Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 10 (1916)
- Issue
- 3 (21.1.1916)
- Date
- 1916-01-21
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 WINTER-ULSTER K 42. Jeder Pole ohne Ansehungder Religion, also auch1 ein Jude, der (sich als Pole fühlt, kann Mitglied des Vereins werden. Trotz dieses schönen Paragraphen aber wird kein „Pole mosaischen Glaubens“ in (den Verein .aufgenommen. Winterrock K 48. Winteranzug K 36. Jacob Rothberger, k. u. k. Hoflieferant, Wien, I. Stephansplatz 9. Herr Lewin-Epstein, der Schatzmeister des Amerikanisch-Jüdischen Hilfs-Komitees, hielt sich einige Zeit in Polen auf, wo er mit den führenden jüdischen Persönlichkeiten Warschaus Konferenzen hatte. In Anbetracht der weiteren Entwicklung der Amerikanischen Hilfs-Aktion für Polen muß dieser Reise des Herrn Lewin-Epstein besondere Bedeutung beigemessen werden. * Wie deutschen Blättern aus Petersburg (über Stockholm) gemeldet wird, wurde sämtlichen jüdischen Flüchtlingen der Aufenthalt in Petersburg verboten. Kein einziger Jude darf in dieser Stadt bleiben, wofern er dort das Wohnrecht nicht hat. * Wie man aus M o s k a u berichtet, hat der „echt russische Pöbel“ bei den letzten Ausschreitungeen gegen die Deutschen auch jüdische Kulturgüter vernichtet und die große hebräische Bibliothek der Gesellschaft der Freunde der hebräischen Sprache Chowewe sphat ewer, völlig 'zerstört. Der Schaden ist erheblich. * Jn einer Vorlesung, die in Birmingham stattfand, ließ Herr Hermann Landau von neuem das Projekt einer jüdischen Siedelung in M e s opotamien wieder aufleben. Herr Landau spricht auf (dem Willckschen System basierend, davon, daß eine Ausgabe von 26 Millionen Landwerte von pber 90 Millionen schaffen könnte. * Ein jüdisch-deutsches Wörterbuch mit Berücksichtigung der viel gebrauchten hebräischen, polnischen und russischen Wörter wird der Geheime Konsistorialrat Professor Dr. Hermann L. Strack in Berlin herausgegeben. Mit großer Mühe hat Professor Strack den Wortschatz aus Büchern und Zeitungen gesammelt. * Professor Dr. Robert Davidsohn, der berühmte Erforscher der Florentiner Geschichte, istz *ulm ordentlichen Mitgliede der Münhener Akademie der Wissenschaften gewählt worden, nachdem er ihr als korrespondierendes Mitglied angehört hatte. * Jn Pete rsburg .ist eine neue „Gesellschaft zur Förderung der jüdischen Kunst“ gegründet Worden, tan deren Spitze der bekannte Bildhauer Prof. Jlja Gümzburg, Mitglied der Kunstakademie, der Maler Brodsky und der Architekt Gewirz (stehen. Das Ziel der Gesellschaft ist die Pflege und Entwicklung der plastischen Künste ((Malerei, Bildhauerei, Architektur usw.) .unter den Juden, die Vereinigung der jüdischen Künstler und die Vermittelung zw sehen ihnen und der breiten jüdischen Oeffentlichkeit. Vorige Woche ereignete sich folgendes: Einige Studenten der Warschauer Hochschulen kamen in die Studentenküche und hatten sich schon Karten (gekauft. Als man aber erkannte, daß es Juden waren, verweigerte man ihnen die Mahlzeit und keiner der anwesenden nichtjüdischen Studenten protestierte dagegen. Jlpfelmarmela.de aus feinsten7Äpfeln und reinem Raffinadezucker hergestellt, ist infolge ihrer außerordentlichen Zuträglichkeit u. Billigkeit als Brotaufstrich der beste Ersatz für Butler 1 Glas . . . K—.90 1 Doppelglas . „ 1.70 1 Kistchen zirka 10 kg . . „ 14.— 1 Blechdose zirka 10.3 kg. „ 15.— Julius Meinl Hnzeigen unO Mitteilungen. „Hatechijah“ hebr.