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Jüdische Zeitung · 1914-02-13 · 7 (13.2.1914) · p. Seite 8

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
8 (1914)
Issue
7 (13.2.1914)
Date
1914-02-13
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 7 eingerichtet, die sehr schöne Erfolge zeitigen. Weiter 3iat der Klnb ein Purim-Maskenfest abgehalten. Im Juni des Berichtsjahres ging der gewesene Vizepräs. des Vereines, Herr Simche Landau, nach Palästina, um an Ort nnd Stelle als Landarbeiter einen neuen Pionier für die Bewegung zu stellen. Diesem Beispiele gedenken einige Mitglieder des Klubs in Kürze zu folgen. Aach beteiligten sich eine ganze Anzahl von Mitgliedern an den Vorarbeiten znm XI. Kongreß. Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: Josef Stein President, Israel Advokat und Jonas Osterer Vizepräsidenten, Wilhelmine Jonas nnd Max Kämmerling Schriftführer, Walter Grün und Julius Löwenbein Kassierer, Simon Advokat, Elias Rubin, Simon Hausner und Heinrich Goldberg Beisitzer, Leopold Moses und Imre Kemöny Revisoren. Wien. (Vereinig, der mähr.-schles. zion. Ferialverbindungen.) Samstag, 14. Februar um :6 Uhr abends Reterat über den Distriktstag in Iglau. .Ort: Bude des Kartells Emunah-Gamala. Referent: Herr cand. ing. Walter Pollak. Wien. Der Jüd.-akad. Techniker-Verband veranstaltete am 4. d. Mts. eine Exkursion in die Glühlampenfabrik des Herrn Ing. Johann Kremenezky. Die zahlreich erschienenen Mitglieder besichtigten unter fachkundiger Leitung wahrend eines mehr als zweistündigen Randganges die Arbeitssäle. Am 22 d. Mts. findet eine Exkursion in die Telephonzentrale III, 7. Bezirk statt. Die Anmeldungen haben wegen beschränkter Teilnehmeranzahl rechtzeitig zu geschehen. Näheres darüber bringen die Anschlagsbretter in der Technik. Wien. Der Jüd.-akad. Verein „Theologia“, deren A. H. Prof. Dr. Aptowitzer ist, veranstaltete Samstag, den 31. Jänner anläßlich der Ernennung Dr. Aptowitzers ' znm Professor an der Isr.-Theol. Lehranstalt einen Festkommers, der einen glänzenden Verlauf nahm. Die Festrede hielt cand. phil. u. theolog. A. J. Mark. Nach der mit reichem Beifall aufgenommenen Rede sprachen der Rektor der Isr.-Theol. Lehranstalt, Prof. Dr. A. Schwarz, Prof. Krauß, Sekretär J. Fuchs, Dr. K- Kupfer, namens der A. H. A. H. cand phil. u. theol. E. Sonnenschein (hebräisch). Zum Schlüsse dankte Prof. Dr. Aptowitzer mit herzlichen Worten für die Ehrung. Wien. („Hatchijah“). Freitag, den 13. er. findet um 12 Uhr 30 Min. nachmittags im großen Festsaale der Universität die Promotion unserers Bb. Ephraim Sonnenschein zum Doktor der Philosophie statt — Samstag, den 18. Schebhat, um 8 Uhr, referiert im Vereinslokale, IX., Garnisonrasse 22, Bb. Jisrael Kettenbaum über „M. L. Xilienblum". Hebräisch sprechende Gäste willkommen. Wien. (Jüdischer Handlungsgehilfenverband.) Mittwoch, den 18. Februar 1914 findet im Hotel Arko, II., Rote Sterngasse 7, eine öffentliche Vereinsversammlung statt Tagesordnung: Stellungnahme der jüdischen Angestellten bei den kommenden Wahlen in den Gehüfenansschuß des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft Referenten: Die Kandidaten des Jüdischen Handlungsgehilfenverbandes. Die Ortsgruppe Wien des J. H. V. Wien. Der Ausschuß des Vereines „Jüdisches Asyl für Obdachlose" hat sich wie folgt konstituiert: Obmannn: Bezirksrat Alexander Pollak, 1. Obm.