Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 10 (1916)
- Issue
- 28 (14.7.1916)
- Date
- 1916-07-14
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Johannesburg 2× ep/1047967
- Alfons Petzold 1× ep/1026265
- Arnold Zweig 1× ep/1009291
- Charles Andler 1× ep/1027692
- Cheb 1× ep/1044482
- David Frischmann 1× ep/1009416
- Heinrich Loewe 1× ep/1024049
- Israel Zangwill 1× ep/1026550
- Martin Buber 1× ep/1009258
- Max Brod 1× ep/1024844
- Nahum Goldmann 1× ep/1009262
- Ozjasz Thon 1× ep/1000008
- Simon Frug 1× ep/1007162
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Nr. 28 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 3 berg 2.—, Ausig 2.—, Beinhöfen 1.—, Bischofsteinitz 2.—, Bodenbach 3.—, B.-Leipa 100.—, Brüx 1.—, Daschitz 2.—, Eger 10.— , Gross-Poriö 4.—, Hlinsko 2.—, Horazdowitz 16.—, Karlsbad 10.—, Kollautschen 3.—, Oberplan 5.—, Pilsen 5.—, Podersam 5.—, Prag 179.—, Winterberg 5.— Summe 3S1.— Summe K 839.21 Früher ausgewiesen K 24.518.66 Somit bisher K 25.357.87 Spezifikation: Sammlung Moses Feinkind in Piotroköw: Moses Schereschewski aus WolaKrysztoplolska Rub. 5.—, Samuel Ber Rawicki 2.—, Lejzor Arbeitermann, Dta Emanuel Michalski ä Rub. 1.—, Jakob Krakowski, Aron Pitowski aus Rozpoza ä Rub. —.50, S. Reder, Chaim Jakubiewicz, Adolf Towenberg ä Rub. —.30, zus. Rub. 10.90 K 28.70, Jakob Kurz anl. seiner Genesung 10.—, Bernhard Bycz, David Ritterband ä 2.—, Lejzor Redner —.60, Ryja Bycz —.50, zus. 43.80. Gesammelt Josef Sobol und Isak Königstein: Wolf Litmanowicz, Jakob Goldmann und M. Jarost ä 2.—, Lehrerin Sarah Königstein 1.50, Baruch Kurz, M. Goldstein, Abraham Markiewicz, David Königstein, Ida Litmanowicz, Salomon Perlmutter, Jakob Gionberg, Zecharja Horn, David Engel, Fischei Wenglinski, Hi L. Wollreich, Flora Schereschewski, Salomon Grossberg, Moses Jakubowicz, Meier Katz, Feinkind ä 1.—, J. Wytorz, B. D. Süsskind, Fyschel Jakubowicz, Chaim Granat, Meilech Silberstein, Jecniel Rappaport, F. Fuchs, A. Rosenthal, Josef Sobol, B. Budkowski. Salomon Muschinski ä —.50, S. Gomulinski, A. Reitberger, Salomon Landsberg, Meier Tennenbaum ä —.40, M. Gomulinski, R. Rosenstein ä —.30, zus. 75.—. Spezifikation der Sammlung des Bukowinaer Zionistischen Landesverbandes durch Frau Malzia Bauer: Sammlung Aron Picker: Zallel Picker, Aron Picker ä 30.—, A. Loubetzky, Mordche Gerschon ä 10.—, Chaim Spiegel, Mendel Heitner, Schabse Heitner ä 5.—, Pinkas Gutner 3.—, M. Schapira, Israel Seilbogen, Josef Stark. Schaje Nagler, Emil Federlinsch, N. Goldstein, S. Lifschitz, Mühlrat, Gutmann, Moritz Stark, Schreixler, Samuel Nagler, Moses Deutsch ä 2.—, zus. 124.,—. Sammlung Salomon Körner: Frau Bele Körner, Frau Malzia Bauer ä 25.—, Leib Imbermann 20.—, Jonas Retter 4.—, Meschulim Rubenfdd 2.—, Frl. Weidenfeld 1.—, zus. 77.—, insgesamt K 201.