-akad. Verbindung, II., Obere Donaustraße 65/4. Sonntag, den 30. Jänner 1916 um 7 Uhr abends, findet der Vorttag des Herrn Dr. Stein über: „Die Bedeutung des jüdischen Rechtsstudiums für die Gegenwart“, mit anschließender Diskussion, statt. Hebräischsprechende Gäste Willkommen. Am 15. d. M. fand die diesjährige Generalversammlung des zionistischen Mädchenbundes „Mirjam“ in Brünn statt. Die Wahlen hatten folgendes Ergebnis: Präsidentin Anni Mayer, Vizepräsidentin Irma Spitz, Schriftführerin Rosa Fried], Kassierin Berta Freiwillig, Bibliothekarin Amelie Willheim, Nationalfondskommissärin Grete Prossnitz. Die in Warschau erscheinende hebräische Tageszeitung „Hazef ira h“ Vom 23. Dez. v. J. berichtet folgendes: Um den Studenten an der Universität, die (nicht Lateinisch können, die Möglichkeit zur Erlernung des Lateinischen Zu geben, wurden besondere Kurse leingerichtet. Zu diesem Zweck wurden die Schüler auf verschiedene Parallelkurse verteilt. Wie erstaunt aber war sie, als sie plötzlich bemerkten, daß die jüdischen von den nichtjüdischen Studenten getrennt waren. Die Ursache für diese Art der Teilung ist unbekannt geblieben. . Die Studenten der polnischen Hochschulen gründeten einen iVenein „Bruderhilfe“. Im Paragraph 1 der Statuten dieses Vereins heißt es: Zionisten im Felde. Fähnrich’Adolf'A 11 a s s 'aus Stanislau erhielt für 'tapferes’Verhalten die große silberne Tapferkeitsmedaille. Gg “Baruch Kaiser, Fähnrich im IR. 45, erhielt die silberne und die bronzene Tapferkeitsmedaille. Gg. Leon Bl au st ein. Fähnrich im LIR. 6, erhielt die goldene Tapferkeitsmedaille. Lt cand. phil. Richard St an gl, Bursch der jüd. akad. Ferialverb. „Hatikwah“, Lundenburg, der sich freiwillig an die Front meldete, fand in den Kämpfen am Styr den Heldentod. Gg. Lt. K ä s s Wiznitz (Bukowina) hat am 21. Oktober 1915 auf dem nördlichen Kriegsschauplatz den Heldentod gefunden. Nach seinem Tode wurde er mit dem Militärverdienstkreuz IIL Klasse ausgezeichnet Lt. Otto Lederer, Offizial der Donaudampfschiffahrts-Gesellschaft in Rustschuk, Sohn des zionistischen Vertrauensmannes Julius Lederer in Rumburg, wurde mit dem Militäi verdienstkreuz III. Klasse ausgezeichnet Der A. H. der Z. M. V. „Mattathia“ Karl Schnirer ist mit der großen und kleinen silbernen Tepferkeitsmedaille ausgezeichnet u. zum Leutnant i. R. befördert worden. Ferner wurue A. H. Rudolf Fischer, Kad. i.R., mit der bronzenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet Gg. Fähnrich Ernst Borger, mit der großen und kleinen silbernen und der bronzenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet, wurde am 24. Dezemb. außertourlich für wiederholtes tapferes Verhalten vor dem Feinde zum Leutnant befördert. Gg. Dr. Nathan Czaczkes k. k. Assistenzarzt, A. H. der Verbindung „Judäa“, Lemberg, erhielt das Signum laudis. Fast sämtliche Mitglieder der „Gamalah“ in Göding befinden sich im Felde. Die Verbindung beklagt den Verlust ihres Erstchargierten cand. ing. Fritz P o c h e r, der am 22. September 1915 am nördlichen Kriegsschauplatz den Heldentod erlitt. Verwundet wurden die Bb. Ludwig Soffer und Emil Teller. Ausgezeichnet wurden Bb. Ludwig Soffer und Egon Le c h n e r mit der silbernen Tapferkeitsmedaille II. Klasse, ferner der Verkehrsgast der Gamalah, Gg. Julius Soffer mit der silbernen Tapferkeitsmedaille II. KL und dem Signum laudis, außerdem wurde derselbe zum Leutnant befördert. Zum Oberleutnant wurde befördert A. H. Viktor Kohn, zu Leutnants die Bb. Dr. Ludwig Weiner, Egon L e c h n e r, Konrad Körner, Emil Teller und Lugwig Soffer. A. H. Ing. Rudolf Stern licht ist interniert auf der Insel Madagaskar. Kriegsgefangen sind A. H. Leutnant Ing. Julius Goldschmied, A. H. Einj.-Freiwillig. Gustav Drechsler, A. H. Ing. Ludwig Reiss und Bb. Exportakademiker Alfred Glück. Cafe „Marienbrücke“ .11. I., Rotenturmstraße 31. RENDEZVOUS DER ZIONISTEN. “IM ■ RESTAURATION 5 „zup pumänildien Küdie“ ■ Ch. Weiß von«. Korn ■ Wien, II., Hammerpurgstallg. 3. ■ Anerkannt vorzügliche polnische u. rumänische Küche. _ ■ Cafe Jägerhof (Weiss) 5 IX., Porzellangasse 22.; Vornehmes Familien »Cafe j modemst eingerichtet 2 gut ventilierte Spielsäle. » Zentral-Lokal der Zion. 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(verantwortl. Otto Schneeweiß),Wien, n. Taborstr. 52 B