-Stellvertr.: Bernhard Hofbauer; 2. Obm.- Stellvertr.: Oberingenieur Robert Stricker; 1. Kassierer. Bezirksrat Josef Haslinger; 2. Kassierer: Armenrat Salo Lemberger; 1. Schriftführer: Simon Advokat; 2. Schriftführer: Daniel Klein; Revisoren; Jakob Stern, Simon Braun; Beiräte: Kais. Rat Salomon Beer, Dr. jur. Jakob Ehrlich, Moritz Felsenbarg. Direktor Ludwig Klausner, Armenrat Ferdinand Löwy, Wolf Pappenheim, Dr. med. Isidor Reininger, Josef H. Waltuch, Isidor Willner; Ausschußmitglieder: Stadtbaumeister Isidor Barber, J. H. Beer, Hermann Dichtschein, Michael Figdor, Siegmund Figdor, Adolf Fischer, Ignatz Gerstl, Dr. phil. Annand Kaminka, Architekt Ludwig Kritzler, Heinrich Preninger, Dr. jur. Max Ticho und Dr. med. Julias Weiß. Brfinii. (Versammlung Dr. Schemarja Levin.) Am 3. Februar sprach hier'als Gast des Vereins „Theodor Herzl“ Herr Dr. Levin in der städtischen Redontte, einem der größten Sale Brünns. Gegen 900 Zuhörer folgten mit Spannung den Ansführungen des Redners, der das Thema „Die Aufgaben der Juden im Orient“ gewählt hatte. Interesse erregte insbesondere die Darstellung des-Sprachenkampfes in Palästina. Als Dr. Levin mH der Aufforderung schloß, die Organisation in dem aufgezwungenen Kampfe zu unterstützen, da war die Begeisterung allgemein. Der Obmann des Vereines, Dr. Albert Schönloh, richtete an die Versammlung in einigen begeisterten Worten die Aufforderung, für das hebräische Schulwerk in Palästina zu zeichnen. Noch in der Versammlung selbst wurden gegen 300 K gezeichnet Ueber diesen Augenblickserfolg hinaus können wir mit Befriedigung feststellen, daß wir durch diese Versammlung eine ganze Reihe neuer Gesinnungsgenossen gewonnen haben. ltzkany. („Ahawath Zion“.) Am 22. Januar d. Js. fand die ordentliche Generalversammlung unseres Vereines statt Nadi einem ausführlichen Rechenschaftsberichte des Herrn abs. jur. Josef Goldstein wurde über 'Antrag des Herrn abs. jur. Josef Edelstein dem Ausschüsse mit Dank das Absolutoriom erteilt Bei der hierauf vorgenommenen Wahl wurden folgende Herren in den Ausschuß gewählt: Präsident: Bürgermeister Samuel Hellmann; Obmann: Karl Goldstein; 1. Obm.-StellVertreter: Roman Wohlfeld; 2. Obm.- StellVertreter: Samuel Brenner; Schriftführer: abs. jur. Josef Goldstein; Kassierer: Herrn. Munischor; Bibliothekar: abs. iur. Nathan Friedländer; Hausverwesen Sfäliliit Größte Auswahl UintersportsRrtilieln Fechfrequisiten Ludwig Lazar WieiilX JLie chien.steinslr.6 TColinga$$ EmiiiiiiMiimiiiJJ! fWglieder vonVerbindun|f@i?»,Sp und Turnvereinen erhaben auf cTi Sfück ersichtlichen Preise ©inen Moritz Löwensohn; ohne Funktion: abs. jur. Josef Edelstein, B. Peretz, N. Gottlieb, A. Freier, H. Peretz und stud. jur. A. Buxbaum; Ersatz: J. Freier, S. Königsberg und B. Lothringer; Kassarevisoren: Isaak Blum, M. rriedländer; Nationalfonds-Kommission: N. Gottlieb, 4 Freier und stud. jur. A. Buxbaum. Weiter hat die eneralversammlung die Herren Bauoberkommissär Jakob Goldenberg und Bürgermeister Samuel Hellmann wegen ihrer hervorragenden Verdienste um den Verein zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt. H&hr.-Ostrau. Am Sonntag, den 8. d. M., fand in Mähr.