Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 10 (1916)
- Issue
- 20 (19.5.1916)
- Date
- 1916-05-19
- Page
- Seite 1 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2438141-2438572-2438591--4808-2444719- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr. 20 Beilage zur JÜDISCHEN ZEITUNG Seite 1 •cK>»cMa*GK>»cK)CK)«caaocK>*eK>«caa«caa« <ar>«B<ar>*e*o#*cMa«c*a«c*3«c*o«cMa«e*D*caro«c*3«c«a»e*ö«<are«» Nr. 20. > Ikl^PNI Nr. 20. MITTEILUNGEN „Jüdischen NaiionalfonOs“ Sammelstelle für Oesterreich: Wien, II. Zirkusgasse Nr. 33 TELEPHON NR. 45.325 Postsparkassen-Konto 100.208 ■ ■ ■ ■ Erscheint wöchentlich mit dem Ausweise der aus Oesterreich eingelangten Nationaltonds-Spenden des Der „Jüdische Nationalfondj“ ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräuBerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben. — Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er jetzt schon 51/» Millionen Kronen Vermögen, bei einem stetigen Zuwachs, der im letzten Friedens- : Jahre 1913 eine Million betrug : Herausgegeben im Aufträge der österreichischen fi Kommssion des .Jüdischen Nationalfonds“, 2 :: Wien, H/i, Zirkusgasse Nr. 33 : 5 Bei allen jüdischen Veranstaltungen ist es Ehrenpflicht, für den ,J. N. F.‘ zu sammeln | Im nachstehenden Wochen-Ausweis werden nur die bis längstens Montag Vormittag eingelaufenen Spenden veröffentlicht MPannMn«nvnapanBi»»nap»naPVacp»a»paaoc»a»iaKHMCBDCli)OHC13CBO>ei3>ClDOCi80eiaoei3SCE3>eii»eB3SC18Mi \ \ \ \ \ \ \ \ i i \ i i i i I i i \ i NATIONALFONDS - BIBLIOTHEK Soeben erschienen: Der Jüdische NatipnallonOs von Höolf Böhm Eine genaue Darstellung der Ziele und Wege des JNF., seiner bisherigen Tätigkeit und seiner Entwicklung. Die beste Informations- und Propagandaschrift. Preis eines Exemplares (76 Seiten stark, mit mehreren Illustrationen) 1 K 30 h. Porto 10 Heller. \ \ \ i \ \ \ \ i i i \ \ \ i \ i i i Die Jafirzeifstlllung. Professor Dr. Artur Mahler war zeitlebens ein treuer Zionist. Dies Werturteil wird am be-. sten durch eine Jahrzeitstiftung bekräftigt, die von ungenannten Spendern zur dauernden Ehrung, seines Andenkens bestimmt worden ist. Nach dem Plane der „Jahrzeitstiftung des JNF‘‘ wird alljährlich am Todestage des Verblichenen, dem die Ehrung gilt, in Palästina ein, Baum auf seinen Namen gepflanzt ,una diese Pflanzung immer wieder im Landesausweisorgan verlautbart. Dies soll durch 100 Jahre geschehen, bis ein ganzer Garten (100 Bäume): den Namen des Verewigten darstellt. Mit den in Nr. 14 unseres Blattes ausgewiesenen Beträgen sind heuer in Oesterreich für diese neue sinnige Spendenart schon 2500 Kro-i nen eingeflossen lund=“iind "wTr^überzeugt”Jafi" das gute Beispiel baldigst vielfache Nachahmung finden und das edle Werk, welches der jüdi-i sehen Pietät so kongenialist, sich, einmal begonnen, rasch entwickeln wird. Eine Stimme aus dem Felde. Wir haben stets Wert darauf gelegt, zwecks Propagierung der Kriegslandspende, die Stimmen gerade unserer Freunde aus dem Felde hervorzuheben, da sich den jüdischen Soldaten, die tagaus tagein das Elend im Osten vor Augen sehen, die große Bedeutung unseres neuen Sammelrufs zuerst erschloß und da uns ihr Urteil als das maßgebenste erscheint. Umso größer ist unsere Freude, Jmute e;ner Zuschrift Raum geben zu können, die von kompetentester Seife stammt und sowohl eine herzliche Anerkennung der bisher für die Kriegslandspende geleisteten Arbeit, als auch — und das sei noch inniger begrüßt — eine wichtige Verheißung für die Zukunft beinhaltet.. Dr. Emil Stein, der seit Beginn dieses Krieges an der Front steht und den Kontakt mit unserer Arbeit keinen Augenblick verloren hat, gibt das Versprechen ab, sein Amt als Obmann der österreichischen Landessammelstelle nach seiner Heimkehr wieder auf sich zu nehmen,. Damit ist auch der Kriegslandspende eine mächtige