—. SeAster Delegiertentag Oer sBik afribanisdien Zionisten. Der ,6. Delegiertentag der südafrikanischen Z'ionisten wurde am 30. April in der Selborne Han zu Johannesburg in Anwesenheit von über 100 Delegierten durch den Präsidenten der Federation, Herrn A. M. Abrahams, eröffnet. Der Vorsitzende erstattete einen Bericht über die Lage der zionistischen Organisation wähn rend des Weltkrieges, während der Bericht des Exekutivkomitees |über die zionistische Tätigkeit in Südafrika schon vor der Konferenz im „Zionist Record“ veröffentlicht worden war. Einen breiten Raum in den Erörterungen des Delegiertentages nahm die Frage der Jugenderziehung ein, und es wurde eine Reihe von Beschlüssen (gefaßt, die insbesondere die Verbesserung des hebräischen Sprachunterrichts durch Beschaffung hebräischer Ujiferriditsbücher etc. bezwecken. j Einstimmig wurde eine Resolution angenommen, wonach für die Juden aller Länder Gleichberechtigung und die Verwirklichung des zionistischen Programms nach Beendigung des Krieges mit aller Energie ah'zustreben sind. Die Konferenz meint, daß zu diesem Zweck vorbereitende Schritte für die Zeit der Friedenskonferenz getan werden müssen. Angesichts der zunehmenden Mischehen ‘in Südafrika wurde eine Resolution gefaßt, in. der die Konferenz ihren Protest gegen diese beklagenswerte Erscheinung .zum Ausdruck bringt. Auf Grund der Berichte des Kopenhägener Bureaus,;die im „Zionist Record“ veröffentlicht worden Waren, wurde die Lage in Palästina eingehend besprochen und es wurde beschlossen, einen Palästina Notfonds von 4000 Pfund zu schaffen, dessen Beiträge dem Provisional Executive Zionist Committee in Newyork überwiesen werden Soll. Die diesbezüglichen Sammlungen haben in den ersten drei Wochen Seinen Betrag von 500 Pfund ergeben. Bei der Neuwahl des Exekutiv Komites wurde 'Mr. A. M. Abrahams zum dritten Mal zum Präsidenten der Federation gewählt. Zu Vizepräsidenten wurden die Herren Dr. H. G o o d man jxnd Dr. Manfred Nathan wiedergewählt, zum Schatzmeister Herr Janower. Dem Exekutiv-Komite gehören außerdem 19 weitere Mitglieder an. Mit /der „Hatikwah“ schloß. die Konferenz, die vom Major von Johannesburg persönlich begrüßt worden war unjd zu der mehrere Mitglieder des Kabinetts Begrüßungstelegramme gesandt hatten. Im August 1. J. erscheint im Verlage der „Jüdischen Zeitung“ der JBOisdic MalionalbalenOer 5677 Redaktion: Otto Abeies, Ludwig Batö. Der zweite Jahrgang des Jüdischen National-Kalenders wird Beiträge folgender Autoren enthalten: Emerich Abädi, Otto Abeies, Ludwig Batö, Ch. N. Bialik, Adolf Böhm, Max Brod, Martin Buber, Meier Chartiner, David Frischmann, Simon Frug, Nachum Goldmann, Dr. Heinrich Loewe, Ernst Müller, Josef Patai, Alfons Petzold, Marek Scherlag, Scholem Alechem, Abraham Schwadron, Abraham Sonne, Adolf Stand, Dr. Wilhelm Stein, Dr. Osias Thon, Arnold Zweig, Dr. Egon Zweig, u. a. m. Umschlagzeichnung von Wilhelm Wachtel. Die Konferenz Der untersten Nationen. Am 27 .v. M. wurde in Laus anne die dritte Konferenz der „Union des Nationales“ eröffnet, einer bereits 1912 zum ersten Male an die öeffentlichkeit getretenen Vereinigung, die die Vertretung der Interessen aller unterdrückten Nationen verfolgt. Der Präsident der Union ist eigentlich Pa in leve, der aber durch seine jetzige Eigenschaft als französischer Minister und vielleicht durch einige Bedenken verhindert war, der Konferenz zu präsidieren. Es sinid im ganzen 23 Nationalitäten vertreten, unter ihnen auch russische Juden, Irländer und Polen. Die etwa 300 Personen umfassende Konferenz wurde