-Ostrau ein Vortrag des Mitgliedes des E. A. V. Herrn Dr. Schemarja Levin statt, welcher von geradezu beispiellosem Erfolge begleitet war. Eine Zuhörerschaft von mehr als 1000 Personen lauschte den Worten des Vortragenden, welcher in bekannt.hervorragender Weise das Thema „Die Tragödie des Judentums“ behandelte. Die tiefen Wirkungen, welche Herr Dr. Levin aus diesem poetisch aufgebauten Vortrage hervorzuholen weiß, die edle Begeisterung, von der sein Vortrag getragen ist und der überwältigende Eindruck seiner Persönlichkeit verfehlten ihre Wirkung nicht und die Begeisterung der Zuhörer, welche sich aus allen Gesellschaftskreisen der Stadt zusammensetzten, löste sich in frenetischen Beifall und endlose Ovationen für Herrn Dr. Levin aus. Der moralische und materielle Erfolg des Vortrages "wird" zweifellos nicht Ausbleiben und es ist zu erwarten, daß sowohl neue Anhänger der Bewegung gewonnen, als auch ansehnliche Mittel für die einzelnen Aktionen, insbesondere für das Schulwerk, in reichem Maße zufließen werden. Der Vortrag war auch von zahlreichen Gg. der umliegenden Städte, insbesondere Troppau, Teschen, Friedek, Oderberg, Neutitschein, Freistadt ußw. besucht Herr Dr. Levin benutzte auch die Gelegenheit um die engeren Gg. aus Mähr.-Ostrau und Troppau in vertraulicher Unterredung über den gegenwärtigen Stand der Bewegung und insbesondere der Schulfrage eingehend zu informieren, was allseits mit besonderer Dankbarkeit und Befriedigung aufgenommen wurde. Nach Schluß des Vortrages richtete Herr Dr. Friedmann aus Troppau eine zündende Ansprache an die Zuhörer und forderte zn eifriger Tätigkeit für die Bewegung auf. Es war ein in jeder Hinsicht wohlgelungener Abend, welcher allen, die den begeisterten Worten des Herrn Dr. Levin lauschen durften, unvergeßlich bleiben und neuen Ansporn zur eifriger Tätigkeit bieten wird. Tpebltseh. Am 3. Februar hielt Gg. G. Finzi (Troppau) in Fuchs Restaurationssaale vor einem recht zahlreichen Publikum’ einen Vortrag. Nach einigen einleitenden Worten ging der Redner auf die historische Begründung des Zionismus über, tadelte die Assimilanten, die auch jetzt noch die Führung des Judentums in den Gemeinden und Korporationen sich anmaßen und nicht einsehen wollen, daß ihre Führung das Judentum dem Untergange und der Auflösung nahe bringen. Als wirksames Gegenstück schilderte der Redner das neue selbstbewußte, selbstgeschaffene jüdische Leben in Palästina und dessen logische Folgen, den unbeeinflußten, selbständigen Schulkampf. Mit einem Appell, unseren Brüdern in ihrem Kampfe beizustehen, schloß der Redner seine trefflichen Ausführungen, die ihm wohlverdienten Beifall einbraebten. An den Vortrag schloß sich eine recht lebhafte Diskussion, in der sich Herr G. Finzi als glänzender Debatter zeigte und alle Anfragen in schlagender, erschöpfender Weise beantwortete. Hoffentlich werden die Bemühungen des Herrn G. Finzi den erwünschten Erfolg zeitigen. Beginn der Vorträge präzise 8 Uhr. Gäste herzlich willkommen. Jüdtseher Turnverein „Maeeabl“- Triest. Am 4. Februar hat die konstituierende Generalversammlung des jüdischen Turnvereins „Maccabi“- Triest (Societa ebraica di Ginnastica ,,Maccabi“-Trieste) stattgefunden,, in welcher die Beschlüsse der vorhergehenden Vollversammlung der Interessenten des Turnvereines einstimmig angenommen wurden. Die Gründung des Turnvereines in Triest, welche seitens verschiedener Gesinnungsgenossen schon seit Jahren eifrig betrieben wurde, wurde durch die leidige Saalfrage bedeutend erschwert. Die Stadtgemeinde wollte uns „Klerikalen“ keinen Turnsaal zur Verfügung stellen, der Saal der „Talmud-Thora“-Schule war für uns absolut