uns selbst — und die Herbe ischaffung von vielen Millionen, ja Milliarden erfordert, wenn wir nicht in den Anfängen stecken bleiben wollen. Das wichtigste scheint uns aber der Erwerb des Palästimabodens in der größtmöglichsten Ausdehnung, durch den JNF., für das jüdische Volk. Wenn wir einmal.wissen werden, daß der Boden unser ist, werden wir ihn hie mehr aus unserem Besitz lassen wollen. Es wird dem Volke kein Opfer mehr zu groß sein, wenn es sich darum handeln wird, die einmal erworbene H eim ats ch ol 1 e dau ernd zu' o e h a I ten, zu bewirtschaften und durch Juden zu besiedeln. Es wird sich zwischen jedem von uns und dem'Palästinaboden eine Art persönlicher Beziehung entwickeln, und der Motor unserer Leistungen für Palästina wird die Liebe zur Scholle. werden! Dann erst werefen uns die großen und kleinen Spenden“ in dem' Maße zufließen, wie 1 wir es Zur Erreichung unseres. Zieles benötigen. Die österreichische Organisation hat sich das Verdienst erworben, daß sie, mit der Inangriffnahme der Agitation für. die Kriegslandspende, die Frage des Bödenenverbes in Palästina auf den ersten Plan gehoben hat. Wenngleich wir die mit der Kriegslandspende beabsichtigte Fürsorgetätigkeit für die Kriegsopfer des Ostens picht'1 mehr fortsetzen, bleibt die in den Rahmen unserer statutarischen Befugnisse gelegene Sammlung für den Bodenerwerb in Palästina die Dunamspende, unser wichtigster Sammelzweck. Wir werden nach dem Kriege die Tätigkeit für die Kriegslandspende fortsetzen und uns über die Verwendung des für die Dunamspende zu erwerbenden Bodens schlüssig werden. Wir fordern demzufolge die Vertrauensmänner und alle Gg. Gg. auf, die Agitation für die Dunamspende mifcerneuter Energie in Angriff zu nehmen. Für 1916 können wir mit 200.000 Kronen zufrieden sein, im' Jahre 1917 muß es bedeutend mehr sein, und die Progression muß so lange dauern, bis wir — der Zahl der jüdischen Bevölkerung und ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend — in jedem Jahre Milli onen f-ür Palästina in Oesterreich sammeln werden. Diesem Ziele lasset uns im neuen Jahre mit vereinten Kräften unermüdlich zustreben. Porträtmarken des Jüdischen . Nationalfonds. Das jüdische Volk errichtet seinen Führern keine Denkmäler aus Stein und Erz. Es hat aber das Bedürfnis, der Dankbarkeit und Anhänglichkeit gegenüber seinen wahrhaft Großen auch bildlich Ausdruck zu geben. In unzähligen jüdischen Heimen Osteuropas kann man neben bildlichen Darstellungen von Mosche Rabbenu auch solche von Moses Montefiore, Baron Moritz synrwo leben David Wolffsohns im September 1914 haben wir eine Wolffsohnmarke in einer Auflage von einer Million Exemplaren herausgegeben, die (Sich großer Beliebtheit erfreut. — Durch die außerordentlich schöüe Wolfisohnmarke ist jedem Zionisten Gelegenheit geboten, des verstorbenen Führers in sinniger Weise zu gedenken. , 5N5adt.DTiPP. y kj- /c./vv.'~~ Moses Montefiore. Mit den hier abgebiUeten; soeben erscheinenden 6 neuen Porträtmarken glauben wir, rieht nur einem propagandistischen Zwecke zu entsprechen, sondern auch einer Pflidht der Dankbarkeit gegenüber den ersten Vorkämpfern des Zionismus. — Das Bild-von Moses Montefiore wird den meisten unbekannt sein,. da, seine im jüdischen Volke verbreiteten Bilder ihn gewöhnlich im’ hohen Alter mit dem^Käppchen darstellen. —'Für unsere Marke wurde uns freundlicherweise von seinen Nachkommen in London i.'r Moses Heß. Hirsch und Theodor Herzl finden. So hat auch die vom J. N. F. im Jahre 1908 herausgegebene Herzlmarke allgemeinen Beifall gefunden; die "Auflage von 5 Millionen '.Exemplaren hat sich nicht als zu hoch erwiesen. — Von der ein Jahr später zu Max Nordaus 60. Geburtstag' vom J. N. F. herausgegebenen Nordaumarke war im Laufe eines Jahres die Auflage von einer Million vergriffen, so daß im Jahre 1913 eine neue Ausgabe (erscheinen mußte. — Nach dem Ab- -V- / .. R. Mohilewer. die Photographie eines Porträts zur Verfügung gesteht, das ihn als Sherif'in jungen Jahren darstellt. — Als Unterlage Für die Marke von Moses Heß, Autor des tiefsten zionistischen Buches „Rom ,und Jerusalem“, diente uns ein von der '„Rheinischen Zeitung“ in Köln, deren Redakteur Heß bekanntlich gewesen, erworbenes Oel-Porträt. Es stellt Moses Heß in' den 30iger Jahren dar. — Für die Marke von Leo Pinsker hat uns das Odessaer Komitee ein Original-, bild geliehen. — Die Porträtmarke des Verfassers der „Autoemanzipation“' -Wird, wie wir über-' zeugt sind, lallen Gesinnungsgenossen willkommen sein. Dasselbe gilt auch von Rabbi Mohilewer, der zu den populärsten Erscheinungen des russischen Judentums und des Zionismus gehörte. — Da die Herzlmarke bald vergriffen sein wird, hielten wir die Herausgabe einer neuen Porträtrarke des unvergeßlichen Führers für wünschenswert. Auf unsere Bitte gab uns Herr Hans Herzl die Erlaubnis, von einem' ihtr. gehörigen, Gedenket des Jüdischen Nationalfonds! k