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Jüdische Zeitung · 1916-06-30 · 26 (30.6.1916) · p. Seite 1

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
10 (1916)
Issue
26 (30.6.1916)
Date
1916-06-30
Page
Seite 1 (sequence 6)
Language
German
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Seite 1 Beilage zur JÜDISCHEN ZEITUNG Nr. 26 ■•en«eKiteK)*ci3ei3teK>«cK)acK>t(!i3t(!i3acK>tiGi3tei3raci3aGisacB9aciDtci3aeK)«i!n«(!i3«ei8«cK>tci9ai Nr. 26. ^Jiwr*n a Nr. 26. * MITTEILUNGEN § „Jiiöisdien Nationalfonds“ Sammelstelle für Oesterreich: Wien, II. Zirkusgasse Nr. 33 TELEPHON NR. 45.325 Postsparkassen-Konto 100.208 ■ ■ ■ ■ Erscheint wöchentlich mit dem Ausweise der aus Oesterreich eingelangten Nationalfonds-Spenden des Der „Jüdische Nationalfonds“ ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben. — Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er jetzt schon 5 Vs Millionen KronenVermögen, bei einem stetigen Zuwachs, der im letzten Friedens- : Jahre 1913 eine Million betrug; Herausgegeben im Aufträge der österreichischen 5 Kommission des .Jüdischen Nationalfonds*1, ■ :: Wien, II/t, Zirkusgasse Nr. 33 :: " 5 Bei allen jüdischen Veranstaltungen ist es Ehrenpflicht, für den ,J. N. F.' zu sammeln J Im nachstehenden Wochen-Ausweis werden nur die bis längstens Montag Vormittag eingelaufenen Spenden veröffentlicht ■•cadcaaoeK>o(aR>oeK>ecK>ecK>ooK>ocaoocK>ocaoeRoeaacKDONeGK3caK>ecK>ecK>oeK>oea3ecK>ocK>ecsdocK>eeK>OB Welthriegsiiain im Hepzlwalä. Eine Ehrung Theodor Herzls anläßlich seines Todestages am 20. Tamus 5676 (21. Juli 1916). " „... Aber eines betrachte ich als gewiß und über allem Zweifel erhaben :die Bewegung wird anh a 11 e n. Ich weiß nicht wann ich ‘ sterben werde, aber der Zionismus wird nie sterben“. Herzl: Selbstbiographie. ,;'Der Zionismus wird nie sterben“! Diese Erkenntnis ist heute, im zweiten Jahre des Weltkrieges stärker in uns als sojist. Diejenigen, welche in ruhiger Friedenszeit in nörglerischer Kritik ihren Glauben an das Gelingen unserer Sache zu verlieren anfingen, sie haben im Weltkriege den Glauben und die feste Zuversicht wiedergefunden. Ewig wie der zionistische Gedanke, wird der Name Dr„ Theodor HerzlS und sein Werk leben. Mit unendlicher Liebe und tiefer Dankbarkeit werden die Spätesten Geschlechter den großem Rührer, den (mächtigen Genius unseres Volkes ehren. In Palästina aber, dem Lande seiner Sehnsucht, ist ein mächtiges ewiges Denkmal für Herzl im Entstehen begriffen: Der Herzlwald. Jahr um Jahr wachsen neue Bäume zu den alten1. Jahr um Jahr dehnt feäcfh und streckt der Wald, "er bedeckt immer neue Flächen des heiligen Badens, segensbringend, fruchttragend, er hält Schritt mit dem Wachstum unserer Bewegung und unseres nationalen Besitzstandes in Erez Israel. Wer zum ersten Male die Strecke von Jaffa nach Jerusalem zurücklegt und bei Lvdda die ausgedehnten Baum Pflanzungen erblickt, <^er bleibt bei ihrem Anblick erschüttert und überwältigt stehen: Der Herzlwald. Wer ihn einmal gesehen hat, der w'ird es begreifen und verstehen: Die Liebe und Verehrung des jüdischen Volkes für seinen Führer, hat ihm kein sinnigeres, kein erhabeneres Denkmal errichten können. Zu Ehren im Kriege gefallener Helden w'erden in allen Ländern Helden haine "errichtet. Erst kürzlich hat die Gemeinde Wien beschlossen einen (solchen Eichenhain zu pflanzen. Und wieder können wir für unsere Helden, welche ihr Herzensblut und ihr Leben für ihr Heimatland und für die Ehre - des jüdi- Sehen Volkes .geopfert haben und täglidi opfern, keine sinnigere Ehrung und kein schöneres Denkmal (schaffen als den: Weltkriegshain im Herzhvalde. Im mächtigen, großen Herzhvalde wird ein Komplex den jüdischen Helden des Welt k r i e g e s, der Ehrung ihres Andenkens, der Verewigung ihres Ruhmes gewidmet sein. Jeder Bauin wird den Namen eines von ihnen tragen. Sind sie doch alle, die in den Krieg gezogen waren, um’ als stolze Juden „M akk ab äer zu sein“ Kinder vom Geiste Herzls seine Schüler und seine Verehrer. Er'hat zuerst der jüdischen Jugend' mächtig zugerufen: „Nehmet Euch zurammen Jungen; wir brauchen Euch; wir warten auf Euch. Uebet niclit nur den Geist, (sondern auch die Muskeln. Stark und aufrecht sollt ihr sein! Wir werden Euere Kraft, wie Euere- Kenntnisse brauchen. „Judenjungen!