Entwicklung dauernd verbürgt. Dr. Stein schreibt seinem Stellvertreter wie folgt': Im Felde, 15. April 1015. Lieber Doktor Zweig! Als ich im Jänner 1914 am Lembenrer Parteitage im Namen der österreichischen Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds mein Wort für die Errichtung einer eigenen Zentrale für Galizien einlegte, da wußte ich nicht, welcher schwere Zeiten uns und unseren dortigen Brüdern bevorstanden. Aber das Vertrauen in unsere galfzischen Gg., dem ich damals ganz besonders Ausdruck gab, hat sich gerade in diesem Kriege bewährt. Dafür zeugt die Kriegslandspende, deren Wachstum ich tätlich volf inniger Freude folge. Sie beweist auch von neuem, daß alle Juden, früher oder snäter, unserem an sie gerichteten Rufe Folge leisten werden. — So neidlos ich Ihre und Ihrer jetzigen Mitarbeiter Erfolge bewundere, so weh ist mir, daß ich jetzt abseits stehen muß und nicht mithelfen kann. Es bleibt mir aber die Genugtuung, vom kleinen Anfang un-erer SammelsteKe an, mitgebaut zu haben an ihrer inneren Fertigung und Organisation, sie an leitender Stelle in der letzten Zeit vor dem Kriege so gefestigt zu haben, dab sie nicht nur die schwere Krise überwand, sondern ungeahnte Erfolge aufweisen kann.. Nun stehen Sie, ihr erster Obmann, wieder an 'ihrer Spitze, Ihnen zur Seite eine Schar altbewährter Mitarbeiter, die uns,.-den Sammlern, Gewähr für fernere ersprießliche Arbeit geben. Wie bisher, in guten und schlechten Zeiten, wird unser Nationalfonds unbeirrt und weiter seinen Weg verfolgen, der aus dem verelendeten Galuth in ein freies Erez Israel führt, immer mehr Juden werden der voranleuchtenden Zionsfahne folgen. Unser Geleit sei aber Ihr alter Wahlspruch: „Durch Opfer nach Zion!“ Um unser aller Opfer wilfen sei Ihrem Werke immer größerer Erfolg beschießen, bis IM nen wieder mit voller Kraft und aus ganzem herzen mithelfen kann, Ihr für unsere Zukunft stets arbeitsfreudiger Stein. Mitteilungen des JNF. Nationalfondskommissäre! Die erste Büchsenleerung für 1916 ist mit Beschleunigung überall zu beenden und an uns zu verrechnen. Die Büchsenstatistik für 1915 hat gezeigt, daß unsere N.-F.-Vertrauensmänner den Büchsen nicht die ihnen zukommende Bedeutung beimessen und sie nicht mit genügender Sorgfalt behandeln. Wir sind überzeugt, daß im Jahre 1916 eine Wendung zum Guten eintreten wird. Die Namen derjenigen Siädte, welche bis spätestens-Ende Mai die Leerung nicht durchgeführt haben werden, werden in der ersten Juninummer der „Jüdischen Zeitung“ veröffentlicht werden. » Das Lehrbuch der hebräischen Sprache für Schul- und Selbstunterricht von Moses Rath, das von der „Histadruth Ibrith“ und der gesamten Fachpresse als das beste anerkannt wurde und das wir somit unseren Gg. wärmstens empfehlen können, bitten wir bei uns (Wien, II. Zirkusgasse 33) zu bestellen. Der Preis des Buches wird dadurch nicht erhöht und beträgt für ein Exemplar (400 Seiten stark) gebunden K 4.70, mit Schlüssel K 5.20 (Porto 30 h, rekommandiert 55 h). Versand nur gegen vorherige Bezahlung oder Nachnahme. Kauft und benützt nur die blau-weißen Zionsbleistifte! Der Reinertrag fließt zur Hälfte dem „Jüdischen Nationaifond“, zur Hälfte anderen zionistischen Zwecken zu. — Infolge der großen Steigerung der Erzeugungskosten sind wir gezwungen, den Preis der Bleistifte im Detail verkauf auf 16 h per Stück zu erhöhen. Verkauf nur gegen Barzahlung oder Nachnahme. Für Wiederverkäufer Rabatt. * Zur Ehrung des seligen A. H. der Verb. „Hasmonäa“ in Czernowitz Herrn Dr. Schmierer, wurde durch Dr. Markus Krämer eine Sammlung für die Kriegslandspende zur Errichtung einer lODunamstiftung eingeleitet. * Bitte um Feldpostadressen. Wir bitten die Gg. uns alle ihnen bekannten Adressen jüdischer Offiziere und Soldaten im Felde und in den Garnisonen bekanntzugeben. Kein Brief ohne Nationalfondsmarke! ✓ f