eröffnet von Paul Otlet, einem belgischen Gelehrten, welcher sich zunächst auf eine gründliche Auseinandersetzung des Nationalitätenprinzips beschränkte, dann aber doch auch die Tatsache betonte, daß jede der zahllosen kleinen Nationalitäten keine absolute Selbständigkeit je werde erreichen können, daß aber dafür nach dem Muster der Schweiz wohl ein Föderalismus Platz greifen könnte, der eine Anzahl benachbarter oder untereinander gemischter Nationalitäten zu einer Einheit zusammenfließen lassen könnte. In den Verhandlungen legte auch, unter allgemeiner Aufmerksamkeit und Beifall, der j ü d i - siche Abgeordnete, A bersson, seine Wünsche und Forderungen dar, dahingehend, daß dasl Judentum von dem befreiten Polen Rettung erhof ft und d aß die Mächte, die (den Schutz der kleinen Völker unternommen haben, zugleich dem Judentum gegenüber eine Ehrenschu ld eingegangen seien. Es kam dann eine .Vers tändigung zwischen dem polnischen Abgeordneten von Lempicki, Mitglied ider Duma, und dem .jüdischen Abgeordneten zustande, als den Vertretern von Völkern, die gemeinsame politische Not in Rußland verbinde. Zanguills EorSerungen an Cen frieSensfeongrefi. Israel Zangwill hat im Rahmen eines Buches über „Judenfrage und Friedenskongreß“, das demnächst m Holland erscheinen solj, seine Forderungen an den Friedenskongreß, die vom Conjoint Committee, der Anglo Jewish Association und dem Board of Deputies geteilt werden, formuliert. Das aufgestellte Programm lautet: „1. (Wir fordern Rechte für jüdische Bürger in jedem Lanid; sowohl bürgerliche, politische, religiöse wie nationale ‘Rechte, in demselben 'Maße, wie säe den meist Bevorrechteten ihrer Mitbürger in dem betreffenden Land gewährt sind oder eingeräunjt werden. 2. Obendrein fordern wir für die Juden, die in idem' Land, wo sie jetzt ansässig sind, nicht bleiben können oder wollen, die Möglichkeit der Kolonisierung eines Gebietes auf der politischen Grundlage der Autonomie. Das ’Conjomt Committee fordert, daß diese Möglichkeit ‘zur Kolonisation und Emigration Speziell für Palästina gegeben werde, da man annimmt, daß die alliierten Mächte, falls sie sjegen, über die Zukunft Palästinas zu bestimmen haben werden. Ich persönlich bin der Meinung, daß kein Gebiet, mit welchem Namen auch immer, außer Betracht bleiben darf und’ daß wir insbesondere die Hoffnung auf Mesopotamien oder irgendwelche Kolonie oder Besitzung, welche zum britischen Reich gehört, nicht aus dem Auge verlieren dürfen. Da aber kein Kolonisationsplan selbst im günstigstem Fall die gegenwärtigen Leiden vermindern oder die jetzige Massenemigration umfassen kann, bleibt der Schwerpunkt der Judenfrage noch immer die Frage der Emanzipation in den Ländern der Unterdrückung, und insbesondere in dem Land, das stets Millionen Juden, somit die Hälfte des Volkes umfaßt . Darum ist die dringendste Frage, die der Friedenskonferenz vorgelegt (werden muß, die der Befreiung der russischen Juden.