“ das klang bisher verächtlich. — Stellet es um, und es wird ein stolzes Wort: „Junge Juden“! ....Venit 'res ad triarios! Unsere Triariier sollt Ihr werden. Darum seid Ihr unsere Hoffnung/' Wenn heute unsere Soldaten, diese stolzen „jungen Juden“ die Erwartungen Herzls erfüllt una sich der-Jugend aller anderen Völker in diesem blutigen Ringen gleichwertig erwiesen haben, so 'ist das zum großen Teile das Werk Theodor Herzls. Herzlwald- und Weltkriegshain gehören untrennbar zusammen 1 * Der praktische Zweck der Baumspende ist uns durch die Kriegsereignisse mehr als früher zum Bewußtsein gebracht worden, ln Palästina, wo Jahr auä, Jahr ein, für- Millionen Holz aus dem Auslande eingeführt wird ,bat sich der Mangel an diesem Einfuhrprodukt besonders fühlbar gemacht. Die Regierung hat es dankbar empfunden, daß sie in dem Eucalypthus-Wald der jüdischen Kolonie Hederah Material für Bahn und andere Bauten beziehen konnte. Von der volkswirtschaftlichen Wichtigkeit der jüdischer. Pflanzungrarbeit überzeugt, hat die Regierung der Kolonie Ri'chon le Z/ion 49.000 Dunam Dünenland kostenfrei zur Bepflanzung überlassen. Es bedarf nicht vieler Worte, pin davon zu überzeugen, daß es von unabsehbarer Bedeutung für uns wäre, die nötigen Mittel zuerlangen, um Berg- und Düoen'and in Palästina, — das fast ein Drittel des:gesamten Bodens ausmacht — in immer größeren Ausmasse aufzuforsten. Das Hauptbüro des J. N. F. hat um die Propaganda für den Herzl-Wald, insbesondere anläßlich der bevorstehenden Herzl-Jahrzeit, wieder zu beleben, eine kleine Schrift verfaßt, die0 in populärer Weise diesen wichtigen Arbeitszweig des N. F. behandelt. Sie -ist soeben in jüdischer Sprache in Newyork fertig gedruckt werden.: Die (deutschen 'und anderssprachigen Ausgaben Befinden (sich noch in Drück. Mit Rücksicht auf die außerordentliche Lage wahrend der Kriegszeit werden Svir diese Schrift den "Vertrauensmännern kostenlos zur Verfügung stellen. Wir überlassen es im übrigen dem Ermessen, der Vertrauensmänner in welcher Weise sie sonst die Propaganda für die Baumspende zu Herzls 12. Jahrzeit organisieren wollen Wir möchten nur .betonein, daß dieser Gedenktag, der sieh vor dem Kriege nur in einigen größeren Ländern mit zahlreicher jüdischer Bevölkerung eingebürgert hatte, in Oesterreich aber immer besondeirs feierlich begangen wurde, nunmehr im Hinblick auf den doppelten Zäveck, der Wdirdigeui. Ehrung unseres unvergeßlichen Führers und der Schaffung eines Gedenkhaines für die jüdischen Jielden planmäßig und ausnahmslos mit ganz besonderer Sorgfalt vorbereitet werden soll. Wir ersuchen unsere Vertrauensmänner: Ueberall Herzl-Gedenkfeiem zu veranstalten 1 Am 20. Tamup (21 Juli) für den Weltkriegshain im Herzhvalde zu agitieren und eitrigst (zu sammeln! / Die Landessammelstelle Oesterreich des JNF. Mitteilungen des INE. Die Popularität der Kriegsdandspende erhellt schon aus der Fülle von Anregungen, die bei den hiefür zuständigen zio-. nistischen Behörden einlaufen. So lag einer der letzten Sitzungen des Böhmischen DKs. ein Brief des Gg. Julius Epstein aus Krumau vor, wonach die aus der Kriegslandspende zu errichtende Ansiedlung, als dem Andenken unserer gefallenen Helden geweiht, den Namen b,Sidiron Giborim“ erhalten (und durch einen Obelisken mit den Namen der gefallenen geziert werden solle. Andere wieder glauben, die erste Siedelung aus den Mitteln der KLS. solle schon durch ihren Namen eine Verherrlichung des Weltfriedens und der -Völkerverbrüderung darstellend Vielleicht lassen sich beide Ideen verbinden. Zuerst aber muß die Ansiedelung da se’in. Drum heißt es' Weiterarbeiten, werben, sammeln und spenden! \ Nationalfondskommissäre! Schawuoth-Sammlungen: ' Da die Schawuoth-Sammlungen überall abgeschlossen sein dürftep, ersuchen wür die Vertrauensmänner ihre Berichte und die gesammelten Beträge .unverweilt an uns einzuschicken! Kein Brief ohne Nationalfondsmarke!

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