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Jüdische Zeitung · 1916-07-07 · 27 (7.7.1916) · p. Seite 1

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
10 (1916)
Issue
27 (7.7.1916)
Date
1916-07-07
Page
Seite 1 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 27 Beilage zur JÜDISCHEN ZEITUNG Seite 1 ■•CK>«CK>*CK>«Ca3GK>»CK>«CK>«CK>«CK)«<!BD«CK>«HeBD«CK>«HeHS«CK>«eK>«eK>«CK>«caS«CBD«eK>«eaO*CK>«Caa«B * Nr. 27. Nr. 27. * MITTEILUNGEN des JQOisdien Halionalfonüs“ Sammelstelle für Oesterreich: § Wien, IL Zirkusgasse Nr. 33 i e fi ö Erscheint wöchentlich mit dem Ausweise der aus * Oesterreich eingelangten Nationalfonds-Spenden TELEPHON NR. 45.325 Postspar kassen-Konto 100.208 Der „Jüdische Nationalfonds“ ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben. — Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er jetzt schon 51/* Millionen Kronen Vermögen, bei einem stetigen Zuwachs, der im letzten Friedens- : jahre 1913 eine Million betrug : I Herausgegeben im Aufträge der österreichischen a Kommission des .Jüdischen Nationalfonds“, ■ :: Wien, H/i, Zirkusgasse Nr. 33 :: 2 g Bei allen Jüdischen Veranstaltungen ist es Ehrenpflicht, für den ,J. N. F.‘ zu sammeln J | Im nachstehenden Wochen-Ausweis werden nur die bis längstens Nontag Vormittag eingelaufenen Spenden veröffentlicht | ■■paapva>pvn»Pvn.r>aasi»«<.Pva«<>vaep»mapva«paaeMg«aciO»MClDCIia>c»aseiDteMDSCMOSeias(!Ei>t<!ia><aP>Cia»8 Die Spendeneinnahmen des JNF. $ a ■’ 'I im Monat Juni haben insgesamt M 75.428 betragen. Hierzu haben beigetragen: Nordamerika M 22.650, Oesterreich M 14.846, Argentinien 8618, Deutschland M 8172, Rußland M 7528, Holland M 5921, Rumänien M 2559, Griechenland M 1307, (Saloniki M 753, Alt-Griechenland M 554), Belgien M 897, England M 764, Schweiz M '686, Siidslav-sche Länder M 448, Dänemark M 372, Australien M 315, ■ Schweden M 174 und Brasilien Mi 171. Die Gesamtsumme der Spendenefngänge des ersten Halbjahresl 1916 belaufen sich auf M 281.110 *) (1915: M 211.S40). Der J. N. F. hat der serologischen Abteilung des! Gesu ndheit samtes in Jerusa- 1 e m in Hinblick auf ihre hervorragenden Leistungen, zur Bekämpfung der epidemischen Krankheiten in Palästina, aus den Eingänge^ für die Notstand'aktion des JNF. ein Darlehen von 4000 Mark bewilligt. *) Hievon entfallen auf Oesterreich M 73.473, auf Ungarn M "20..991, auf Südslavische Länder M 3709, zusammen Oeslterrexh-Ungarn M 98.173, d .i. 34°/o der Gesämteingänge. 100.000 Kronen NF-Spenden ans Oesterreich im ersten Halbj’ahr 1916. Der vorliegende Ausweis schließt das erste Halbjahr 1916 mit der N. E. Spendens'umme von ca.. 100.000 Kronen ab. Demgegenüber steht das Ergebnis des ersten Halbjahresl '1914 mit K 73.000 und des ersten Halbjahres! 1915 mit K 24j000. Wir haben also mitten im Kriege das Ergebnis des analogen Zeitabschnittes des' letzten Friedensjahres um 27.000 Kronen, das des vorigen Jahres um 76.000 Kronen überflügelt. Nur ivon diesem Gesichtspunkte aus aber, kann un'S dieses Ergebnis befriedigen. Tn Anbetracht der ungeheuren Aufgaben, welche die zionistische 'Bewegung und der N. F. zu erfüllen haben und der Leistungsfähigkeit der österreichischen Juders''\ift, sind 100.000 Kronen im Semester >ein gering zu nennender Betrag. Wir wollen also den erzielten Erfolg nur als ein Zeichen des allgemeinen guten Willens und als befriedigenden "Anfang begrüßen und unermüdlich’ arbeiten, bis Oesterreich der Zahlseiner jüdischen Bewohnerschaft entsprechend, ein nach -Millionen zählendes Jahreseinkommen des JNE. auf weisen Wird.; Heldenhaine. Jedes Volk;u nd jede Gemeinde denkt jetzt daran!, ihren gefallenen Helden ein lebendiges Denkmal in der Form eines Haines zu errichten/ Der Von uns angeregte Plan zur Errichtung eines jüdischen jHeldenhaines in Palästina, des Weltkriegshaines im Herzlwalde, wird daher sicherlich auch in der jüdischen Oeffentlichkeit die weitgehendste Sympathie und Unterstützung finden. Wie sich die anderen Völker zur Idee der Heldenhaine verhalten, zeigen folgende Zitate, welche wir einem Feuilleton des „Neuen Wiener Tagblattes“ unter dem Titel „Der Wiener Heidenhain“ entnehmen. Vieles davon gilt auch für uns: „Aus dem Deutschen Reich war die erste Anregung gekommen. Der sinnige Gedanke, jedem in diesem Weltkrieg für uns Gefallenen in seiner •Heimats,>'emeincle eine Eiche zu setzen!, hatte etwas Bestechendes. Wir begrüßten ihn an dieser Stelle wie eine Erlösung von mancher künstlerischer Sorge. Was konnte nach den Bismarcktürmen und d"m fri<rantischeu Denkmal der Völkerschlacht von Leinzig noch ersonnen werden zur Ehrung der Helden dieses ungeheuerlichsten 'aller Kriege? Zurück zur