“ Zwei Urteile. Im Amtsblatte der „Wiener Zeitung“ werden folgende zwei Beschlüsse des Wiener Landesgerichtes in Strafsachen, vom 21. Juni datiert, verlautbart: Das k. k. Landesgericht Wien in Strafsachen hat über Antiag der k. k. Staatsanwaltschaft Wien in der beim k. k. Divisionsgericht inWien gegen Mischei Max W ei n 11 a u b, geboren am 1. November 1887 in Obsza, Bezirk Bielgorai, Gouvernement Cholm in Rußland, ebendahin zuständig,mosaisch, ledig,Handelsangestellten, zuletzt in Wien wohnhaft gewesen, derzeit beim k. k. Landwehr - Divisionsgericht in Haft wegen Verbrechens der Ausspähung, die Beschlagnahme des gesamten, dem Mischei MaxWeintraub gehörigen Vermögens, insbesondere auch des beim k. k. Landwehr - Divisionsgericht deponierten, dem Mischei Max Weintraub abgenommenen Bargeldes von 7300 Kronen ungeordnet. Das k. k. Lande.' gerächt Wien in Strafsachen hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wien in der beim Wiener Divisionsgerichte gegen Emil S p a t n y in Kosteletz, Bezirk Brandeis an der Elbe in Böhmen, am 13. Jänner 1883 geboren, nach Neu - Bydzow in Böhmen zuständig, ledig, Journalisten, zuletzt Prag, Königliche Weinberge, Komenskygasse Nr. 18, wohnhaft gewesen, wegen Verbrechens des Hochverrates nach § 58 c St.-G. anhängigen Strafsache d!e Beschlagnahme des gesamten, dem Emil Spatnv gehörigen in Oesterreich befindlichen beweglichen und unbeweglichen Vermögens angeordnet. ZionistisdK Bewegung. Frankreich. Auf einem großen zionistischen Meeting, das! unter dem Vorsitz des Herrn M. F. Herold, Vizepräsident der Liga für Menschenrechte, in Paris stattfand, sprach sich dieser warm zugunsten der zionistischen Bestrebungen aus. Er legte in mehreren Ausführungen dar, daß die zionistischen Bestrebungen, 'die auf die Wiederbelebung von Palästina und die Schaffung einer eigenen nationalen Kultur in diesem Lande gerichtet seien, sehr wohl im Einklang stünden mit den Bestrebungen* den Juden in allen Ländern die Gleichberechtigung zu erkämpfen. Die Liugue Franco-Sioniste veranstaltete am 16. Mai unter dem Vorsitz von Herrn Charles Andler, Professor an der Sorbonne, eine Versammlung, in welcher der bekannte französische Schriftsteller Andre Spire über den Anti-i semitismus in Deutschland sprach. Griechenland. Am 16. Mai veranstaltete der hebräische Verein Kadimah in Saloniki, der 160 Mitglieder zählt, eine außerordentliche Generalversammlung, in der einstimmig das Baseler Programm angenommen wurde. Der Verein Kadimah spielt infolge seiner hebräischen Kurse und seiner reichhaltigen jüdischen Bibliothek im jüdischen Leben Salonikis eine bedeutende Rolle. Die beiden zionistischen Vereine jn Saloniki „Bne Sion“ und „Societe Nordau“ haben sich fusioniert und unter dem Namen „Mewassereth Sion“ einen großen neuen Verein gebildet. Map erhofft Von dieser Fusion eine bedeutende Stärkung des zionistischen Lebens in Saloniki. Rumänien. Der jüngst gegründete zionistische Frauenverein „Beruria“ in Jassy hat kürzlich .einen Blumentag veranstaltet, der über 50Ü Francs zugunsten des „Verbandes jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina“ ergab. Schweiz. Der Schweizerische Zionistenverband veröffentlicht im „Israelitischen Wochenblatt für die Schweiz“ einen Aufruf Zur Sammlung von Geldmitteln, damit zur Bekämpfung der in Palästina herrschenden Krankheiten ärztliche Hilfsmittel beschafft und auf schnellstem Wege nach Palästina gebracht werden können.