nicht zu gebrauchen, und die Statthälterei verweigerte uns die Benutzung des Saales der deutschen Volksschule, weil derselbe — der nur zweimal in der Woche besetzt ist — zu „sehr in Anspruch genommen sei“l — Nach langem Suchen ist es uns gelungen, den im Bau befindlichen Saal einer italienischen Sportvereinigung zu angemessenen Bedingungen zu mieten und hoffen noch im Laufe der ersten Hälfte dieses Monats den Turnbetrieb aufnehmen zu können. Wir haben einen vorzüglichen Lehrer engagiert, gute jüdische Turner aus anderen Vereinen zu uns herübergezogen und zählen schon in den wenigen Tagen unseres Bestehens an aktiven und unterstützenden Mitgliedern 120 Herren zu unsern Vereinsmitgliedern/Es sei noch der aufopfernden Tätigkeit unseres jetzigen Präsidenten Dr. David Grünspecht gedacht, als dessen eigenstes Verdienst sich die Schöpfung des Turnvereins darstellt Wanderbund „Blau-Welss“. Am 8. Februar fand, in Wien der konstituierende Bundestag des Oesterreichischen Bundes „Blau-Weiß“ für jüdisches Jugendwandern statt Die vorgelegten Statuten wurden genehmigt und die Bundesleitung beauftragt, bis zum nächsten Bundestag ein Reglement für die Führer auszuarbeiten. Herr M. U. C. Otto Gersung hielt ein Referat, in dem er das organisatorische Verhältnis zwischen der Ortsgruppe, der Führerschaft und der Bundesleitung des näheren erörterte. Der Bundestag setzte den Mitgliedsbeitrag mit' 6.— K. fest und bestimmte, daß vom Mitgliedsbeitrag 4.— Kan die Ortsgruppe, 2.— Kan. die Bundesleitung abzuführen seien.. Die Bundesleitung wird ein Sekretariat einrichten und eine großzügige Propaganda einleiten. Um der Bundesleitung die Aufnahme ihrer Tätigkeit schon in der nächsten Zeit zu ermöglichen, wurde beschlossen, den Ortsgruppen als Aufnahmegebühr in den Bund 20.— Kaufzuerlegen. Unter den zahlreich eingelaufenen Begrüßungen, sei die des jüngsten Wanderbundes in München erwähnt. Nach Vornahme der Wahlen in die Bundesleitung wurde der Bundestag geschlossen. PersonalnaebFieliten. Am 8. Februar fand in Wien die Trauung unseres Gesinnungsgenossen Dr. Hermann Löw mit Frl. Erna Bernstein statt. Sonntag, den 22. Februar findet in Wien, XV., Turnergasse, um 3 Uhr nachmittags die Trauung unseres Gesinnungsgenossen Moritz Himmler mit Frl. Ella Zimet statt. Torsen nnd Sport. Sportklub „Hakoah“-Wlen. Die „Hakoah“ veranstaltet einen Vortragszyklus, der am Freitag, den 13. d. M. beginnt, zu dem alle jüdischen Korporationen eingeladen werden. Freitag, den 13. Februar: Dr. Arnold Friedmann: Zionismus vor'Herzl; Freitag, den 20. Februar: Dr. Georg Weiner: Theodor Herzl; Freitag, den 27. Februar:. Zionismus nach Herzl von Dr..Willy Stein; Freitag, den.6. März: Adolf Böhm: Palästinavortrag; Freitag, den 13. März: Dr. Weisengrün: Klassenkampf und Nationalismus. Jüdische Bühne. Direktion: M. Siegler. Hotel Stefanie II. Tabörsträße 12. Freitag, den 13.Februar: Das X. Gebot Samstag, den 14. Februar: Tante Zipoire. Sonntag, den 15.Februar um 1/24 Uhr nachm., halbe Preise: Tochter Jerusalems.- Sonntag, den 15. Februar abends: Rabi Joselmann. Montag, den 16. Februar: Die 3. M at u n e s. Dienstag, den 17. Februar: Diejesoime, Frl. Gorskaja als Gast. Mittwoch, den 18. Februar: Ehrenabend derFrauE.Weintraub: Chanale. Donnerstag, denl9.FebruarWohltätigkeits-Vorstellung: Chosen - Kaie. In Vorbereitung: Auf der Aelter.

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