Natur! hieß die neue Losung. Zurück zum einfachsten Sinnbild fortdauernden Lebens, zur Poesie des deutschen Waldes. Der Anreger war voll Kummer, wenn er an die Denkmalseuche dachte, die nach dem Kriege von 1S70/71 irf Deutschland ausbrach und das ganze Land mit gutgemeinten, aber minderwertigen plastischen Machwerken überschwemmte. Jede kleinste Gemeinde 'wollteihr patriotisches Kriegerdenkmal haben, und die Pietät duldet noch heute nicht, daß an jene vielen Zeugen künstlerischer Unzulänglichkeit gerührt werde, sie stehen überall und Werden noch lange ein 'Aergemis! geben1, WaS aber sollte nach diesem Kriege werden? Man konnte nur mit Schauder daran denken. Da kam der schöne Gedanke der "BaumnTlanzung,- der Eichen- und Heldenhaine als ‘Befreier .. j .. ."Es wird gar groß und stattlich werden, dieses ernste Denkmal für all die namenlosen Helden, die wir nicht einzeln ehren können, und denen wir doch solch unauslöschlichen Dank schulden. Noch nach tausend Jahren soll ihr Andenken fortleben in der Wiener Landschaft, denn eS wird keinem Geschlecht beifalfcn. ic die Axt an diese heiligen Bäume zu legen. Wir können uns gar nicht recht vorstellen; welch' tausendfältige Erkenntnisse von diesem Weltkriege aüsgehen und in die fernste Zukunft wirken werden, welche Umwälzungen auf wirtschaftlichem', politischem, technischem und militärischem Gebiet er im Gefolge haben wird, aber die Menschheit dürfte wohl dieselbe bleiben. Und säe fordert vor allem, was hier bestehen Will, die Anpassung an den berühmten Genius loci.... ... Die Stadt wird ihre Helden an den bedeutsamen Gedenktagen des Weltkrieges nicht vergessen, jedes- Wiener Regiment wird seine Siegestage hier feiern wollen -Und die tausende Familien, die dem Vaterlande daS Oofer eines SohneS dargebracht haben, denen' ein Baum dieses Hains zugehört? Sie werden nie sagen können, welcher Baum der ihre ist, aber die Andacht trauernder 'Mütter Und Witwen wird rie Wieoft in diesen Hain führen, in dessen Blätterrauscheo dann auch eine ihnen liebe Stimme mitflüstert. Keine Zierpflanzen sollen diesen Hain schmücken,, er soll ein Wald werden und kein Park; die Feld- "und Wiesenblumen nur, in all ihrer berauschenden Mannigfaltigkeit werden den Ernst des Gedächtnishains 'mildern.... ... Von diesen Hainen aber wird dauernd eine seelische Wirkung ausgehen; etwas Ehrfurchterweckendes. Und sie werden an Gedenktagen einladen zur Sammlung, sie werden eine Stätte sein zur Pflege des Vaterlandsgefühls. Eine Stadt, die hundert Tote hat, wird hundert Eichen pflanzen können, eine Gemeinde, die dem Vaterland nur zehn Söhne opfern "durfte, mag sich mit zehn Eichen und einer Friedensltnde begnügen. Der Gedanke ist es, der die Sache adelt Und er sollte überall erkannt Werden...“ Wir Juden haben nirgends in der Welt außer ’ in Palästina ein Stückchen Bodens, den wir unser Eigen nennen könnteh. Unsere Helden kämnten in allen WeltF^'en sie bluten für alle Völker der Erde, doch zugleich für e i n Volk: für i h r Volk, für die Judenheit. Deshalb werden ihnen nicht einzelne Gemeinden, sondern das ganze j ü d i s c h e V o 1 k den Heldenhain auf heimatlichem Boden errichten, damit er Zeugnis davon ablege, daß sie alle, wo immer sie gekämpft und gefallen, Söhne eines großen Volkes waren, das stolz ist auf diese seine Söhne. Der Todestag unseres u roßen Führ ers wird ein Sammeltag für den jüdischen 'Held enhain sein. Spendet Bäume für den Heldenhain im1 Herzlwafde! Eine neue Broschüre des JNF. „D er Herzlwald“ (Die Baum-Spende) betitelt sich eine vom Hauptbüro des Jüdischen Nationalfonds herausgegebene Schrift, die zur zwölften Wiederkehr von Theodor HerztS Todestag (20. Tamus) erschienen ist. Die Schrift schildert zunächst die Entstehung der „Baumspende“, aus deren Mitteln die Aufforstung Palästinas in Angriff genommen ist. Die Pflanzungen des unweit von Jaffa angelegten „Herzhvaldes“ sollen ein Denkmal für den unvergeßlichen Schöpfer der zionistischen Organisation sein, das die Dankbarkeit weitester jüdischer Volkskreise ihm errichtet. Das Heft bespricht eingehend den hohen Wert der Anpflanzung von Oelbäumen, Nutz- und Zierhölzem (wie der Eukalyptife u .a.) einerseits für die Sanierung des palästinensischen K I i m a s, andererseits für das wirtschaftliche Gedeihen des Landes. Aber die Pflanzungen tfer „Baumspende“ dienen gleichzeitig auch dem wichtigen Zwecke, den nach Palästina eingewanderten jüdischen Städtern den Uebergang zur Landwirtschaft zu ermöglichen. So sind die Unternehmungen der „Baumspende“, die als ein Zweig des Jüdischen Na- Kein^Brief ohne Nationalfondsmarke t

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